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Paul Severin, EAM, gibt dem ATX kein gutes Langfristzeugnis (25 Jahre ATX)

Bild: © Daniel Hinterramskogler, Paul Severin, Erste Sparinvest

Autor:
25 Jahre ATX

Rund um "25 Jahre ATX" haben wir im Dezember 2015 und Jänner 2016 eine grossangelegte Audioproduktion mit dem Ziel einer Fest-CD gemacht. Infos unter http://www.boerse-social.com/25jahreatx . Hier täglich ein Interview transkribiert. Wichtig: Diese Interviews wurden nicht für Print gemacht.

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04.04.2016, 12439 Zeichen

About: Für die CD-Produktion http://www.boerse-social.com/25jahreatx wurden 33 Telefon-Interviews geführt. Hier täglich ein Interview transkribiert. Heute: Paul Severin, Erste Asset Management.. Wichtig: Diese Interviews wurden nicht für Print gemacht, die Transkripte sind ein Versuch. Die Audio-Version des Severin-Interviews findet man unter "25 Jahre ATX: Paul Severin: "Von 10 Punkten würde ich 3-4 Punkte für den Börsenplatz Wien vergeben, leider!" das Set "Shirt und Doppel-CD" in der "Ich war dabei!"-Version hat am 9.3. das Funding-Ziel von 100 erreicht, es kann noch bis 14.4. bestellt werden (HIER die Namen der Besteller und die Details des Angebots). 

Frage (Peter Heinrich): Bitte um kurze Vorstellung.

Paul Severin: Paul Severin, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Investmentkommunikation der Erste Asset Management in Wien und ich bin auch Vorstandsmitglied der Österreichischen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management.
 
Der ATX feiert ein Jubiläum und wird 25 Jahre. Sie sprechen ja nicht nur für die Erste, sondern sind ein hervorragender Finanz- und Bilanzanalyst, Sie kennen den Kapitalmarkt in- und auswendig, waren in vielen Positionen, waren vorher bei Pioneer, kommen aus dem Portfoliomanagement einer Privatbank und Sie sind bei der ÖVFA. Wie sehen Sie denn die Lage des Österreichischen Kapitalmarkts und die der Wiener Börse derzeit?
 
Man muss sagen, dass die Wiener Börse leider in den letzten Jahren gegenüber anderen europäischen Aktienindizes hinterherhinkt, speziell, wenn man es vergleicht gegen den deutschen Index natürlich. Über die letzten 5 Jahre sind wir 60 Prozentpunkte zurück. 2015 sah es etwas besser aus, da sind wir praktisch gleichauf. Allerdings, man muss sagen, dass Wien eine sehr turbulente Vergangenheit hinter sich hat und sehr hohe Kursausschläge vorzuweisen hat, was andere Börsen so nicht hatten.
 
Lässt sich das erklären? Warum klebt der ATX so stark bei seine 2500er Marke? Wie ein Magnet zieht der ATX diese Marke fast an. Also es gab ja am 9.7. 2007 intraday für kurze Zeit die 5000er Marke, auf Schlusskursbasis hat er es nie geschafft, dann runter, mühsam hoch eben auf diese Marke, auf die Hälfte, alle anderen Indizes sind schon längst oben bei neuen Rekorden, kann man sowas erklären?
 
Man muss sagen, der ATX ist halt ein sehr kleiner kapitalisierter Index, das heißt, die größten 5 Aktien dominieren den Index mit fast 60, 70%, dazu zählen eben die Schwergewichte wie die Erste Bank selber, die fast 20% alleine vom Index ausmacht, dann kommt schon die OMV, also unser Energiewert, unser Energieriese wenn man so will, der in Zentral- und Osteuropa tätig ist, der rund 13% ausmacht, dann andere zyklische Titel wie die voestalpine, eine Industriewert, und die Andritz usw und dann ist natürlich die Abhängigkeit vom ATX sehr stark auf wenige Einzeltitel fokussiert, nicht so wie vielleicht in breiteren Indizes, wie im EuroStoxx 50 oder den Dow Jones Indizes, sondern hängen eben von sehr unternehmensspezifischen Faktoren ab und darunter leidet ein bisserl der Kapitalmarkt generell, weil er einfach nicht diese Tiefe vorzeigt, wie andere Börsen das haben.
 
