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voestalpine-Management zur aktuellen Situation, News von Wienerberger, Frequentis, Marinomed, Valneva und Porr, dazu Research zu VIG, Erste, RBI, UBM (Christine Petzwinkler)

voestalpine hat Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekanntgegeben, die deutlich von den Handelskonflikten und der Covid-19 Pandemie gezeichnet sind. Der Umsatz des Konzerns verringerte sich konjunkturbedingt um 6,2 Prozent auf 12,7 Mrd. Euro. Der Ergebnis-Rückgang fiel aufgrund von internen Sondereffekten (Werthaltigkeitsprüfungen, außerplanmäßigen Abschreibungen) stärker aus. Das EBITDA ging im Jahresvergleich um 24,5 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro zurück, das EBIT ist, wie bereits Anfang April angekündigt, negativ und verringerte sich von 779 Mio. Euro auf -89 Mio. Euro, liegt aber damit über dem angekündigten Wert von "etwa -135 Mio. Euro". Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf -216 Mio. Euro (2018/19: 459 Mio. Euro). Für das laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen von einem tieferen EBITDA in der Spanne von 600 Mio. Euro bis 1 Mrd. Euro aus. Das Q1 werde noch vom Lockdown geprägt sein, man gehe aber von einer Konjunkturerholung im 2. Halbjahr aus. Bei der virtuellen Pressekonferenz wurden die Bereiche Bahninfrastruktur und Hochregal-Systeme positiv hervorgestrichen, beide Bereich seien gut ausgelastet. Seit der aktuellen Woche seien auch wieder alle Werke in Betrieb, derzeit werde gemeinsam mit den Kunden hochgefahren, so CEO Herbert Eibensteiner. In China (wo 600 Mio. des Umsatzes herkommen) sei die Auslastung wieder nahe 100 Prozent.
Derzeit konzentriere man sich auf das Kosten-und Working Capital-Management sowie die Cashflow-Generierung, wie es heißt. Die Investitionen sollen im laufenden Geschäftsjahr auf rund 600 Mio. Euro runtergefahren werden. Derzeit seien ca. 16.000 Mitarbeiter in Kurzarbeitmodellen (in Ö, D und anderen Ländern). Abgebaut wurden in erster Linie Leasing-Mitarbeiter. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Mitarbeiter abgebaut werden müssen.
Man werde weitere Kapazitätsanpassungen vornehmen müssen - speziell in den Bereichen Flugzeug, Öl und Gas sowie Automobil. Im Bereich Automobil ist es laut CEO Eibensteiner entscheidend, wie schnell der Konsum wieder anspringt und wie die Konjuktur angekurbelt wird.
Positives kommt von CFO Robert Ottel: Er geht davon aus, dass die voestalpine als strukturell bestens aufgestelltes Unternehmen besser aus der Krise kommen wird als so mancher Wettbewerber. Eibensteiner ergänzt: "Wir haben ein klares Bekenntnis zu Innovation, zu Qualität und besetzen Nischen und diese Eigenständigkeit wird unserer Meinung nach dazu führen, dass wir gestärkt aus der Krise herauskommen werden."
Das Unternehmen will eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie (Vorjahr 1,1 Euro) ausschütten. "Wir haben uns entschlossen, eine an die aktuelle Situation angepasste Dividende zu zahlen und eine gewisse Kontinuität
diesbezüglich sicherzustellen. Es sind auch 15 Prozent der Mitarbeiter Aktionäre", betont Eibensteiner bei der virtuellen Pressekonferenz.
voestalpine ( Akt. Indikation:  19,46 /19,54, 6,02%)

Die Marinomed Biotech AG steigt mit ihren Carragelose®-Produkten in Italien ein. Der neue Vermarktungspartner Fidia Farmaceutici Spa wird Nasensprays auf Carragelose®-Basis ab Herbst 2020 am italienischen Markt anbieten. Im Jahr darauf sollen auch die oralen Carragelose®-Produkte wie Rachensprays und Pastillen für über 60 Millionen ItalienerInnen verfügbar sein. Zudem habe man mit der Sanova Pharma GesmbH den ersten Vertriebspartner für Carravin unter Vertrag genommen. Carravin verbindet den Angaben zufolge die Vorteile eines schnell wirksamen abschwellenden Nasensprays mit der antiviralen Wirkung von Carragelose®. Der Marktstart ist nach erfolgter bibliografischer Zulassung des Produktes für 2021 geplant. Neben der Expansion in neue Märkte arbeitet Marinomed konsequent an der Weiterentwicklung ihrer Produkte und Plattformen. Dazu zählt insbesondere die Erweiterung der Produktpipeline: „Neu in unserer Pipeline sind vier Marinosolv®-Projekte für unterschiedliche Anwendungsgebiete der Atemwege und im Bereich Magen-Darm“, so CSO Eva Prieschl-Grassauer. Bei der Carragelose®-Plattform ist eine klinische Phase I für eine Inhalationslösung als akute Behandlung von viralen Lungenentzündungen in Vorbereitung. „Dabei soll sowohl die Wirksamkeit des Polymers Carragelose® beim Auslöser SARS-CoV-2 als auch bei anderen Atemwegsviren getestet werden“, so Eva Prieschl-Grassauer.
Marinomed Biotech ( Akt. Indikation:  93,50 /95,50, 1,61%)

