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Immofinanz - Gewinn im 1. Quartal geringer, Ausblick gibt es im Laufe des Jahres

Magazine aktuell


#gabb aktuell



24.05.2022, 3822 Zeichen

Die Immofinanz verbucht im 1. Quartal ein Konzernergebnis von 72,4 Mio. Euro, nachdem es im Vergleichsquartal des Vorjahres von einer Aufwertung des Anteils an der S Immo deutlich positiv beeinflusst war (Q1 2021: 123,1 Mio. Euro). Der FFO 1 vor Steuern, der keine Bewertungseffekte inkludiert, entwickelte sich mit 34,4 Mio. Euro stabil (Q1 2021: 34,5 Mio. Euro). Der Vermietungsgrad lag bei 94,4 Prozent (31. Dezember 2021: 95,1%). Die Retail-Immobilien waren zu 98,4 Prozent vermietet. Die Bruttorendite des Bestandsportfolios betrug 5,9 Prozent auf Basis der IFRS-Mieterlöse und 6,2 Prozent auf Basis der Mietvorschreibung.  Der Substanzwert EPRA NTA je Aktie erhöhte sich per 31. März 2022 um 0,6 Prozent auf 29,37 Euro nach 29,19 Euro Ende Dezember 2021. Der Buchwert je Aktie lag bei 26,94 Euro (31. Dezember 2021: 27,44 Euro). Das Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilien in Höhe von -0,7 Mio. Euro (Q1 2021: 1,0 Mio. Euro) basiere – wie regelmäßig im Q1 und Q3 eines Geschäftsjahres – auf einer internen Bewertung, so das Unternehmen. 

Die IFRS-Mieterlöse beliefen sich im 1. Quartal auf 70,2 Mio. Euro und lagen damit leicht unter dem von einem positiven Einmaleffekt geprägten Vorjahresniveau (Q1 2021: 74,8 Mio. Euro). Dabei handelte es sich laut Immofinanz um eine Abschlagszahlung eines Großmieters für eine pandemiebedingte Flächenreduktion. Bereinigt um diesen Einmaleffekt in Höhe von 6,7 Mio. Euro erwirtschaftete die Immofinanz im 1. Quartal deutliche Zuwächse: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Mieterlöse um 3,1 Prozent, der Wert aus dem Q4 2021 wurde um 2,8 Prozent übertroffen. Diese positive Entwicklung spiegelte sich auch im Anstieg der like-for-like Mieterlöse (bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Fertigstellungen) um 4,3% auf 64,0 Mio. Euro im Vergleich zum Q1 2021 wider.

„Das kräftige Like-for-like Mietwachstum unterstreicht die optimale Aufstellung unseres Portfolios: Der Mix aus für die Konsumenten leistbarem Retail und hochqualitativen, innovativen und flexiblen Office-Lösungen erfüllt die Anforderungen unserer Mieter sowie deren Kunden und Mitarbeiter “, sagt Vorstand Dietmar Reindl. „Dabei zeigte die Mehrzahl der Märkte – angeführt von Österreich – eine positive Entwicklung. Insgesamt legten die Like-for-like-Mieterlöse im Bürobereich um 2,9% und im Retail sogar auf 5,6% zu, was die Kraft unserer Marken STOP SHOP und myhive eindrucksvoll belegt.“

Vorstand Stefan Schönauer: „Unsere Eigenkapitalquote hat sich seit Jahresbeginn auf rund 52 Prozent erneut verbessert und die Verschuldung liegt – gemessen am Netto-Loan-to-Value – bei sehr konservativen 32,7 Prozent. Rund 90 Prozent unserer Finanzverbindlichkeiten sind zudem gegen steigende Zinsen abgesichert – dies spiegelt sich auch positiv in unserem Finanzergebnis wider und unterstreicht unsere effektive Absicherungsstrategie. Im aktuellen Umfeld ist dies ein entscheidender Vorteil.“ 

Im Rahmen eines Kontrollwechselereignisses kam es Ende April 2022 zu Rückzahlungen von Unternehmensanleihen, was zu einem Liquiditätsabfluss von insgesamt 568,8 Mio. Euro geführt hat. Wie am 26. April 2022 adhoc mitgeteilt, hat die Höhe dieser Rückzahlungen Auswirkungen auf den ursprünglich von der Immofinanz gegebenen Ausblick zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2022. Die Guidance wurde daher zurückgenommen und der Vorstand bewertet die voraussichtliche Geschäftsentwicklung neu. Es ist geplant, eine aktualisierte Guidance für die finanziellen Jahreszielsetzungen für das Geschäftsjahr 2022 im weiteren Jahresverlauf zu veröffentlichen, wie es heißt.

Die ordentliche Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2021 findet am 12. Juli 2022 statt und wird als virtuelle Hauptversammlung im Sinne der COVID-19-Verordnung stattfinden. Der Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2021 wird rechtzeitig vor der Hauptversammlung bekannt gegeben, heißt es.

 



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Autor
Christine Petzwinkler
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    Die Immofinanz verbucht im 1. Quartal ein Konzernergebnis von 72,4 Mio. Euro, nachdem es im Vergleichsquartal des Vorjahres von einer Aufwertung des Anteils an der S Immo deutlich positiv beeinflusst war (Q1 2021: 123,1 Mio. Euro). Der FFO 1 vor Steuern, der keine Bewertungseffekte inkludiert, entwickelte sich mit 34,4 Mio. Euro stabil (Q1 2021: 34,5 Mio. Euro). Der Vermietungsgrad lag bei 94,4 Prozent (31. Dezember 2021: 95,1%). Die Retail-Immobilien waren zu 98,4 Prozent vermietet. Die Bruttorendite des Bestandsportfolios betrug 5,9 Prozent auf Basis der IFRS-Mieterlöse und 6,2 Prozent auf Basis der Mietvorschreibung.  Der Substanzwert EPRA NTA je Aktie erhöhte sich per 31. März 2022 um 0,6 Prozent auf 29,37 Euro nach 29,19 Euro Ende Dezember 2021. Der Buchwert je Aktie lag bei 26,94 Euro (31. Dezember 2021: 27,44 Euro). Das Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilien in Höhe von -0,7 Mio. Euro (Q1 2021: 1,0 Mio. Euro) basiere – wie regelmäßig im Q1 und Q3 eines Geschäftsjahres – auf einer internen Bewertung, so das Unternehmen. 

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    Im Rahmen eines Kontrollwechselereignisses kam es Ende April 2022 zu Rückzahlungen von Unternehmensanleihen, was zu einem Liquiditätsabfluss von insgesamt 568,8 Mio. Euro geführt hat. Wie am 26. April 2022 adhoc mitgeteilt, hat die Höhe dieser Rückzahlungen Auswirkungen auf den ursprünglich von der Immofinanz gegebenen Ausblick zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2022. Die Guidance wurde daher zurückgenommen und der Vorstand bewertet die voraussichtliche Geschäftsentwicklung neu. Es ist geplant, eine aktualisierte Guidance für die finanziellen Jahreszielsetzungen für das Geschäftsjahr 2022 im weiteren Jahresverlauf zu veröffentlichen, wie es heißt.

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