Müsste man dann über eine neue Zusammensetzung oder andere Gewichtung nachdenken, also eine Hausaufgabe für das Komitee sozusagen?
 
Es gibt Indizes, die man sogar angepasst hat. Sie wissen ja auch, selbst die Fondsmanager, es gibt einige größere Österreichische Aktienfonds, die natürlich, wenn man das Investmentfondsgesetz nimmt, dürfen ja maximal zehn Prozent in einen einzelnen Wert investieren, das ist vom Gesetz her vorgesehen, das heißt, sie können diesen Index eigentlich gar nicht nachbilden, also nicht benchmarkneutral sich positionieren, da gibt es eigene Indizes, die man versucht hat aufzusetzen. Ich glaube wichtiger wäre es, dass man versucht, mehr Unternehmen an die Börse zu bringen und das ist ein Unterfangen, wo die Wiener Börse ich glaube sehr aktiv ist, aber sie tut sich sehr schwer in Österreich, weil das ein sehr familienunternehmenlastiges Land ist, die Unternehmen zu überzeugen von den Vorteilen des Kapitalmarkts.
 
Als sich der Vorhang der Ostgrenzen öffnete, war es ja klar, ein logischer Schritt für Österreich, die Chance zu ergreifen, auch für viele Firmen, und in den CEE Raum zu gehen. Die Wiener Börse ging auch mit, doch viele Firmen, inklusive Banken, haben sich auch bös die Finger verbrannt. Ist das in der Summe trotzdem als positiv zu bewerten?
 
Also ich denke, Wien hat sich da speziell im Banken und durchaus am Versehrungsbereich wenn man anschaut, VIG oder auch die Uniqa Versicherung und die Banken, natürlich die 3 großen Banken, Bank Austria ist jetzt Teil der UniCredit Group und die Raiffeisen und Erste Bank, die haben sich schon sehr stark positionieren können und haben Wien zum Finanzzentrum durchaus für die Region etablieren können. Wir hängen aber natürlich auch entsprechend von den Entwicklungen in bestimmten Ländern ab, wie bei der Erste Bank war es Rumänien speziell, die Raiffeisen, die sehr expansiv auch weiter Richtung Osten geschaut hat - natürlich hängt jetzt auch von der Russlandsituation ab mehr als andere Länder und so atmet natürlich der Kapitalmarkt auch mit wie die Einschätzung zu den Ostbörsen generell von den Marktteilnehmern gesehen wird. Und diese Euphorie, die da 2007/2008 zu spüren war, wo der ATX noch bei 5000 Punkten war, faktisch doppelt so viel wie heute, diese Euphorie ist weg und ist einer gewissen Ernüchterung gewichen, heißt aber nicht, dass sich die Situation großartig fundamental verändert hat, nur wird diese Wachstumschance, diese Konvergenz wo man damals erhofft hat, das heißt das Aufholen der Volkswirtschaften in den Nachbarländern, das Aufschließen zu Märkten wie Österreich oder Deutschland, diese Euphorie ist gewichen einer Ernüchterung und eher längerfristigen Chance, die es gilt noch zu heben.
 
Also braucht es noch einfach Zeit?
 
Es braucht Zeit und eben es ist derzeit nicht die Zeit von den kleinkapitalisierteren Titeln und auch in Osteuropa sind die Strukturen nicht so, dass wir so die großen Multis haben, diese Global Player, sondern es sind eher dann lokale Unternehmer, die sukzessive erst ihre Fühler ausstrecken und auch sozusagen sich in Europa wiederfinden und diese Asset Kategorie, Small Caps, ist derzeit noch nicht en vogue und ich glaube, es fehlt einfach noch ein bisserl noch die Zündung für Wien auch. Unter anderem meine ich schon, dass Russland diese Problematik hat, diese Russlandsaktionen, die hängen auch indirekt über Wien, weil wir doch sehr starke Bindungen aufgebaut hatten.
 
