12.03.2026, 9077 Zeichen
Die Österreichische Post feiert in diesem Jahr ihr 20jähriges Börsenjubiläum. "Wären wir nicht an der Börse, wären wir ein Zusschuss-Betrieb", sagte CEO Walter Oblin heute bei der Pressekonferenz. "Der Börsengang war der wichtige Impuls, den das Unternehmen gebraucht hat, um zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen zu werden," betont der CEO. International ist die Post-Industrie gerade im Umbruch. In Dänemark etwa wurde die Briefzustellung eingestellt, es gibt Delistings von Post-Unternehmen etc. Umso wichtiger ist es für Oblin, dass sich die Regulatorik an die Transformation anpasst. "Eine Reform des Postmarktgesetzes ist dringend notwendig, um die wirtschaftliche Post-Versorgung sicherzustellen." Die Post selbst stemmt sich unterdessen u.a. mit einem zusätzlichen Angebot gegen die Herausforderungen. Nicht nur geographisch wird erweitert (erste vorsichtige Schritte in Usbekistan etc.), sondern auch das Angebot wird ausgebaut, etwa zuletzt um Finanzdienstleistungen oder neu jetzt auch Mobilfunk. Die 2020 gestartete bank99 hat 2025 erstmals positiv zum Ergebnis beigetragen. Im laufenden Jahr steht der Ausbau der Vertriebskanäle bei der bank99 im Fokus. Auch sollen Aktien und ETFs ins Angebot aufgenommen, sowie auch KMU adressiert werden. Im April startet mit Yelllow dann das Mobilfunkangebot der Post. Zu den Zahlen des abgelaufenen Jahres: Das Jahr 2025 wurde von der Post mit einem leichten Minus, sowohl bei Umsatz als auch beim Ergebnis abgeschlossen. Die Post weist für 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 3.043,3 Mio. Euro aus, das ist ein um 2,6 Prozent geringerer Wert als im Vorjahr. In der Division Brief & Werbepost ging der Umsatz um 6,8 Prozent zurück und war geprägt vom strukturellen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution aber auch vom Entfall der positiven Sondereffekte des Vorjahres (Anm. Wahlen). Darüber hinaus sind ein zurückhaltendes Investitionsklima, Effizienzmaßnahmen und auch geringere Werbeausgaben von Unternehmen feststellbar, so die Post. In der Division Paket & Logistik stiegen die Umsatzerlöse um 1,2 Prozent. Das EBITDA des Konzerns reduzierte sich gegenüber 2024 um 2,2 Prozent auf 413,3 Mio Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 5,0 Prozent auf 196,9 Mio. Euro zurück. Das Periodenergebnis für das Jahr 2025 liegt bei 134,0 Mio. Euro (–8,1 Prozent). Der Hauptversammlung am 15. April 2026 wird eine Dividende auf Niveau des Vorjahres von 1,83 Euro je Aktie vorgeschlagen. Für das laufende Jahr wird wieder ein leichter Umsatzanstieg erwartet. Gleichzeitig ist weiterhin mit inflationsbedingten Kostensteigerungen zu rechnen. Daher werden umfassende Initiativen ergriffen, um das Ergebnisniveau des Konzerns abzusichern, so das Unternehmen. Für 2026 peilt die Österreichische Post bei schwierigem makroökonomischem Umfeld und leicht verbesserten Konjunkturprognosen eine weitgehend stabile Ergebnisentwicklung in der Größenordnung der letzten Jahre an. Es wird umsatz- und ergebnisseitig mit einem zum Vorjahr schwächeren ersten und stärkeren zweiten Halbjahr gerechnet.
Seitens der Raiffeisen-Analysten heißt es in einer Kurzmitteilung zu den Zahlen: "Die Österreichische Post musste im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, wobei die Gewinnerwartungen übertroffen wurden."
