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15.09.2015, 3689 Zeichen

Topnews aus Deutschland

Flüchtlinge dominieren

Deutschland hat wie andere EU-Länder wieder Grenzkontrollen eingeführt, um den Zustrom von Menschen aus Krisengebieten über die Türkei und die Balkanroute in den Griff zu bekommen. Derweil hat Wirtschaftsminister Gabriel vor bis zu einer Million Flüchtlingen gewarnt, die allein in diesem Jahr nach Deutschland kommen könnten. Ministerpräsidenten verschiedener Bundesländer hatten signalisiert, dass die Kapazitäten nahezu erschöpft sind. Der Ministerpräsident von Thüringen, Ramelow, verteidigte gestern die neuen Kontrollen. Immer mehr Flüchtlinge seien nicht registriert worden, das könne auf Dauer nicht gut gehen, warnte er. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann geht davon aus, dass die Grenzkontrollen Monate anhalten werden. Deutsche sollten sich an das Tragen von Ausweisen gewöhnen. 

Topnews aus den Regionen

Europa:

Der frühere griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat angekündigt, die gegenwärtigen Vereinbarungen mit den Geldgebern umzusetzen. Damit widersprach er seiner Ankündigung neuer Verhandlungen, die er erst kürzlich gemacht hatte. In einem Fernsehduell mit dem konservativen Herausforderer Meimarakis hat Tsipras zudem eine große Koalition in Athen ausgeschlossen. Entweder werde es eine konservative oder eine progressive Regierung geben, sagte er. Meimarakis hingegen forderte eine "politische Nationalmannschaft", um die Krise zu lösen, und schloss ein Bündnis mit den Linken nicht aus. Die jüngste Umfrage in Griechenland legt nahe, dass die konservative Nea Dimokratia derzeit mit Syriza gleichauf liegt. Beide Parteien würden im Falle einer unmittelbaren Wahl auf 31,6% der Stimmen kommen. 

Asien:

Der industrielle Output Chinas ist im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,1% gestiegen, nach 6,0% im Vormonat. Volkswirte hatten ein Wachstum von bis zu 6,5% erwartet. Dabei hat sich vor allem die Lage im Bergbau weiter verschlechtert und die Belebung im verarbeitenden Gewerbe fiel geringer aus als erhofft. Die Investitionstätigkeiten sanken im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bausektor. Demgegenüber blieben die Investitionen in die Infrastruktur stabil. Die Umsätze im chinesischen Einzelhandel stiegen im August im Jahresvergleich um 10,8%. Volkswirte hatten nur mit 10,6% gerechnet. Die Zuwachsrate im August stieg auf den höchsten Stand des Jahres, allerdings liegen seit Beginn 2015 die Wachstumsraten im Einzelhandel unter 11% und damit auf einem Niveau wie zuletzt 2003.

FX Market Outlook

Das erste Mal seit fünf Zinssenkungen hat die Zentralbank Russlands (CBR) ihren Leitzins am vergangenen Freitag nicht angerührt und unverändert bei 11,0% belassen. Der Grund für diese auch von den meisten Volkswirten erwartete Pause im Lockerungszyklus war die neuerliche Rubelschwäche, die sich negativ auf den Inflationsausblick auswirkt. Die Notenbank bestätigte zwar das Vorhandensein kurzfristiger Treiber für die Inflation, rechnet aber im Grundsatz immer noch mit einem deutlichen Inflationsrückgang Anfang des Jahres 2016.

Zudem hat die Notenbank den Wachstumsausblick für die russische Wirtschaft weiter deutlich nach unten korrigiert. Die CBR geht nun von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 3,9% bis 4,4% im Jahr 2015 aus. Zuvor lautete die Prognose noch -3,2%. Auch im Jahr 2016 soll ein Rückgang erfolgen. Die Währungshüter erwarten eine Schrumpfung um 0,5 bis 1,0%. Die Abwärtskorrektur ist nicht zuletzt einem reduzierten Ausblick für die Ölpreise geschuldet. So nimmt die CBR an, dass die Ölpreise in den nächsten drei Jahren bei rund 50 US-Dollar je Barrel verharren werden. Der doch sehr pessimistische Ausblick der russischen Notenbank dürfte die meisten Volkswirte überraschen. 



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    Zudem hat die Notenbank den Wachstumsausblick für die russische Wirtschaft weiter deutlich nach unten korrigiert. Die CBR geht nun von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 3,9% bis 4,4% im Jahr 2015 aus. Zuvor lautete die Prognose noch -3,2%. Auch im Jahr 2016 soll ein Rückgang erfolgen. Die Währungshüter erwarten eine Schrumpfung um 0,5 bis 1,0%. Die Abwärtskorrektur ist nicht zuletzt einem reduzierten Ausblick für die Ölpreise geschuldet. So nimmt die CBR an, dass die Ölpreise in den nächsten drei Jahren bei rund 50 US-Dollar je Barrel verharren werden. Der doch sehr pessimistische Ausblick der russischen Notenbank dürfte die meisten Volkswirte überraschen. 



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