Ist das so? Wie sehen Sie denn den internationalen Blick der Investoren auf die Wiener Börse? Also wir machen ja täglich zwei Marktberichte, Früh und Abends, auch über den ATX. Ich habe so den Eindruck, wenn es eine schlechte Ostnachricht gibt, dann leidet der ATX, obwohl es eigentlich keinen direkten Zusammenhang gibt.
 
Es wird schon sehr gerne noch als Proxy genommen an der Wiener Börse. Es gibt wenige, die diese Ostexposure mitbringen wie Wien, man muss sagen, die Erste Bank und OMV und weiter diese Titel, oder Raiffeisen, da hat man sozusagen den Vorteil eines Eurostaates, einer Euronotiz, und auch die Liquidität und die Benchmarks sind in den Developed Indizes drinnen, und da sind schon viele Investoren, die spielen halt die Wiener Börse so als Ostphantasie.
 
Ziehen wir ein Fazit, 25 Jahre ATX, ein Grund zu feiern, Kritik gab es jetzt auch von Ihnen. Wenn es so einen Feierindex geben würde von 0 bis 10 Punkten, wieviele Punkte würden Sie dem ATX geben?
 
Wenn ich mich zurückerinnere, ich habe ja selber im Jahr 1992 begonnen als Portfolio Manager, auch für Wien, und das war sozusagen gerade in der Phase, wo der ATX getauft wurde und wo die Derivatebörse, wirklich, da waren wir federführend, da war Wien ein Zentrum, wo wirklich viele Innovationen stattgefunden haben, viele M&A Aktivitäten, viel Kapitalmarkt Know-how wirklich vorhanden war. Wenn ich das vergleiche mit der Situation jetzt, sehe ich das ein bisserl nüchtern. Leider muss man sagen es gab wie Sie wissen über diese ganzen Immobilienaktienthemen immer wieder Skandale, die Wien irgendwie erschüttert haben und dazu geführt haben, dass der Finanzmarkt geschwächt wurde. Es sind Analysehäuser wie eben natürlich in der Bank Austria, ein ganz ein großer Marktteilnehmer, hat Research outgesourct, es ist eher deutlich geschwächt, ich würde es Moment bei 3-4 sehen, leider nur. Auch die Politik, das muss man auch sagen, hat auch ihr Scherflein dazu beigetragen, dass der Kapitalmarkt generell nicht so positiv gesehen wird, wie es eigentlich sein sollte.
 
Eine Schlussfrage habe ich noch, Blick in die Zukunft natürlich. Nochmal 25 Jahre – ist das zu schaffen? Es kommt ja auch Konkurrenz. Wie sehen Sie die Konkurrenz der großen FinTech-Wellen, des OTC Handels, der großen amerikanischen Internetkonzerne, die zB jetzt auch Bankenlizenzen haben, Google, Amazon, Facebook? Da wird ja anscheinend die ganze Landschaft irgendwo umgedreht und Banken in Österreich, die eine oder andere löst sich ja auch schon auf?
 
Naja, das FinTech Thema ist ein sehr spannendes. Was wir beobachten ist, es ist die Wertpapiercommunity in Österreich eine überschaubare. Wir sind ein Land der konservativen Sparer, ich muss jetzt sagen, obwohl die Zinsen praktisch bei Null sind, sind die Geldvermögen in Österreich auf einem extrem hohen Niveau und die Gelder gehen eher in Immobilien als in Wertpapiere, da gilt es wirklich noch sehr viel an Aufklärung zu machen und es gäbe eigentlich viele Möglichkeiten um Unterstützung auch seitens der Regierung vielleicht das eine oder andere Zuckerl für Aktieninvestoren auch zu geben um einfach das Bewusstsein zu schaffen, halt, wenn ich langfristiger veranlagen will und meine Pensionslücke, die sich auch jetzt aufgetan hat, nachdem man jetzt ein Pensionskonto ja bekommen hat, jeder Österreicher weiß, was er an Pension zu erwarten hat, nur mit dem alternativen Veranlagen außerhalb vom Sparbuch zu erwirtschaften dann glaube ich wäre noch extrem viel Potenzial da  und ich sehe das mit den FinTechs. Natürlich beobachten wir das, aber ich sehe das nicht so dramatisch eigentlich, weil einfach dieses Wertpapierthema noch viel zu stiefmütterlich in den Köpfen der Österreicher verankert ist.
 

