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Papierindustrie fordert Ende der Naturverschwendung




APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).
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19.05.2017
Wien (OTS) - „Wenn ein Weg in die falsche Richtung weist, führt keine Reparatur des Belags zum Ziel“, sagt Max Oberhumer, der Präsident von Austropapier zur neuerlich geplanten Kosmetik am Ökostromgesetz. Deshalb fordert die Papierindustrie den „Stopp dieser subventionierten Naturverschwendung“. Die geplanten Änderungen in der beabsichtigten kleinen Ökostromnovelle sind aus Sicht der Branche bloß Stückwerk.
„Im Sinne von Umwelt und Konsumenten brauchen wir eine große Ökostromnovelle“, sagt Oberhumer. Er wendet sich ganz klar gegen den Bau weiterer großer Kraftwerke – wie etwa in Liebenfels/Kärnten oder Graz angedacht - und damit die Verbrennung von Biomasse im großen Stil: „Jedes neue Kraftwerk kommt den Stromkonsumenten teuer zu stehen und entzieht der Papierindustrie weiteren wertvollen Rohstoff. Wir fordern daher die Umstellung auf ein Fördersystem für die effizienteste Technologie – bei dem derjenige den Zuschlag erhält, der die Megawattstunde Ökostrom am günstigsten produzieren kann.“
Holz ist der wichtigste Rohstoff für die Papierindustrie. Die möglichst optimale Verwertung des wertvollen Rohstoffs hat dabei oberste Priorität. Die bei der Zellstoffproduktion anfallenden Restmaterialien werden zu Nebenprodukten – wie zum Beispiel Ausgangsstoffen für die Nahrungsmittel- oder die chemische Industrie. Verbrannt und damit zu Ökostrom und -wärme wird in der Papierfabrik nur noch, was nicht (mehr) stofflich verwertet werden kann. Damit schafft die Papierindustrie die größtmögliche Wertschöpfung von Holz.
Aus Sicht von Austropapier hintertreibt das Ökostromgesetz diese Anstrengungen der Branche, indem es die Verschwendung bzw. Verbrennung von wertvollem Rohstoff weiter subventioniert. „Die Biomasseförderung treibt seit Jahren die Holzkosten der Fabriken in die Höhe. Es wird ständig schwieriger die Rohstoffversorgung mit regionalem Holz sicherzustellen. Immer mehr Holz muss von immer weiter entfernten Orten importiert werden. Jedes neue Biomassekraftwerk gefährdet den Industriestandort Österreich“, erläutert Oberhumer die Position des Branchenverbandes.
Die Papierindustrie produziert selbst Ökostrom, für den sie aber keine Förderungen erhält, weil der eingesetzte Brennstoff hier vom Gesetz ausgeschlossen ist. Österreichs Betriebe stehen dabei in Konkurrenz zu anderen europäischen Standorten, wo der grüne Strom der Papierfabriken sehr wohl gefördert wird. Überdies müssen die heimischen Betriebe die Ökostromförderungen noch mitfinanzieren, wenn sie Strom vom Netz beziehen. Damit erleiden die Papierfabriken mehrfache Standortnachteile.
Max Oberhumer hofft deshalb auf ein neues System, das den Bioökonomiegedanken in den Vordergrund stellt. „Es ist Zeit für eine komplette Neukonzeption und die Umstellung auf ein marktkonformes, effizientes und den EU-Vorgaben entsprechendes System. Die Subvention der Holzverbrennung muss überdacht werden. Künftig sollte nur Holz, das nicht stofflich genutzt werden kann, verbrannt werden. Alles andere wäre eine Ressourcenvergeudung und schädlich für Österreich als nachhaltigen Industriestandort.“

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Nikkei 20130 -0.47 % 20155 0.12% 16:19:19
Gold 1250 -0.04 % 1247 -0.26% 16:19:21



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Wien (OTS) - „Wenn ein Weg in die falsche Richtung weist, führt keine Reparatur des Belags zum Ziel“, sagt Max Oberhumer, der Präsident von Austropapier zur neuerlich geplanten Kosmetik am Ökostromgesetz. Deshalb fordert die Papierindustrie den „Stopp dieser subventionierten Naturverschwendung“. Die geplanten Änderungen in der beabsichtigten kleinen Ökostromnovelle sind aus Sicht der Branche bloß Stückwerk.
„Im Sinne von Umwelt und Konsumenten brauchen wir eine große Ökostromnovelle“, sagt Oberhumer. Er wendet sich ganz klar gegen den Bau weiterer großer Kraftwerke – wie etwa in Liebenfels/Kärnten oder Graz angedacht - und damit die Verbrennung von Biomasse im großen Stil: „Jedes neue Kraftwerk kommt den Stromkonsumenten teuer zu stehen und entzieht der Papierindustrie weiteren wertvollen Rohstoff. Wir fordern daher die Umstellung auf ein Fördersystem für die effizienteste Technologie – bei dem derjenige den Zuschlag erhält, der die Megawattstunde Ökostrom am günstigsten produzieren kann.“
Holz ist der wichtigste Rohstoff für die Papierindustrie. Die möglichst optimale Verwertung des wertvollen Rohstoffs hat dabei oberste Priorität. Die bei der Zellstoffproduktion anfallenden Restmaterialien werden zu Nebenprodukten – wie zum Beispiel Ausgangsstoffen für die Nahrungsmittel- oder die chemische Industrie. Verbrannt und damit zu Ökostrom und -wärme wird in der Papierfabrik nur noch, was nicht (mehr) stofflich verwertet werden kann. Damit schafft die Papierindustrie die größtmögliche Wertschöpfung von Holz.
Aus Sicht von Austropapier hintertreibt das Ökostromgesetz diese Anstrengungen der Branche, indem es die Verschwendung bzw. Verbrennung von wertvollem Rohstoff weiter subventioniert. „Die Biomasseförderung treibt seit Jahren die Holzkosten der Fabriken in die Höhe. Es wird ständig schwieriger die Rohstoffversorgung mit regionalem Holz sicherzustellen. Immer mehr Holz muss von immer weiter entfernten Orten importiert werden. Jedes neue Biomassekraftwerk gefährdet den Industriestandort Österreich“, erläutert Oberhumer die Position des Branchenverbandes.
Die Papierindustrie produziert selbst Ökostrom, für den sie aber keine Förderungen erhält, weil der eingesetzte Brennstoff hier vom Gesetz ausgeschlossen ist. Österreichs Betriebe stehen dabei in Konkurrenz zu anderen europäischen Standorten, wo der grüne Strom der Papierfabriken sehr wohl gefördert wird. Überdies müssen die heimischen Betriebe die Ökostromförderungen noch mitfinanzieren, wenn sie Strom vom Netz beziehen. Damit erleiden die Papierfabriken mehrfache Standortnachteile.
Max Oberhumer hofft deshalb auf ein neues System, das den Bioökonomiegedanken in den Vordergrund stellt. „Es ist Zeit für eine komplette Neukonzeption und die Umstellung auf ein marktkonformes, effizientes und den EU-Vorgaben entsprechendes System. Die Subvention der Holzverbrennung muss überdacht werden. Künftig sollte nur Holz, das nicht stofflich genutzt werden kann, verbrannt werden. Alles andere wäre eine Ressourcenvergeudung und schädlich für Österreich als nachhaltigen Industriestandort.“

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