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Im News-Teil: Verbund-Management zu Zahlen und Strategie, Zahlen von Palfinger und Amag, OMV mit Deal, UIAG wechselt in die Auktion, Research zu ams, VIG und Uniqa (Christine Petzwinkler)

Die Covid-19-Krise hat sich auf Stromverbrauch und -Preise ausgewirkt. "Ende Mai wurde ein um 15 Prozent geringerer Stromverbrauch verzeichnet, jetzt liegen wir immer noch bei einem Minus von 10 Prozent zum Vorjahr", veranschaulicht Verbund CEO Wolfgang Anzengruber bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Neben Covid sorgte aber auch eine niedrigere Wasserführung für einen Rückgang der Kennzahlen. Konkret sank das EBITDA im Halbjahresvergleich um 6,8 Prozent auf 639,0 Mio. Euro. Das Konzernergebnis reduzierte sich um 8,2 Prozent auf 310,4 Mio. Euro, die Umsatzerlöse gingen um 14,1 Prozent auf 1.714,0 Mio. Euro zurück. Dennoch: An den Investitionsprojekten wird festgehalten. Der Großteil der Investitionen betrifft Effizienzsteigerungs- oder Erweiterungsprojekte der bestehenden Kraftwerke. "So lässt sich im Schnitt eine Output-Steigerung von 25 Prozent erzielen", so der CEO. Eines der größten Effizienzsteigerungs-Projekte erfolgt beim Wasserkraftwerk im deutschen Tögingen. In das Projekt fließen 250 Mio. Euro. Allerdings: "Bessere energiepolitische Rahmenbedingungen würden noch viel mehr Investitionen auslösen", merkt Anzengruber an und nennt u.a. das Erneuerbaren Ausbaugesetz oder eine Harmonisierung der CO2-Bepreisung, so wie die Verabschiedung einer Wasserstoffstrategie als Beispiele "für längst fällige Umsetzungen". Was allerdings auf sicheren Beinen steht, ist die Finanzierung. "Der Zugang zum Kapitalmarkt ist intakt", so Anzengruber. Dafür würde mitunter das gute Rating und die niedrige Verschuldung sorgen, erklärt dazu auch CFO Peter Kollmann. Neben den Effizienzsteigerungs-Investitionen steht auch die Übernahe des Gas Connect-Anteils der OMV auf der Agenda. Die Transaktion soll heuer noch über die Bühne gehen, so Anzengruber. Details werden nicht verrraten. Dass u.a dafür in diesem Jahr noch Kapital aufgenommen werden könnte, will CFO Peter Kollmann nicht ausschließen, "die Konditionen sind derzeit sehr günstig". Und noch zum Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2020 geht man von einem EBITDA zwischen rund 1.150 und 1.250 Mio. Euro und einem Konzernergebnis zwischen rund 510 und 570 Mio. Euro aus.
Verbund ( Akt. Indikation:  44,84 /44,98, 0,65%)

Auch in den Palfinger-Halbjahreszahlen hinterlässt die Covid-19 Pandemie ihre Spuren. Der Konzernumsatz ging um 18,3 Prozent auf 729,8 Mio Euro zurück, das EBITDA verringerte sich um 29 Prozent auf 84,8 Mio Euro, das operative Ergebnis (EBIT) ging von 83,3 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2019 auf nunmehr 38,7 Mio Euro zurück. Das Konzernergebnis liegt bei 15,1 Mio. Euro vs. 43,6 Mio Euro im 1. Halbjahr 2019. CEO Andreas Klauser gibt sich hinsichtlich weiterer Entwicklung optimistisch: "Die Märkte stabilisieren sich, die Visibilität verbessert sich". Die Erholung vor allem der europäischen Wirtschaft geht mit einer erhöhten Nachfrage einher: Das Auftragsbuch der Palfinger AG liegt weitgehend auf dem Niveau von Ende 2019. "Unter der Voraussetzung, dass es zu keinen weiteren externen Schockmomenten kommt, peilt das Management für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatz von 1,5 Mrd. Euro an", erklärt Klauser. (2019: 1,75 Mrd.)
Palfinger ( Akt. Indikation:  21,70 /21,85, -1,47%)

Zahlen gibt es auch von Amag: Die Pandemie führte beim Aluminium-Konzern vor allemzu einer schwächeren Kundennachfrage aus den Bereichen Luftfahrt, Automobil und Handel. Dies wirkte sich im Halbjahr mit einem Umsatzminus von 16,4 Prozent auf 463,8 Mio. Euro aus. Neben einem geringeren Absatz hinterließ auch der geringere Aluminiumpreis (1.622 nach 1.850 USD/t) seine Spuren. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von 41,7 Mio. Euro betrug das Betriebsergebnis (EBIT) 17,6 Mio. Euro (1. Halbjahr 2019: 31,3 Mio.), das Ergebnis nach Ertragsteuern 12,4 Mio. Euro (1. Halbjahr 2019: 18,9 Mio.). Zum Ausblick heißt es seitens des Unternehmens: "Nach einem soliden 1. Halbjahr wird auf Basis der aktuellen Auftragslage nach derzeitiger Einschätzung eine EBITDA-Bandbreite von 80 bis 100 Mio. Euro im Gesamtjahr 2020 als wahrscheinlich eingestuft." (EBITDA in 2019: 143, Mio. Euro). Die Analysten der Baader Bank bestätigen nach Zahlenbekanntgabe die Add-Empfehlung und das Kursziel in Höhe von 29,0 Euro für Amag. Die Zahlen waren solide und besser als erwartet, so die Analysten.
Amag ( Akt. Indikation:  25,60 /26,10, -1,34%)

Sonatrach, die nationale staatliche Ölgesellschaft Algeriens, und die OMV haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um potenzielle Upstream Möglichkeiten zu ermitteln, bei denen beide Parteien gemeinsam in Explorations-, Erschließungs- und Produktionsprojekte in Algerien investieren können, wie die OMV mitteilt. Es geht um das Interesse beider Parteien, nach der Verabschiedung eines neuen algerischen Kohlenwasserstoffgesetzes Kooperationsmöglichkeiten zu prüfen, wie es heißt.
OMV ( Akt. Indikation:  27,66 /27,74, -3,69%)

Die Industrieholding Unternehmens Invest Aktiengesellschaft (UIAG) wechselt das Marktsegment an der Wiener Börse. Mit Wirkung ab dem 1. September 2020 sollen die Aktien in das Marktsegment standard market auction (Auktionshandel) einbezogen werden, teilt die Gesellschaft mit.
UIAG ( Akt. Indikation:  0,00 /0,00, -100,00%)

Research: Die Erste Group bestätigt die Vienna Insurance Group mit Kaufen, nimmt aber das Kursziel von 29,0 auf 25,0 Euro zurück und bei Uniqa von 9,7 auf 6,3 Euro und das Rating von Akkumulieren auf Halten. Kepler Cheuvreux belässt ams nach Zahlen auf "Buy" mit Kursziel 30,0 Franken. Barclays hat ams mit "Underweight" und Kursziel 11,00 Franken bestätigt. Die Credit Suisse hat die Einstufung für ams auf "Outperform" mit Kursziel von 21,0 Franken belassen.
VIG ( Akt. Indikation:  18,98 /19,08, -2,01%)
Uniqa ( Akt. Indikation:  5,45 /5,48, -3,27%)
AMS ( Akt. Indikation:  14,79 /14,84, 1,28%)

(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 30.07.)

(30.07.2020)



 

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