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Österreichische Aufsichtsräte werden unterdurchschnittlich bezahlt

04.11.2019

Ein Vergleich von 243 kapitalmarktorientierten Unternehmen in Österreich und Deutschland ergab, dass die Aufsichtsratsvergütung in Deutschland etwa um ein Drei- bis Vierzehnfaches höher ist als in Österreich. Gleichzeitig führen gestiegene Anforderungen zu einem erhöhten Aufwand für die Aufsichtsräte: Sie tagen durchschnittlich mehr - bis zu sechs Mal pro Jahr - als die gesetzliche Mindestvorgabe von vier Mal pro Jahr. Die Abarbeitung der umfangreichen Aufgabenstellungen wird zunehmend in Aufsichtsratsausschüsse ausgelagert. Das zeigt eine Studie der Johannes Kepler Universität Linz, die im Rahmen des Corporate Governance Monitor 2019 die Ausgaben für Corporate Governance und die Arbeit im Aufsichtsrat analysiert hat. Aus dem Corporate Governance Monitor 2019 geht hervor, dass in Österreich die durchschnittliche Vergütung für eine Person im Aufsichtsrat zwischen 14.000 und 23.000 Euro im Jahr beträgt - im Vergleich dazu liegt der Wert in Deutschland um ein Vielfaches höher: zwischen 68.000 und 171.000 Euro. Erhebliche Unterschiede bestehen auch in der Vergütung des Aufsichtsrats im Verhältnis zu jener des Vorstands: Ein Vorstand verdient in Österreich im Durchschnitt das 24- bis 26-fache im Vergleich zur durchschnittlichen Aufsichtsratsvergütung, in Deutschland liegt dieser Wert beim 18-Fachen.

Ewald Aschauer, Studienleiter und Professor für Systemstabilität, Wirtschaftsprüfung & Unternehmensüberwachung am Institut für Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung der Johannes Kepler Universität Linz: "Unsere Erhebung der Kennzahlen zeigt klar, dass trotz der gestiegenen Intensität der Aufsichtsratstätigkeit der Aufwandersatz im internationalen Vergleich nach wie vor unterdurchschnittlich ist."

Der Corporate Goverance Monitor 2019, ein Forschungsprojekt der Johannes Kepler Universität in Kooperation mit dem Board Service Center unterstützt von der B&C Privatstiftung, bietet einen quantitativen Einblick in die Führungssysteme deutscher und österreichischer Unternehmen. Ein Teil der Studie befasst sich auch mit den Ausgaben für Corporate Governance und der Arbeit im Aufsichtsrat.

Der gesetzliche Auftrag und die Verantwortung von Aufsichtsräten haben sich in den letzten zehn Jahren entscheidend gewandelt. Neben der Kontrollfunktion sind Aufsichtsräte auch in strategische Entscheidungsprozesse von Unternehmen eingebunden. Gleichzeitig haben auch die Haftungsrisiken zugenommen. Infolgedessen sind auch die Anforderungen an die fachliche Qualifikation und der Zeitaufwand für Aufsichtsräte gestiegen.

Für Aschauer ist eine Erhöhung der Aufsichtsratsentgelte in Österreich unumgänglich: "Nach unserer Ansicht sollte sich die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat an der durchschnittlichen Vergütung eines Vorstandsmitglieds orientieren. Am österreichischen Aktienmarkt wird aktuell nur 31,4 Prozent einer durchschnittlichen Vorstandsmitgliedsvergütung für den gesamen Aufsichtsrat ausgegeben."

"Nicht nur das Arbeitsvolumen nimmt zu, sondern auch die Themen, mit denen der Aufsichtsrat heute befasst ist, haben mittlerweile einen sehr hohen Spezialisierungsgrad erreicht. Wir besetzen die Aufsichtsräte in unseren Kernbeteiligungen nicht nur mit eigenen, sondern auch mit externen Fachleuten, um den Unternehmen die Hilfestellung zu geben, die sie für ihre Entwicklung benötigen", meint B&C-Vorstand Wolfgang Hofer.




 

Bildnachweis

1. Banknoten, Euro, 5, 10, 20, 50 100, 200, 500 - https://www.pexels.com/de/foto/geld-banknoten-kasse-euro-63635/

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Autor
Christine Petzwinkler
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