07.05.2025, 5062 Zeichen
Wien (OTS) - Wie können Start-ups mit praxistauglichen KI-Anwendungen
dazu
beitragen, Herausforderungen des Handels zu meistern? Dieser
Fragestellung widmete sich die 2. CASH înno up Start-up Challenge,
die die WKÖ-Bundessparte Handel gemeinsam mit dem CASH Handelsmagazin
umgesetzt hat. Die CASH înno up Start-up Challenge ist Teil der înno
up Startup Collaboration Challenge der WKÖ, die sich in den letzten
Jahren als feste Instanz in der Startup-Welt etabliert hat. „Mit dem
Format înno-up schaffen wir Sichtbarkeit für Startups und initiieren
gezielt Kooperationen mit etablierten Unternehmen. So wird die
Innovationskraft gesteigert und beide Seiten lernen voneinander“,
erklärt Kambis Kohansal Vajargah, WKÖ Head of Startup-Services die
Grundidee der Challenge.
„Im Handel sind wir gefordert, uns immer wieder neu zu erfinden.
Als Bundessparte ist es uns daher ein Anliegen, Innovationen zu
fördern und neue, praxistaugliche Lösungen aus ganz Europa
aufzuspüren“, begründet Handelsobmann Rainer Trefelik die Beteiligung
der Bundessparte Handel an der Challenge. „Uns ging es darum,
innovative Lösungen zu finden, die auf echten Bedarf in der Praxis
treffen und damit einen spürbaren Mehrwert für den Handel und seine
Kund:innen schaffen. Gleichzeitig war es uns wichtig, insbesondere
die Möglichkeiten für kleine Handelsbetriebe im Blick zu behalten.
Gerade für KMUs bieten KI-Lösungen enormes Potenzial, denn sie können
vielseitig eingesetzt werden. KI kann dabei helfen, Kosten zu senken
und die wirtschaftlichen Handlungsspielräume kleiner Unternehmen zu
erweitern“, ergänzt Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der
Bundessparte Handel.
Die besten 3 aus 50.000
Um die vielversprechendsten Start-up-Lösungen für das
Anwendungsfeld im Handel zu finden, wurden europaweit – über
Netzwerke und Datenbanken - rund 50.000 Startups gescreent. Daraus
entstand eine Longlist von 90 Start-ups, wovon wiederum 14 von einer
hochkarätig besetzten Jury bewertet wurden. 3 schafften es
schließlich ins Finale und durften ihre KI-Lösung im Rahmen des
renommierten CASH Handelsforums in St. Wolfgang vor Vertreter:innen
der Branche präsentieren. Im Anschluss wurde unmittelbar der
Jurysieger verkündet und der Publikumssieger mittels Live-Votings
bestimmt.
Als Sieger der Challenge ging schließlich Respory hervor. Das
Start-up aus Linz konnte sich sowohl Platz 1 in der Jury-Bewertung
also auch den Publikumssieg sichern.Respory hat sich auf die Analyse
von Kundenbewegungen sowie die Automatisierung von Vorgängen
spezialisiert, und zwar - DSGVO konform - mittels innovativer
Radartechnologie. So kann das Öffnen von Kassen, die Besetzung von
Informationspunkten oder die Optimierung der Personalplanung von der
neuen Technologie erledigt werden. Damit bleibt den Mitarbeiter:innen
mehr Zeit für die Interaktion mit Kund:innen. "Besonders im
Lebensmitteleinzelhandel, wo Kundenwege und Layouts regelmäßig
angepasst werden, sowie im Elektronik- und Sporthandel, wo eine gute
Beratung über den Kauf entscheidet, lässt sich mit unseren Daten ein
klarer Mehrwert schaffen" betont Respory-Gründer Valentin Grabner.
Ohne KI würden für Unternehmen langfristig Wettbewerbsnachteile
entstehen, ist Grabner überzeugt. “Der Wettbewerbsdruck und die
steigenden Kundenerwartungen machen es notwendig, Prozesse
effizienter zu gestalten und datenbasierte Entscheidungen in Echtzeit
zu treffen.”
Platz 2 ging an das finnische Start-up Sommify . Das Unternehmen
möchte Weinwissen mittels KI-Weinberater vermitteln, basierend auf
der Expertise von Sommeliere Julie Dupouy. Der große Vorteil der KI-
Lösung für Einzelhändler sei es laut dem Unternehmen, Wein
zugänglicher zu machen und den Verkauf zu steigern. Bei einem
Pilotprojekt erhöhte die KI-Lösung den durchschnittlichen
Flaschenverkauf um fünfzig Prozent.
Platz 3 erreichte Kerpak Tech , ein Startup aus Armenien , das
eine intelligente Selbstbedienungslösung für Lebensmittel entwickelt
hat. Und zwar mit Kühlschränken oder Mikro-Verkaufspunkten, die mit
autonomen Kassensystemen sowie Merchandising-Analysen und digitaler
Beschilderung kombiniert sind. Einzelhändler können das System in
ihre bestehenden Strukturen einbetten und damit ihre physische und
digitale Präsenz erweitern.
Die WKÖ Bundessparte Handel gratuliert Respory, Sommify und
Kerpak Tech sehr herzlich und bedankt sich für die wertvollen Impulse
und Einblicke in die Möglichkeiten der KI-Lösungen für
Handelsbetriebe. (PWK152/DFS)
Die Jury (in alphabetischer Reihenfolge):
- Zenina Dedic, Product Lead GenAI, SPAR ICS
- Markus Ertler, Co-Founder, Angels United
- Florian Haas, Head of MAX Innovations, MAXFIVE GMBH
- Gabi Hinterkörner-Zauner, Fachredakteurin, CASH Handelsmagazin
- Theresa Imre, Founder & Managing Director, Markta
- Margaretha Jurik, Chefredakteurin, CASH Handelsmagazin
- Kambis Kohansal Vajargah, WKÖ Head of Startup-Services
- Lukas Mirtl, Senior Manager Einkauf & Category Management, dm
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- Rainer Neuwirth, Leitung Business Development, Kastner Gruppe
- Christian Reitterer, Eigentümer proM² Consulting Gmbh
- Caroline Weber, Referentin, WKÖ Bundessparte Handel
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