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Inbox: Ausblick: Für eine Kaufempfehlung von Aktien ist es noch zu früh


08.07.2018

Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: In den letzten Handelstagen kam der starke Aktienmarktrückgang der letzten Wochen zum Stillstand und eine Erholungsbewegung setzte ein. Positiv ist zu vermerken, dass Neuwahlen in DE vermieden werden konnten, zunehmend einflussreiche US-Institutionen (Chamber of Commerce, General Motors, etc.) sich gegen die Handelspolitik des Präsidenten aussprechen, und im Autostreit USA/EU brachte der US-Botschafter in Deutschland die Möglichkeit eines Kompromisses bei entsprechendem EU-Entgegenkommen ins Spiel. Wir erwarten zwar weiterhin keine rasche Entspannung im Handelsstreit, im Gegenteil, ein weiteres Aufschaukeln der martialischen Rhetorik entspräche eher dem derzeitigen US-Stil. Und mit heute Freitag wurde mit dem Aktivieren der US-Handelssanktionen gegen China (vorerst rund USD 34 Mrd., mit weiteren 16 Mrd. voraussichtlich am 13. Juli) und entsprechenden Gegensanktionen Chinas der nächste Schritt im eskalierenden Handelsstreit getan (worauf weitere US-Zölle folgen dürften).

Für eine Kaufempfehlung/Übergewichten von Aktien erscheint es uns deshalb nach wie vor zu früh – dazu würde eine neuerliche Eskalation im Handelsstreit, der die Märkte noch einmal absacken lässt, dann eine bessere Gelegenheit bieten, und bis zu den US-Wahlen am 6. November ist dafür noch Zeit genug.

Die Stabilisierung an den internationalen Märkten in den letzten Tagen legt aber nahe, dass der Marktrückgang der letzten Wochen jetzt schon einiges an negativer Erwartung eingepreist hat. Außerdem hat unser VIX-basiertes Aktienmodell mit Schlusskurs gestern ein erstes kurzfristiges Kaufsignal gegeben, und in Kürze beginnt die (voraussichtlich neuerlich sehr positiv ausgefallene) US-Berichtssaison (Alcoa 18. Juli). Damit eine kurzfristige Markterholung den Gewinn aus unserem Aktienverkauf von Mitte Juni nicht wieder zu Nichte macht, nehmen wir unsere mittelfristige Empfehlung mit dieser Aussendung für alle gecoverten Aktienmärkte von „Verkauf“ auf „Halten“ zurück und nehmen auch in unserer kurzfristigen „Multi Asset Strategy“ die Untergewichtung vom 19. Juni auf Neutral zurück (zu Lasten Staatsanleihen). Eine weitere Kurserholung würde anschließend bessere Niveaus für einen neuerlichen kurzfristigen Verkauf bieten, während wir einen langfristigen Kauf (wie oben beschrieben) erst auf tieferen Kursen in Betracht ziehen würden (oder wenn die Gefahr eines Handelskriegs tatsächlich nachhaltig abgewandt wurde).

Aktien auf dem Radar:Strabag, EVN, Rosenbauer, Warimpex, FACC, Polytec Group, voestalpine, UBM, CA Immo, OMV, VIG, Semperit, DO&CO, SW Umwelttechnik, Verbund, Wolford, Wolftank-Adisa, Wiener Privatbank, Zumtobel, Oberbank AG Stamm, Immofinanz, S Immo.

(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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