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Impact Investing: Mutter Erde und der Zukunftswald, ÖsterreicherInnen und die Klimakonferenz COP27

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Ja, auch Mutter Erde hat im Zeitalter der Künstlichen Intelligenzen eine Website – und das ist gut so! Die Initiative Mutter Erde wurde bereits 2014 vom Österreichischen Rundfunk und den führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen Österreichs ins Leben gerufen. Gemeinsames Ziel ist es, Nachhaltigkeit zum Thema zu machen, zu informieren und natürlich auch Gelder für Umweltschutzprojekte zu sammeln, also Fundraising zu betreiben.

Angesprochen mit den 1230 Geschichten, die zu 1230 gepflanzten Bäumen werden und somit den Zukunftswald bestücken, ist eine – wie ich finde – sehr schöne Initiative, aus der obendrein ein tolles Werk entstanden ist: „Lest das!“, so der Titel dieses wundervollen Buches, das Beiträge von knapp 700 AutorInnen enthält. Sie haben großartige Geschichten erzählt – inspirierend und voller Hoffnung, aber auch dramatisch und aufrüttelnd. Jede dazu angetan, den großen oder auch kleinen Unterschied im Alltag zu machen. Ich habe hineingelesen und diese Geschichten geben mir Hoffnung. Sie zeigen, dass vieles, was nötig dafür ist diesen Unterschied im Alltag zu machen, bereits erkannt ist. 

Veränderung und Überwindung. So heißt es zB von der 4.-Klässlerin Miriam Reumann: „Eigentlich war Matteo mit all dem nicht zufrieden. Das Problem an der ganzen Sache war, er traute sich nicht Widerstand zu leisten, denn laut den anderen war es uncool, auf die Umwelt zu achten. Er war anderer Meinung. Sein Wunsch war es, dass die Welt wieder grün wird, so wie auf den alten Fotos von seinem verstorbenen Großvater. Matteo konnte sich noch ganz genau daran erinnern, wie sein Großvater vor fünf Jahren sagte: „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“ Diese Worte gingen Matteo seit dem Tag nicht mehr aus dem Kopf. Dieses eine Ziel. Eine Veränderung. Ist es denn solch eine Überwindung? ...“ 

Welch unglaublich wertvolle Frage: Ist Veränderung denn tatsächlich solch eine Überwindung?

Optimismus eingebrochen. Der allgemeine Optimismus im Hinblick auf die Zukunft ist in Österreich deutlich eingebrochen. Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben direkte Auswirkungen auf die Einstellung von uns allen. Diese Erfahrungen prägen unser Verhalten. Blickten 2020 noch sieben von zehn Personen (68 Prozent) positiv in die Zukunft, sind es aktuell nur mehr vier von zehn (42 Prozent). Das besagt die „Klimastudie 2022“, die die Umweltinitiative Mutter Erde anlässlich der Weltklimakonferenz kürzlich gemeinsam mit Greenpeace und dem Marktforschungsinstitut Integral vorgestellt hat. 

Die Klimakrise ist für die Mehrheit der Österreicher­Innen (74  Prozent) ein bedeutsames Thema. Mehr als zwei Drittel der Menschen dieses Landes glauben allerdings nicht daran, dass die Politik noch rechtzeitig die notwendigen Schritte setzen wird, um die Klimakatastrophe zu stoppen. Ich glaube auch nicht, dass der Politik dies gelingen wird, weil es ihr gar nicht gelingen kann und auch weil es an der Zeit ist, endlich selbst die Verantwortung zu übernehmen. Lange genug haben wir diese an die Politik abgegeben und dafür wenig schmackhafte, ja sogar schauderliche, Früchte geerntet.

Wandel als Evolution. Die dürftigen Ergebnisse der Weltklimakonferenz, die sich kaum von denen der im letzten Jahr stattfindenden COP26 unterscheiden, unterstreichen diesen Eindruck. Einzelinteressen stehen vor dem großen Ganzen. Und ganz persönlich stelle ich mir auch die Frage, ob abgesehen von den Auswirkungen des umweltschädigenden Tuns des Menschen, das unumstritten ist, wir diesen Wandel auch als Evolution begreifen dürfen und insofern die Politik auch gar nicht im Stande sein kann, diesen „Wandel“ zu retten. Vielleicht sollten wir diesen einfach sinnstiftend und kreativ nutzen, um unsere Lebensräume nachhaltig und fair für alle Lebewesen auf dieser Erde umzugestalten. 

Sicher jedenfalls ist, dass jeder etwas tun kann, um diese Welt und das Zusammenleben darauf zu verbessern. Um Lösungen für uns Menschen und den Planeten vorantreiben zu können, sollten wir – und das gemeinsam – in Bewegung bleiben und wenn es schwer fällt an die Worte des Großvaters von Matteo in der obigen Geschichte denken: „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“ 

zur Autorin

Susanne Lederer-Pabst. Die Finanzanalystin und gerichtlich beeidete Sachverständige für den Bank- und Börsebereich will nachhaltiges, sozialverträgliches Investieren stärker in den Investmentfokus Institutioneller Investoren rücken.

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