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Immobilien mit einem weiteren Rekordjahr – wie viele folgen noch? (Christoph Scherbaum)

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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Immobilien erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Die Preisentwicklung ist dementsprechend. Dennoch sind die nun veröffentlichten Zahlen dazu überraschend und werfen die Frage auf, wie lange die Preisentwicklung noch nach oben zeigen kann.

Ein weiteres Rekordjahr. Im Jahr 2016 wurde laut der aktuellen GEWOS-Immobilienmarktanalyse IMA mit Verkäufen im Wert von 225,4 Mrd. Euro ein neuer Rekordumsatz am deutschen Immobilienmarkt erzielt. Die Studie beruht als einzige flächendeckende Studie zum deutschen Immobilienmarkt auf der Erfassung der tatsächlichen Verkäufe.

Gegenüber dem Jahr 2015 erhöhte sich der Geldumsatz um rund 5 Prozent. „2016 war bereits das fünfte Rekordjahr in Folge“, sagt Sebastian Wunsch, bei GEWOS für die IMA verantwortlich. „Seit dem Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich das Umsatzvolumen in Deutschland fast verdoppelt.“ In 2016 lag der Geldumsatz rund 96 Prozent über dem Niveau des Jahres 2009.

Wohnimmobilien sind en Vogue. Laut der Studie dominierten auch 2016 die Verkäufe von Wohnimmobilien das Transaktionsgeschehen. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit Eigenheime, Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Wohnbauland im Wert von rund 161,9 Mrd. Euro gehandelt – ein Anstieg um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Jahr 2009 hat sich der Geldumsatz mit Wohnimmobilien um 84 Prozent erhöht.

Anlageobjekte gefragt. Besonders positiv haben sich in 2016 die Umsätze mit Anlageobjekten, also Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, entwickelt (+10 Prozent bzw. +8 Prozent). An den Teilmärkten für Wohnbauland und Eigenheime fielen die Steigerungen dagegen etwas moderater aus (+6 Prozent bzw. +5 Prozent), die Kauffallzahlen gingen in beiden Segmenten um 1 Prozent zurück.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Preise für Neubauwohnungen in 2016 und die Veränderungsraten seit dem Jahr 2007 für die 20 bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands aufgeführt. Dabei weist München mit 7.200 Euro/qm weiterhin das mit Abstand höchste Preisniveau bei erstverkauften Wohnungen auf.

Eine durchschnittliche 90 qm große Eigentumswohnung kostete in der bayrischen Landeshauptstadt im vergangenen Jahr rund 650.000 Euro, in Stuttgart zahlten Käufer in 2016 immerhin noch rund eine halbe Million Euro für eine Wohnung dieser Größe.

Preisentwicklung für Eigentumswohnungen (Neubau/Erstverkauf) seit 2017
Stadt Kaufpreis 2016 Veränd. 2007-16 Veränd. 2015-16
  in Euro/qm in % in %
München 7.200 +103 +14
Stuttgart 5.500 +91 +8
Frankfurt/Main 4.800 +66 +9
Berlin 4.500 +91 +5
Hamburg 4.400 +77 +6
Münster 4.300 +98 +12
Düsseldorf 4.300 +72 ±0
Köln 4.100 +72 +9
Hannover 4.100 +58 +17
Nürnberg 4.000 +69 +11
Bremen 3.900 +86 +13
Bonn 3.600 +45 +7
Leipzig 3.500 +58 +10
Dresden 3.100 +48 +4
Essen 3.000 +32 +2
Dortmund 2.900 +43 -2
Bochum 2.900 +40 +5
Wuppertal 2.900 +44 +4
Duisburg 2.900 +41 +23
Bielefeld 2.700 +42 +8
Deutschland +74 +8
Quelle: Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, GEWOS

Weiter, immer weiter. GEWOS prognostiziert für 2017 und 2018 weitere Umsatzsteigerungen am deutschen Markt. Im Bereich Wohnimmobilien dürften sich die Umsätze um 6 Prozent in 2017 und um weitere 2 Prozent in 2018 erhöhen. Die Preisdynamik bleibt auch im laufenden und im kommenden Jahr bestimmend für die Marktentwicklung, die Transaktionen von Wohnimmobilien dürften um 1 Prozent bzw. 2 Prozent zurückgehen.

FAZIT. Es bleibt die Frage, ob die Entwicklung der letzten Jahre tatsächlich so weiter gehen kann und wird. Aus demografischer Sicht kommen in den nächsten Jahren immer mehr Immobilien auf den Markt, ohne dass die Nachfrage Schritt halten dürfte. Als Geldanlage, vor allem mit langfristigem Charakter dürften daher nur noch wenige Objekte geeignet sein.