Wienerberger hat eine Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio. Euro bei institutionellen Investoren platziert. Die Anleihe mit einer Stückelung von 100.000 Euro je Schuldverschreibung hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen jährlichen Kupon von 2,750 Prozent vom Nennbetrag. Die Anleihe war den Angaben zufolge rund zweieinhalbmal überzeichnet war. Rund 90 Prozent der Anleihe wurden bei internationalen institutionellen Investoren platziert, die restlichen 10 Prozent bei institutionellen Investoren im Heimatmarkt Österreich.
Wienerberger ( Akt. Indikation:  19,25 /19,30, 2,47%)

Porr wurde mit der Planung und dem Bau des Abschnitts Borki Wielkie – Mrągowo der Schnellstraße S16 zwischen Olsztyn und Ełk in Polen beauftragt. Die Realisierung des rund 13 km langen Schnellstraßenabschnitts sowie der Umfahrungsstraße Mrągowo soll innerhalb von drei Jahren erfolgen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 115 Mio. Euro (PLN 509 Mio.).
Porr ( Akt. Indikation:  15,30 /15,48, 2,06%)

Der Impfstoffentwickler Valneva hat vollständige Daten aus der klinischen Phase-1-Studie seines Chikungunya-Impfstoffkandidaten VLA1553 in der Fachzeitschrift "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlicht. Valneva hat den Angaben zufolge bereits über das erfolgreiche Ergebnis seines End-of-Phase-2-Meetings mit der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) im Februar 2020 berichtet und bereitet sich nun darauf vor, später in diesem Jahr klinische Phase-3-Studien in den USA einzuleiten.
Valneva ( Akt. Indikation:  3,77 /3,85, 0,79%)

Zum weiteren Ausbau der Such- und Rettungsdienste und der Sicherheit auf See entschied sich die griechische Küstenwache für ein integriertes Kommunikationssystem von Frequentis und Space Hellas. Die Lösung optimiert die Arbeitsschritte der Lotsen, durch eine verbesserte Lageerkennung und eine Vereinfachung in der Entscheidungsfindung. Im Ernstfall können damit Menschenleben schneller gerettet werden, teilt Frequentis mit.
Frequentis ( Akt. Indikation:  17,80 /18,08, -1,18%)

Die HSBC bestätigt die Hold-Empfehlung für die Vienna Insurance Group und reduziert das Kursziel von 27,4 auf 21,2 Euro. Goldman Sachs bleibt bei der Erste Group auf "Kaufen" und hebt das Kursziel von 23,0 auf 26,0 Euro an, bei RBI bleiben die Goldman-Analysten auf "Neutral" mit angepasstem Kursziel von 15,0 Euro (davor 13,00 Euro). Die RCB reduziert die UBM von "Buy" auf "Hold" und kürzt das Kursziel von 54,0 auf 43,0 Euro.
VIG ( Akt. Indikation:  19,26 /19,42, 0,52%)
Erste Group ( Akt. Indikation:  21,94 /21,98, 3,10%)
RBI ( Akt. Indikation:  17,33 /17,43, 2,54%)
UBM ( Akt. Indikation:  37,00 /37,50, -3,25%)

(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 03.06.)

(03.06.2020)



 

Bildnachweis

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Die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG ist mit einem betreuten Vermögen von mehr als 22 Mrd. Euro und über 230 Mitarbeitenden (per 30.6.2019) Österreichs führende Vermögensverwaltungsbank. Die eigenständige österreichische Vollbank ist darüber hinaus auch in den Ländern Zentral- und Osteuropas, in Italien und Deutschland tätig. Als 100-prozentige Tochter der Liechtensteinischen Landesbank AG (LLB), Vaduz profitiert die LLB Österreich zusätzlich von der Stabilität und höchsten Bonität ihrer Eigentümerin.

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