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Klimaresilienz in Sicht: Neuer Ansatz führt zum sicheren Umgang mit Klimarisiken von Unternehmen

APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).
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01.12.2023, 4832 Zeichen

Wien (OTS) - Chronische Temperaturveränderungen, anhaltende Hitzewellen oder verheerende Unwetter sind erwiesene Folgen des Klimawandels. Die Diskussion zu klimabezogenen Katastrophen dreht sich derzeit besonders um Politik und Gesellschaft. Dass Klimarisiken ganze Geschäftsmodelle ins Wanken bringen können und damit eine wirtschaftliche Dimension aufweisen, war in der breiten Debatte bislang nebensächlich. Denn die Tragweite von Klimawandelrisiken für Unternehmen wird meist zu spät erkannt, nämlich mit ihrem Eintreffen und dem finanziellen Schaden.
Um dieses Thema ging es im vom Klima- und Energiefonds geförderten Forschungsprojekt „Wege in die Klimaresilienz“. Gemeinsam mit acht Unternehmen unterschiedlicher Branchen haben die denkstatt Experten Johannes Tintner-Olifiers und Peter Kraus verschiedene Erfolgsgeschichten hervorgebracht, die deutlich zeigen: Der Weg in die Klimaresilienz funktioniert, aber die einzelnen Pfade der Unternehmen sind oft verschieden. Das zeigte auch der Abschlussworkshop des Forschungsprojektes am 30.11.2023. Im Impact Hub in Wien wurde gemeinsam Bilanz gezogen – sowohl durch die Unternehmen als auch durch die geladenen Gäste aus der Wirtschaftsprüfung, dem Umweltbundesamt und der Versicherungswirtschaft.
Zwtl.: Wege in die Klimaresilienz: Erfolgsstories sprechen für sich
Als eines der acht Unternehmen hat sich die Wien Energie in den letzten eineinhalb Jahren mit den Folgen des Klimawandels für die Müllverbrennungsanlage Spittelau auseinandergesetzt. Wie Saskia Brabänder unterstreicht, war die interne Einbindung der Fachpersonen ein wichtiger Aspekt: „Der Start in Richtung Klimaresilienz ist für uns der Dialog mit den technischen Expert*innen. Sie kennen die Anlage am besten und können abschätzen, was zum Beispiel eine Veränderung der Wassertemperatur des Donaukanals für unsere Abläufe bedeutet. Wir haben dank des Projekts weitreichende Erkenntnisse gewonnen und können die Methode nun auch für unsere anderen Werken anwenden.“
Eine weitere Erfolgsgeschichte kann auch Mayr-Melnhof verzeichnen, das als Unternehmen der Papierbranche von der Ressource Holz hochgradig abhängig ist. „Durch den Austausch mit einem Spezialisten aus der Wissenschaft konnten wir das komplexe Risiko von Waldbränden durch Trockenheit und Hitzewellen besser für uns charakterisieren. Aber noch viel wichtiger ist, dass wir nun verstehen, was zu tun ist“, so Felix Forster, Corporate Sustainability Manager der MM Group. Hier brachte der Austausch mit einem BOKU-Experten mehr Einblick dazu, wie das Waldbrandrisiko mit der Transformation in Richtung klimafitter Wälder verbunden ist. Das Projekt habe ihnen geholfen, mit diesem Risiko umzugehen.
Zwtl.: KLIEN-Forschungsprojekt bringt Lösungsansatz für alle Unternehmen hervor
Die ersten wichtigen Schritte in Richtung Klimaresilienz haben alle acht Unternehmen gesetzt. Die Erfolgsbeispiele zeigen nicht nur, wie wichtig die Einbindung von Stakeholdern ist, darunter interne Fachpersonen und die Wissenschaft. Die jeweiligen Risiken sind außerdem hochindividuell, ebenso die Lösungsansätze. Was sich jedoch gleicht, ist die aus dem Projekt abgeleitete Methode der denkstatt. Mit dem holistischen Ansatz der Nachhaltigkeitsexpert*innen kann in Zukunft jedes Unternehmen systematisch auf den Weg in die Klimaresilienz begleitet werden. „Wir haben einen Weg gefunden, Klimarisiken in Unternehmen transparent zu machen, zu bewerten und die Mitarbeitenden zu befähigen, eigene Lösungen zu finden“, fasst Johannes Tintner-Olifiers zusammen. „Doch noch spannender ist, dass sie durch unseren Ansatz gleichzeitig die komplexe Gesetzeslage und Berichtspflichten rund um die CSRD oder EU-Taxonomie berücksichtigen. Aus der Pflicht kann man jetzt einen Nutzen im Sinne des Risikomanagements ziehen“, betont der Senior Consultant.
Diesen Benefit wünscht sich auch Monika Brom, österreichisches Mitglied im EFRAG Sustainability Reporting Board, die an den Nachhaltigkeitsstandards der CSRD mitgewirkt hat: Der Gesetzgeber versucht, durch umfangreiche regulatorische Rahmenbedingungen, Unternehmen zur Klimaresilienz zu bewegen. Jedes Projekt, dass zur Methodenentwicklung beiträgt ist daher wichtig. Damit hat das Forschungsprojekt „Wege in die Klimaresilienz“ schon jetzt wichtige Pfade für mehr Widerstandskraft in Unternehmen geebnet. „Die Klimakrise stellt auch die heimischen Unternehmen vor große Herausforderungen. Mit unseren Programmen unterstützen wir diese auf ihrem Weg in die Klimaneutralität und beim Umstieg auf erneuerbare Energiequellen. Denn die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern sorgt für mehr Widerstandsfähigkeit“, so Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.
Mit der neuen Methode werden in Zukunft weitere Unternehmen ihren Weg Richtung Klimaresilienz beschreiten können und sich den acht Erfolgsgeschichten anschließen – für eine zukunftsfähige Wirtschaft in Österreich.

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