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Volkshilfe zum Tag der Arbeitslosen: Nicht an hohe Arbeitslosigkeit gewöhnen!




APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).



28.04.2015
Wien (OTS) - Der 1. Mai, der "Tag der Arbeit" ist in Österreich traditionell ein Feiertag, der Tag der Arbeitslosen am Vortag ein Bedenktag. Denn auch die im europäischen Vergleich zweitniedrigste Rate an arbeitssu-chenden Menschen ist für österreichische Verhältnisse sehr hoch, konkret die zweithöchste in der Zwei-ten Republik. Was denken die ÖsterreicherInnen, welche Maßnahmen könnten mithelfen, die Arbeitslo-senquote in Österreich zu senken?
Der zwölfte Volkshilfe Sozialbarometer hat das Meinungsbild zu vier Maßnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und zur sozialen Absicherung arbeitsloser Menschen erhoben. Die Ergebnisse zeugen generell von einem breiten Bewusstsein in der Bevölkerung, wie wichtig die Unterstützung der Betroffe-nen in Zeiten von Arbeitslosigkeit ist. Rund 70% der ÖsterreicherInnen unterstützen die konkreten Maß-nahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit.
Zwtl.: Mehr Beratung und Weiterbildung
Mehr als sieben von zehn Befragten (72%) stimmen sehr oder ziemlich zu, dass das Angebot an Bera-tung und Weiterbildung für Arbeitslose ausgebaut werden sollte.
Zwtl.: Maßnahmen für ältere Arbeitslose und Langzeitarbeitslose
Weiters werden Maßnahmen zur Unterstützung besonders betroffener Gruppen von rund 7 von 10 Be-fragten befürwortet: So sind 73% dafür, dass es für ältere Arbeitslose, die vor der Regelpension stehen, mehrjährige adäquat bezahlte Arbeitsplätze in Beschäftigungsprojekten geben soll. Und 70% sprechen sich dafür aus, dass Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, einen Anspruch auf einen öffentlich geförderten gemeinnützigen Arbeitsplatz haben sollen.
Zwtl.: Je konkreter die Angebote, desto besser für die Betroffenen!
Bei steigender Arbeitslosigkeit werden adäquate, dauerhafte und stabile Beschäftigungsmöglichkeiten in einem integrativen Arbeitsmarkt immer wichtiger. "Insbesondere für Personengruppen wie Langzeitar-beitslose, Menschen mit Migrationshintergrund, Niedrigqualifizierte oder Menschen mit Behinderung ist es oft besonders schwer, langfristige Beschäftigungsverhältnisse im ersten Arbeitsmarkt zu finden. Um genau diese Personengruppen Integration zu ermöglichen, muss öffentlich geförderte Beschäftigung aufgebaut werden", sagt der Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe, Erich Fenninger. "Sozialökonomische Betriebe und Beratungseinrichtungen leisten hier einen wesentlichen Beitrag, nicht nur in der Integration dieser Menschen in Unternehmen, sondern auch in der Überwindung von Barrieren im Kopf." unterstützt Wolfgang Sperl, Geschäftsführer von Wien Work, die Forderung.
Darüber hinaus fordert Fenninger Qualifizierungsangebote, die an der Lebensrealität der betroffenen Personen orientiert sind sowie ein existenzsicherndes Einkommen und Absicherung bei Arbeitslosigkeit: "Ein Mindestlohn von 1.500 Euro bei Vollzeitbeschäftigung ist ein wichtiges Ziel zur Bekämpfung von Armut und prekärer Beschäftigung, auch diese Forderung erhält breite Zustimmung in der Bevölkerung. Außerdem muss die Nettoersatzrate bei Arbeitslosigkeit angehoben werden. Die Existenz der Menschen muss auch in prekären und schwierigen Situationen gesichert sein"
Zwtl.: Erwerbsarbeit schützt vor Armut und ermöglicht Teilhabe
"Arbeit hat nicht nur einen Einkommensaspekt. Sie stiftet Sinn und Identität. Wer seine Arbeit verliert, dem droht die gesellschaftliche Isolation. Der Jobverlust belastet die Psyche und wird zur Gefahr für die Gesundheit", ist der Bundesgeschäftsführer überzeugt. Jeder Mensch habe ein Recht auf ein selbstbe-stimmtes Leben, das wiederum setze Arbeit voraus, von der man auch leben können muss.
Österreich ist keine Insel, natürlich hinterlässt die langanhaltende Wirtschaftskrise auch in Österreich Spuren. "Österreich hat eine lange Tradition in aktiver Arbeitsmarktpolitik und ist mit der niedrigen Ju-gendarbeitslosigkeit international zu einem Best-practice Beispiel geworden. Finanzielle Mitteln für inno-vative Projekte würde ich mir auch für ältere arbeitssuchende Menschen und für Langzeitarbeitslose wünschen", so Fenninger.
Abschließend ruft Fenninger dazu auf, den Zustand nicht länger hinzunehmen: "Arbeitslosigkeit betrifft derzeit fast eine halbe Million Menschen in Österreich. Diese Situation bedarf umfassender Maßnahmen auch in anderen Politikfeldern", sagt Fenninger und fordert erneut, der Ungleichverteilung entgegenzu-wirken: "Es braucht vermögensbezogene Steuern, um wichtige soziale Aufgaben zu finanzieren. Reiche müssen endlich einen Beitrag leisten, um den Wohlfahrtsstaat auf eine solide Basis zu stellen", fordert der Bundesgeschäftsführer abschließend.
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Die Österreichische Post ist der landesweit führende Logistik- und Postdienstleister. Zu den Hauptgeschäftsbereichen zählen die Beförderung von Briefen, Werbesendungen, Printmedien und Paketen. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in zwölf europäischen Ländern.

