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16.09.2020

Kurse jagen. Selbst wenn der ausklingende Sommer gerade einen wieder äußerst angenehmen finalen Anlauf nimmt, der Börsensommer sollte vorbei sein. Die Umsätze müssten wieder steigen, die Kurse sich flink der jeweiligen Nachrichtenlage anpassen, Börsen eben wieder Börsen sein. Ist aber definitiv nicht der Fall. Umsätze fallen noch weiter, Fundamentaldaten bleiben egal, Robinhood treibt die Kurse wie eh und je. Dünne Märkte werden noch dünner.

Es scheint, als ob gerade das „Home-Office-Feeling“ mit der Isolationspolitik in friedlicher Zweisamkeit zufrieden auf der Parkbank sitzt. Der Rest ist etwas für Börsianer, die es halt nicht besser wissen. Während sich in USA die Beweise häufen, dass der japanische Tech-Fonds-Riese Softbank mit einer schlanken 30 Mrd. US-Dollar Optionen-Wette die halbe Nasdaq samt deren Broker vor sich her treibt, und man dies als „dann ist das ebenso“ akzeptiert, nehmen Europas Börsen zum gefühlt x-ten Mal den BREXIT ernst und üben sich, Covid-19 trainiert, in stiller Depression. Seitens der EU Politik kommt ebenso wenig Neues. Die Rettung des Planeten erfolgt definitiv über Berliner Wohnbaustadträte und selbst Hilferufe der deutschen Automobilindustrie um wenigstens die vordergründigsten Dummheiten aus politischen Anordnungen auszuklammern werden noch immer mit pauschalen Schuldvorwürfen beantwortet. Die Unsch uldsvermutung gilt schon lange nicht mehr. Wir kennen das.

Wer an der Objektivität zweifelt nur ein paar Beispiele betreffend die Fragezeichen hinter der Motivation extrem zögerlichen Verhaltens: Die Flugindustrie ruft schon des Längeren nach alternativen Kraftstoffen. Nachdem sich ein batteriebetriebenes Flugzeug bis zur Entwicklung kleinerer und leistungsstärkerer Batterien mit einer ökonomischen Traglast noch länger wohl kaum in die Lüfte erheben wird, ist die Technologie für synthetische Kraftstoffe bereits seit Jahrzehnten bekannt, umweltschonend und an Tagen wo die Sonne scheint und zusätzlich der Wind weht ein Garant dafür durch ihren Energiebedarf auch die Netze zu entlasten. Weder umgesetzt, noch angedeutet, noch evaluiert - nada.

Die Autoindustrie bemerkt und warnt schon seit Langem, dass, wenn die Forderungen nach E-Mobility ernsthaft umgesetzt werden sollen, es an so ziemlich Allem mangelt, was daher die Umsetzung solcher Forderungen ins absurd Unmögliche abdriften liesse. Da wäre beispielsweise der globale Lithium-Bedarf. Allein die Batterien von Volkswagen würden in zwei Jahren die Ressourcen des Planeten an ihre Grenzen treibend erschöpfen. Umweltschäden ausgeklammert. Dem Planeten hingegen mit einer stärkeren CO²-Vermeidung bei kalorischen Kraftwerken den Druck zu nehmen schafft die Lobby-Hürde aber nicht. Die einzigen herkömmlichen Alternativen, Atomkraft und Wasserkraft, sind politisch ungewollt. Pech. Falsche Seite. Argumente vor verstopften Ohren. Alternativen wie die Wasserstoff-Technologie gelten beim LKW-Schwerverkehr bereits als technisch etabliert, umgesetzt soll aber erst in einigen Jahren werden. Da hat man’s nicht mehr so eilig, o bwohl es die Versorgungsinfrastruktur im Gegensatz zu den Millionen Ladestationen bei E-Mobility, bereits in Kürze gäbe. Übrigens, zum Thema Feinstaub hat sich mittlerweile kaum mehr ein Lüftchen geregt, nachdem man währen der Corona-Lock Downs feststellen musste, dass sich diese Werte trotz Verkehrsstillstands kaum geändert hatten und sich mittlerweile die Feinstaub Hot-Spots, wie zuvor bereits mehrmals unerhört gerufen, gerade an den Fahrradwegen und über den Rinderfarmen konzentrieren, weil neben Schwerindustrie vor Allem Gummiabrieb und Ammoniak plus Schwefeloxid und nicht der Diesel den Staub verursachen. Und, hoppala, Fahrradgummis sind weicher als Autoreifen. Ach ja, weil beim Thema, wer sorgt im Gegenzug dafür, dass sich die noch immer herumstotternden uralten Ruß-Schleudern nicht endlich ein Service leisten müssen? Die vor etlichen Jahren so begehrten „Chips“ zur Scharfstellung der Einspritzdüsen bei Dieselmotoren auf Strafe stellen? Das wäre doch ein Feinstaub-Säuberungsprozess ohne Kraftaufwand. Jeder moderne Dieselmotor saugt nachweislich bereits mehr Feinstaub an, als er ausstößt. Kommt da auch einmal eine Erkenntnis, oder ist das Thema sinnentleert abgehakt?

