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Faymann übt in ÖSTERREICH Kritik am Handling der Griechenland-Krise: "Athen, EU-Finanzminister und Hochfinanz müssen sich bewegen."




APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).



04.04.2015
Wien (OTS) - Im Interview für die Sonntag-Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH übt Bundeskanzler Werner Faymann Kritik am Handling der Griechenland-Krise.
Die Regierung Tsipras hätte zwar die Probleme "unterschätzt". Faymann: "Die Regierung ist in ihrer Professionalität sicher noch in einem Lernprozess. Sie hat maßlos viel versprochen und vielleicht selbst geglaubt, es halten zu können." Allerdings: "Wenn nun der Herr Schäuble beweisen will, dass er ein Vollprofi ist, und die in der griechischen Regierung lauter Anfänger, wird ihm das gelingen. Nur: Ich kann keinen großen Sinn darin erkennen. Das löst die Probleme der EU und der Menschen in Griechenland kein bisschen. Wir haben keinen Grund zu feiern, dass wir so gut sind, wenn gleichzeitig Südeuropa in eine humanitäre Katastrophe schlittert. Das gemeinsame Europa lebt davon, dass der Nachbar nicht verhungert."
Alle Seiten müssten aufeinander zugehen. Faymann: "Die Griechen müssen sich bewegen, aber auch die Finanzminister und die europäische Hochfinanz hat das zu tun. Wir werden uns Europa nicht von der Finanzwelt, die ja leider oftmals im Gegensatz zu uns Politikern, spektakulär und international perfekt vernetzt ist, zerstückeln lassen. Wir werden flexibler sein müssen und manchmal Ländern auch erlauben, sich nicht an die Maastricht-Kriterien zu halten, wenn diese glaubhaft versichern können, dass sie das Geld beispielsweise dringend für Investitionen in die Zukunft brauchen. Und das alles ohne vorher die Märkte um Erlaubnis zu fragen. Die Politik muss endlich wieder das Heft in die Hand nehmen und nicht nur jeden Morgen die Financial Times in die Hand nehmen und schauen, was die Märkte sagen."
Faymann glaube an eine Bewältigung der Krise, aber: "Es wird sehr oft große Risiken geben und die Zukunft Griechenlands wird auch noch einige Male an der Kante stehen."
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Erste Asset Management
Die Erste Asset Management versteht sich als internationaler Vermögensverwalter und Asset Manager mit einer starken Position in Zentral- und Osteuropa. Hinter der Erste Asset Management steht die Finanzkraft der Erste Group Bank AG. Den Kunden wird ein breit gefächertes Spektrum an Investmentfonds und Vermögensverwaltungslösungen geboten.

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ATX 3373 -0.09 % 3398 0.73% 14:58:10
DAX 12995 -0.07 % 13063 0.52% 14:59:45
Dow 22997 0.18 % 23102 0.45% 14:59:21
Nikkei 21336 0.38 % 21425 0.41% 14:56:44
Gold 1285 -1.48 % 1280 -0.38% 14:59:45



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Die Regierung Tsipras hätte zwar die Probleme "unterschätzt". Faymann: "Die Regierung ist in ihrer Professionalität sicher noch in einem Lernprozess. Sie hat maßlos viel versprochen und vielleicht selbst geglaubt, es halten zu können." Allerdings: "Wenn nun der Herr Schäuble beweisen will, dass er ein Vollprofi ist, und die in der griechischen Regierung lauter Anfänger, wird ihm das gelingen. Nur: Ich kann keinen großen Sinn darin erkennen. Das löst die Probleme der EU und der Menschen in Griechenland kein bisschen. Wir haben keinen Grund zu feiern, dass wir so gut sind, wenn gleichzeitig Südeuropa in eine humanitäre Katastrophe schlittert. Das gemeinsame Europa lebt davon, dass der Nachbar nicht verhungert."
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