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Indizes
ATX 3289 -0.04 % 3307 0.53% 03:32:22
DAX 12569 0.06 % 12631 0.49% 04:30:39
Dow 22413 0.19 % 22420 0.03% 04:30:35
Nikkei 20310 0.05 % 20475 0.80% 04:31:58
Gold 1312 0.16 % 1300 -0.93% 04:31:00



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Wien (OTS) - Der 1. Mai, der "Tag der Arbeit" ist in Österreich traditionell ein Feiertag, der Tag der Arbeitslosen am Vortag ein Bedenktag. Denn auch die im europäischen Vergleich zweitniedrigste Rate an arbeitssu-chenden Menschen ist für österreichische Verhältnisse sehr hoch, konkret die zweithöchste in der Zwei-ten Republik. Was denken die ÖsterreicherInnen, welche Maßnahmen könnten mithelfen, die Arbeitslo-senquote in Österreich zu senken?
Der zwölfte Volkshilfe Sozialbarometer hat das Meinungsbild zu vier Maßnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und zur sozialen Absicherung arbeitsloser Menschen erhoben. Die Ergebnisse zeugen generell von einem breiten Bewusstsein in der Bevölkerung, wie wichtig die Unterstützung der Betroffe-nen in Zeiten von Arbeitslosigkeit ist. Rund 70% der ÖsterreicherInnen unterstützen die konkreten Maß-nahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit.
Zwtl.: Mehr Beratung und Weiterbildung
Mehr als sieben von zehn Befragten (72%) stimmen sehr oder ziemlich zu, dass das Angebot an Bera-tung und Weiterbildung für Arbeitslose ausgebaut werden sollte.
Zwtl.: Maßnahmen für ältere Arbeitslose und Langzeitarbeitslose
Weiters werden Maßnahmen zur Unterstützung besonders betroffener Gruppen von rund 7 von 10 Be-fragten befürwortet: So sind 73% dafür, dass es für ältere Arbeitslose, die vor der Regelpension stehen, mehrjährige adäquat bezahlte Arbeitsplätze in Beschäftigungsprojekten geben soll. Und 70% sprechen sich dafür aus, dass Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, einen Anspruch auf einen öffentlich geförderten gemeinnützigen Arbeitsplatz haben sollen.
Zwtl.: Je konkreter die Angebote, desto besser für die Betroffenen!
Bei steigender Arbeitslosigkeit werden adäquate, dauerhafte und stabile Beschäftigungsmöglichkeiten in einem integrativen Arbeitsmarkt immer wichtiger. "Insbesondere für Personengruppen wie Langzeitar-beitslose, Menschen mit Migrationshintergrund, Niedrigqualifizierte oder Menschen mit Behinderung ist es oft besonders schwer, langfristige Beschäftigungsverhältnisse im ersten Arbeitsmarkt zu finden. Um genau diese Personengruppen Integration zu ermöglichen, muss öffentlich geförderte Beschäftigung aufgebaut werden", sagt der Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe, Erich Fenninger. "Sozialökonomische Betriebe und Beratungseinrichtungen leisten hier einen wesentlichen Beitrag, nicht nur in der Integration dieser Menschen in Unternehmen, sondern auch in der Überwindung von Barrieren im Kopf." unterstützt Wolfgang Sperl, Geschäftsführer von Wien Work, die Forderung.
Darüber hinaus fordert Fenninger Qualifizierungsangebote, die an der Lebensrealität der betroffenen Personen orientiert sind sowie ein existenzsicherndes Einkommen und Absicherung bei Arbeitslosigkeit: "Ein Mindestlohn von 1.500 Euro bei Vollzeitbeschäftigung ist ein wichtiges Ziel zur Bekämpfung von Armut und prekärer Beschäftigung, auch diese Forderung erhält breite Zustimmung in der Bevölkerung. Außerdem muss die Nettoersatzrate bei Arbeitslosigkeit angehoben werden. Die Existenz der Menschen muss auch in prekären und schwierigen Situationen gesichert sein"
Zwtl.: Erwerbsarbeit schützt vor Armut und ermöglicht Teilhabe
"Arbeit hat nicht nur einen Einkommensaspekt. Sie stiftet Sinn und Identität. Wer seine Arbeit verliert, dem droht die gesellschaftliche Isolation. Der Jobverlust belastet die Psyche und wird zur Gefahr für die Gesundheit", ist der Bundesgeschäftsführer überzeugt. Jeder Mensch habe ein Recht auf ein selbstbe-stimmtes Leben, das wiederum setze Arbeit voraus, von der man auch leben können muss.
Österreich ist keine Insel, natürlich hinterlässt die langanhaltende Wirtschaftskrise auch in Österreich Spuren. "Österreich hat eine lange Tradition in aktiver Arbeitsmarktpolitik und ist mit der niedrigen Ju-gendarbeitslosigkeit international zu einem Best-practice Beispiel geworden. Finanzielle Mitteln für inno-vative Projekte würde ich mir auch für ältere arbeitssuchende Menschen und für Langzeitarbeitslose wünschen", so Fenninger.
Abschließend ruft Fenninger dazu auf, den Zustand nicht länger hinzunehmen: "Arbeitslosigkeit betrifft derzeit fast eine halbe Million Menschen in Österreich. Diese Situation bedarf umfassender Maßnahmen auch in anderen Politikfeldern", sagt Fenninger und fordert erneut, der Ungleichverteilung entgegenzu-wirken: "Es braucht vermögensbezogene Steuern, um wichtige soziale Aufgaben zu finanzieren. Reiche müssen endlich einen Beitrag leisten, um den Wohlfahrtsstaat auf eine solide Basis zu stellen", fordert der Bundesgeschäftsführer abschließend.
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