Und last, but definitely not least, MiFID II. Wir haben dieses unsägliche Finanzregulierungspaket seit mehr als zwei Jahren an der Backe und nichts, wirklich nichts ist daraus positiv entstanden. Kein Transparenzgewinn, keine reduzierten Kosten, keine höhere Effizienz. Genau das Gegenteil wurde erreicht. Jetzt soll sich endlich eine Task Force der EU um die Neugestaltung kümmern und wann? Im ersten Halbjahr 2021! Jeder Covid-19-Kurzarbeiter mit Bräunungsstufe „Marokko“ erstickt halb am Lachkrampft ob einer solchen Trödelei.

So viel zum Thema: Wir wissen nicht, warum Europa (und auch Österreich) so schlecht performt gegenüber USA, China, …

(Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 16.09.)




 

Bildnachweis

1. Wolfgang Matejka

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    Klar wissen wir, warum die europäischen Börsen, auch Österreich, Underperformer sind ... (Wolfgang Matejka)


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    Die Autoindustrie bemerkt und warnt schon seit Langem, dass, wenn die Forderungen nach E-Mobility ernsthaft umgesetzt werden sollen, es an so ziemlich Allem mangelt, was daher die Umsetzung solcher Forderungen ins absurd Unmögliche abdriften liesse. Da wäre beispielsweise der globale Lithium-Bedarf. Allein die Batterien von Volkswagen würden in zwei Jahren die Ressourcen des Planeten an ihre Grenzen treibend erschöpfen. Umweltschäden ausgeklammert. Dem Planeten hingegen mit einer stärkeren CO²-Vermeidung bei kalorischen Kraftwerken den Druck zu nehmen schafft die Lobby-Hürde aber nicht. Die einzigen herkömmlichen Alternativen, Atomkraft und Wasserkraft, sind politisch ungewollt. Pech. Falsche Seite. Argumente vor verstopften Ohren. Alternativen wie die Wasserstoff-Technologie gelten beim LKW-Schwerverkehr bereits als technisch etabliert, umgesetzt soll aber erst in einigen Jahren werden. Da hat man’s nicht mehr so eilig, o bwohl es die Versorgungsinfrastruktur im Gegensatz zu den Millionen Ladestationen bei E-Mobility, bereits in Kürze gäbe. Übrigens, zum Thema Feinstaub hat sich mittlerweile kaum mehr ein Lüftchen geregt, nachdem man währen der Corona-Lock Downs feststellen musste, dass sich diese Werte trotz Verkehrsstillstands kaum geändert hatten und sich mittlerweile die Feinstaub Hot-Spots, wie zuvor bereits mehrmals unerhört gerufen, gerade an den Fahrradwegen und über den Rinderfarmen konzentrieren, weil neben Schwerindustrie vor Allem Gummiabrieb und Ammoniak plus Schwefeloxid und nicht der Diesel den Staub verursachen. Und, hoppala, Fahrradgummis sind weicher als Autoreifen. Ach ja, weil beim Thema, wer sorgt im Gegenzug dafür, dass sich die noch immer herumstotternden uralten Ruß-Schleudern nicht endlich ein Service leisten müssen? Die vor etlichen Jahren so begehrten „Chips“ zur Scharfstellung der Einspritzdüsen bei Dieselmotoren auf Strafe stellen? Das wäre doch ein Feinstaub-Säuberungsprozess ohne Kraftaufwand. Jeder moderne Dieselmotor saugt nachweislich bereits mehr Feinstaub an, als er ausstößt. Kommt da auch einmal eine Erkenntnis, oder ist das Thema sinnentleert abgehakt?

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