Börsevorstand Michael Buhl über ATX, ÖTOB, Osteuropa, Banken, FinTechs (25 Jahre ATX)

 


(04.04.2016)

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    Lässt sich das erklären? Warum klebt der ATX so stark bei seine 2500er Marke? Wie ein Magnet zieht der ATX diese Marke fast an. Also es gab ja am 9.7. 2007 intraday für kurze Zeit die 5000er Marke, auf Schlusskursbasis hat er es nie geschafft, dann runter, mühsam hoch eben auf diese Marke, auf die Hälfte, alle anderen Indizes sind schon längst oben bei neuen Rekorden, kann man sowas erklären?
     
    Man muss sagen, der ATX ist halt ein sehr kleiner kapitalisierter Index, das heißt, die größten 5 Aktien dominieren den Index mit fast 60, 70%, dazu zählen eben die Schwergewichte wie die Erste Bank selber, die fast 20% alleine vom Index ausmacht, dann kommt schon die OMV, also unser Energiewert, unser Energieriese wenn man so will, der in Zentral- und Osteuropa tätig ist, der rund 13% ausmacht, dann andere zyklische Titel wie die voestalpine, eine Industriewert, und die Andritz usw und dann ist natürlich die Abhängigkeit vom ATX sehr stark auf wenige Einzeltitel fokussiert, nicht so wie vielleicht in breiteren Indizes, wie im EuroStoxx 50 oder den Dow Jones Indizes, sondern hängen eben von sehr unternehmensspezifischen Faktoren ab und darunter leidet ein bisserl der Kapitalmarkt generell, weil er einfach nicht diese Tiefe vorzeigt, wie andere Börsen das haben.
     
    Müsste man dann über eine neue Zusammensetzung oder andere Gewichtung nachdenken, also eine Hausaufgabe für das Komitee sozusagen?
     
    Es gibt Indizes, die man sogar angepasst hat. Sie wissen ja auch, selbst die Fondsmanager, es gibt einige größere Österreichische Aktienfonds, die natürlich, wenn man das Investmentfondsgesetz nimmt, dürfen ja maximal zehn Prozent in einen einzelnen Wert investieren, das ist vom Gesetz her vorgesehen, das heißt, sie können diesen Index eigentlich gar nicht nachbilden, also nicht benchmarkneutral sich positionieren, da gibt es eigene Indizes, die man versucht hat aufzusetzen. Ich glaube wichtiger wäre es, dass man versucht, mehr Unternehmen an die Börse zu bringen und das ist ein Unterfangen, wo die Wiener Börse ich glaube sehr aktiv ist, aber sie tut sich sehr schwer in Österreich, weil das ein sehr familienunternehmenlastiges Land ist, die Unternehmen zu überzeugen von den Vorteilen des Kapitalmarkts.
     
    Als sich der Vorhang der Ostgrenzen öffnete, war es ja klar, ein logischer Schritt für Österreich, die Chance zu ergreifen, auch für viele Firmen, und in den CEE Raum zu gehen. Die Wiener Börse ging auch mit, doch viele Firmen, inklusive Banken, haben sich auch bös die Finger verbrannt. Ist das in der Summe trotzdem als positiv zu bewerten?
     