Grundsätzlich halten wir uns beim Thema langfristiger Vermögensaufbau an drei Säulen: Solide Aktien, Gold und ggf. die selbstgenutzte Immobilie. Alles andere ist für eine Privatperson mit zu vielen Unwägbarkeiten verbunden. Dabei ist das Klumpenrisiko stets zu beachten. Anleger sollten in keinem Einzelinvestment mehr als 50 Prozent ihres Vermögens unterbringen, auch nicht der Immobilie.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

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(26.09.2017)

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ATX 3383 0.42 % 3385 0.05% 23:50:54
DAX 12991 0.01 % 13006 0.11% 23:50:54
Dow 23329 0.71 % 23324 -0.02% 23:50:54
Nikkei 21458 0.04 % 21495 0.17% 23:50:54
Gold 1282 -0.41 % 1281 -0.12% 22:59:56



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Immobilien mit einem weiteren Rekordjahr – wie viele folgen noch? (Christoph Scherbaum)


Immobilien erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Die Preisentwicklung ist dementsprechend. Dennoch sind die nun veröffentlichten Zahlen dazu überraschend und werfen die Frage auf, wie lange die Preisentwicklung noch nach oben zeigen kann.

Ein weiteres Rekordjahr. Im Jahr 2016 wurde laut der aktuellen GEWOS-Immobilienmarktanalyse IMA mit Verkäufen im Wert von 225,4 Mrd. Euro ein neuer Rekordumsatz am deutschen Immobilienmarkt erzielt. Die Studie beruht als einzige flächendeckende Studie zum deutschen Immobilienmarkt auf der Erfassung der tatsächlichen Verkäufe.

Gegenüber dem Jahr 2015 erhöhte sich der Geldumsatz um rund 5 Prozent. „2016 war bereits das fünfte Rekordjahr in Folge“, sagt Sebastian Wunsch, bei GEWOS für die IMA verantwortlich. „Seit dem Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich das Umsatzvolumen in Deutschland fast verdoppelt.“ In 2016 lag der Geldumsatz rund 96 Prozent über dem Niveau des Jahres 2009.

Wohnimmobilien sind en Vogue. Laut der Studie dominierten auch 2016 die Verkäufe von Wohnimmobilien das Transaktionsgeschehen. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit Eigenheime, Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Wohnbauland im Wert von rund 161,9 Mrd. Euro gehandelt – ein Anstieg um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Jahr 2009 hat sich der Geldumsatz mit Wohnimmobilien um 84 Prozent erhöht.

Anlageobjekte gefragt. Besonders positiv haben sich in 2016 die Umsätze mit Anlageobjekten, also Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen, entwickelt (+10 Prozent bzw. +8 Prozent). An den Teilmärkten für Wohnbauland und Eigenheime fielen die Steigerungen dagegen etwas moderater aus (+6 Prozent bzw. +5 Prozent), die Kauffallzahlen gingen in beiden Segmenten um 1 Prozent zurück.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Preise für Neubauwohnungen in 2016 und die Veränderungsraten seit dem Jahr 2007 für die 20 bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands aufgeführt. Dabei weist München mit 7.200 Euro/qm weiterhin das mit Abstand höchste Preisniveau bei erstverkauften Wohnungen auf.

Eine durchschnittliche 90 qm große Eigentumswohnung kostete in der bayrischen Landeshauptstadt im vergangenen Jahr rund 650.000 Euro, in Stuttgart zahlten Käufer in 2016 immerhin noch rund eine halbe Million Euro für eine Wohnung dieser Größe.

Preisentwicklung für Eigentumswohnungen (Neubau/Erstverkauf) seit 2017
Stadt Kaufpreis 2016 Veränd. 2007-16 Veränd. 2015-16
  in Euro/qm in % in %
München 7.200 +103 +14
Stuttgart 5.500 +91 +8
Frankfurt/Main 4.800 +66 +9
Berlin 4.500 +91 +5
Hamburg 4.400 +77 +6
Münster 4.300 +98 +12
Düsseldorf 4.300 +72 ±0
Köln 4.100 +72 +9
Hannover 4.100 +58 +17
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Bremen 3.900 +86 +13
Bonn 3.600 +45 +7
Leipzig 3.500 +58 +10
Dresden 3.100 +48 +4
Essen 3.000 +32 +2
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Quelle: Gutachterausschüsse für Grundstückswerte, GEWOS

Weiter, immer weiter. GEWOS prognostiziert für 2017 und 2018 weitere Umsatzsteigerungen am deutschen Markt. Im Bereich Wohnimmobilien dürften sich die Umsätze um 6 Prozent in 2017 und um weitere 2 Prozent in 2018 erhöhen. Die Preisdynamik bleibt auch im laufenden und im kommenden Jahr bestimmend für die Marktentwicklung, die Transaktionen von Wohnimmobilien dürften um 1 Prozent bzw. 2 Prozent zurückgehen.

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