09.06.2021, 2455 Zeichen
Die Immofinanz reagiert mit einer Entgegnung auf die Stellungnahme der S Immo-Gremium zum laufenden Angebot. „Die Argumente der S Immo im Rahmen der Stellungnahme zum Übernahmeangebot entsprechen nicht den Fakten. Dem Vorstand der S Immo geht es offenbar um die Abwehr des Übernahmeangebots und dies ist nicht im Interesse der S Immo-Aktionäre. Das Angebot weist für die S Immo-Aktionäre eine sichere Struktur und Abwicklung auf – wie auch von der Übernahmekommission nochmals explizit in einer Aussendung vom 8. Juni bestätigt worden ist. Die Kommission unterstreicht darin, bei der Prüfung vor allem auf den Schutz der Beteiligungspapierinhaber sowie das Gleichbehandlungs- und Transparenzgebot geachtet zu haben. Der Vorstand der S Immo soll daher nicht länger versuchen, das Angebot zu verhindern, indem er den Hauptversammlungsbeschluss zur Abschaffung des Höchststimmrechts ablehnt. Vielmehr müssen die S Immo-Aktionäre die Möglichkeit erhalten, in voller Kenntnis der Sachlage über die Annahme des Angebots selbst zu entscheiden “, sagt Immofinanz CFO Stefan Schönauer.
Weiters meint die Immofinanz: "Der Angebotspreis für die S Immo-Aktien in Höhe von 22,25 Euro je Aktie ist nicht nur angesichts der historischen Kursentwicklung und der Kursziele von Analysten höchst attraktiv. Vielmehr bietet die Immofinanz mit dem aktuellen Angebotspreis auch im Vergleich zum Erwerb ihres S Immo-Aktienpakets im Jahr 2018 zu 20,0 Euro je Aktie mit 40,3% eine höhere Prämie auf den 6-Monats-Durchschnittskurs als damals. Darüber hinaus erscheint ein höherer Aktienkurs in einem Stand-alone-Szenario der S Immo mehr als fraglich. Die S Immo verfügt nicht über die nötige operative Ertragsstärke (FFO 1), um höhere Kursziele zu erhalten, wie durch Analysteneinschätzungen deutlich nachvollziehbar ist. Diesen Rückstand zu Vergleichsunternehmen können auch angekündigte Aufwertungen des Portfolios in Deutschland und Österreich nicht kompensieren. Die vom S Immo-Vorstand in den Raum gestellte mögliche Investition von bis zu einer Milliarde Euro u.a. in den CEE-Raum zur Verbesserung des FFO 1 unterliegt hingegen erheblichen Transaktionsrisiken – etwa hinsichtlich zeitnaher Umsetzung und Verfügbarkeit attraktiver Investitionsmöglichkeiten. Auch würde sich damit das Investment- und das Verschuldungsprofil der S Immo risikoreicher als bisher gestalten. Das könnte das kommunizierte Ziel der S Immo, ein Investment Grade Rating zu erhalten, negativ beeinflussen."
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