    Also ich denke, Wien hat sich da speziell im Banken und durchaus am Versehrungsbereich wenn man anschaut, VIG oder auch die Uniqa Versicherung und die Banken, natürlich die 3 großen Banken, Bank Austria ist jetzt Teil der UniCredit Group und die Raiffeisen und Erste Bank, die haben sich schon sehr stark positionieren können und haben Wien zum Finanzzentrum durchaus für die Region etablieren können. Wir hängen aber natürlich auch entsprechend von den Entwicklungen in bestimmten Ländern ab, wie bei der Erste Bank war es Rumänien speziell, die Raiffeisen, die sehr expansiv auch weiter Richtung Osten geschaut hat - natürlich hängt jetzt auch von der Russlandsituation ab mehr als andere Länder und so atmet natürlich der Kapitalmarkt auch mit wie die Einschätzung zu den Ostbörsen generell von den Marktteilnehmern gesehen wird. Und diese Euphorie, die da 2007/2008 zu spüren war, wo der ATX noch bei 5000 Punkten war, faktisch doppelt so viel wie heute, diese Euphorie ist weg und ist einer gewissen Ernüchterung gewichen, heißt aber nicht, dass sich die Situation großartig fundamental verändert hat, nur wird diese Wachstumschance, diese Konvergenz wo man damals erhofft hat, das heißt das Aufholen der Volkswirtschaften in den Nachbarländern, das Aufschließen zu Märkten wie Österreich oder Deutschland, diese Euphorie ist gewichen einer Ernüchterung und eher längerfristigen Chance, die es gilt noch zu heben.
     
    Also braucht es noch einfach Zeit?
     
    Es braucht Zeit und eben es ist derzeit nicht die Zeit von den kleinkapitalisierteren Titeln und auch in Osteuropa sind die Strukturen nicht so, dass wir so die großen Multis haben, diese Global Player, sondern es sind eher dann lokale Unternehmer, die sukzessive erst ihre Fühler ausstrecken und auch sozusagen sich in Europa wiederfinden und diese Asset Kategorie, Small Caps, ist derzeit noch nicht en vogue und ich glaube, es fehlt einfach noch ein bisserl noch die Zündung für Wien auch. Unter anderem meine ich schon, dass Russland diese Problematik hat, diese Russlandsaktionen, die hängen auch indirekt über Wien, weil wir doch sehr starke Bindungen aufgebaut hatten.
     
    Ist das so? Wie sehen Sie denn den internationalen Blick der Investoren auf die Wiener Börse? Also wir machen ja täglich zwei Marktberichte, Früh und Abends, auch über den ATX. Ich habe so den Eindruck, wenn es eine schlechte Ostnachricht gibt, dann leidet der ATX, obwohl es eigentlich keinen direkten Zusammenhang gibt.
     
    Es wird schon sehr gerne noch als Proxy genommen an der Wiener Börse. Es gibt wenige, die diese Ostexposure mitbringen wie Wien, man muss sagen, die Erste Bank und OMV und weiter diese Titel, oder Raiffeisen, da hat man sozusagen den Vorteil eines Eurostaates, einer Euronotiz, und auch die Liquidität und die Benchmarks sind in den Developed Indizes drinnen, und da sind schon viele Investoren, die spielen halt die Wiener Börse so als Ostphantasie.
     
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    Wenn ich mich zurückerinnere, ich habe ja selber im Jahr 1992 begonnen als Portfolio Manager, auch für Wien, und das war sozusagen gerade in der Phase, wo der ATX getauft wurde und wo die Derivatebörse, wirklich, da waren wir federführend, da war Wien ein Zentrum, wo wirklich viele Innovationen stattgefunden haben, viele M&A Aktivitäten, viel Kapitalmarkt Know-how wirklich vorhanden war. Wenn ich das vergleiche mit der Situation jetzt, sehe ich das ein bisserl nüchtern. Leider muss man sagen es gab wie Sie wissen über diese ganzen Immobilienaktienthemen immer wieder Skandale, die Wien irgendwie erschüttert haben und dazu geführt haben, dass der Finanzmarkt geschwächt wurde. Es sind Analysehäuser wie eben natürlich in der Bank Austria, ein ganz ein großer Marktteilnehmer, hat Research outgesourct, es ist eher deutlich geschwächt, ich würde es Moment bei 3-4 sehen, leider nur. Auch die Politik, das muss man auch sagen, hat auch ihr Scherflein dazu beigetragen, dass der Kapitalmarkt generell nicht so positiv gesehen wird, wie es eigentlich sein sollte.
     
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