Österreichische Post (
Akt. Indikation: 32,80 /32,95, -2,45%)
Die Vienna Insurance Group (VIG) hat das Prämienvolumen im abgelaufenen Jahr um 7,1 Prozent auf 16,3 Mrd. Euro steigern können. Das Prämienwachstum kommt aus allen Segmenten und Sparten, so der Konzern. Das Ergebnis vor Steuern liegt um 31,7 Prozent höher und übersteigt mit 1.161,3 Mio. Euro zum ersten Mal die Milliarden-Schwelle. Das Nettoergebnis nach Steuern und nicht beherrschender Anteile konnte um 33,3 Prozent auf 834,9 Mio. Euro verbessert werden. Für das Geschäftsjahr 2025 soll eine Erhöhung der Dividende um 12 Prozent von 1,55 Euro auf 1,73 Euro pro Aktie vorgeschlagen werden. CEO Hartwig Löger: „Die VIG erzielte 2025 ein herausragendes Konzernergebnis, welches wieder aus dem starken Wachstum und der hohen Profitabilität aller Länder resultiert. Die geplante Übernahme der Nürnberger wird die Ergebnissteigerung der VIG weiter vorantreiben und unsere starke Diversifikation ausbauen.“ Die vorläufige Solvenzquote der Gruppe zum 31. Dezember 2025 beträgt 296 Prozent. Sowohl die Kosten- als auch die Schadenquote konnte 2025 verbessert werden und führt auch dank des Ausbleibens von markanten Unwetterschäden im Vergleich zum Vorjahr zu einer verbesserten Netto Combined Ratio von 90,1 Prozent (2024: 93,4 Prozent). Liane Hirner, VIG-Finanz- und Risikovorständin zum Ausblick für die Gruppe: „Wir sind auch weiterhin gut auf die volatilen geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen vorbereitet. Vor dem Hintergrund der hohen Resilienz und Diversifikation unserer Gruppe hat das Management der VIG die Ambition, für das Geschäftsjahr 2026 ohne Berücksichtigung der geplanten Nürnberger-Übernahme ein Ergebnis vor Steuern innerhalb einer Bandbreite von 1,25 bis 1,3 Mrd. Euro zu erzielen.“
Im abgelaufenen Jahr wurde auch die neue Gruppenstrategie „evolve28“ für die folgenden drei Jahre erarbeitet, die den Wachstumskurs der VIG fortschreibt. Die Strategie sieht ein Wachstum der verrechneten Prämien bis 2028 auf mindestens 20,0 Mrd. Euro vor, und ein Ergebnis vor Steuern 2028 von mindestens 1,5 Mrd. Euro. Die Combined Ratio netto 2028 soll bei höchstens 91 Prozent liegen, der Operative Return on Equity 2028 bei mindestens 17 Prozent und die Solvenzquote 2028 bei 150 Prozent bis 200 Prozent (Zahlen ohne Nürnberger).
VIG (
Akt. Indikation: 61,90 /62,00, -2,75%)
Heute wurde das aktuelle Aktienbarometer veröffentlicht. Erfreulich: 31 Prozent der Menschen in Österreich (ca. 2,4 Mio. Personen) sind in Aktien, Anleihen oder Investmentfonds und ETFs investiert (Baromter 2025: 30 Prozent). Es gibt aber noch Potenzial, denn 19 Prozent der Bevölkerung (ca. 1,4 Mio. Personen) können sich grundsätzlich vorstellen, künftig in Wertpapiere zu investieren. 81 Prozent jener, die investiert sind, nennen Vermögensaufbau und 62 Prozent Pensionsvorsorge als zentrale Motive. Grund dafür ist auch das gesunkene Vertrauen in die staatliche Pension: Mehr als die Hälfte der Menschen ist unsicher, ob diese langfristig ausreichend sein wird. IV-Generalsekretär Christoph Neumayer sieht daher die Politik veranlasst, die private Vorsorge zu fördern: „Wer privat vorsorgt und damit die Sozialsysteme entlastet, darf dafür nicht bestraft werden. Im Gegenteil: Es braucht steuerliche Entlastungen wie zum Beispiel eigene Vorsorgedepots. Wer hier dagegen arbeitet bremst nicht ‚das böse Kapital‘, sondern jene, die für ihre eigene Zukunft vorsorgen wollen.“ Börse-Chef Christoph Boschan führt vor Augen: "Hierzulande parken 340 Mrd. Euro als Cash oder unverzinst auf Sparkonten. Was Österreich fehlt, ist nicht Wissen, sondern Mut zu System-Entscheidungen, die unseren Wohlstand langfristig sichern."
Die Strabag hat das von der Bundeswettbewerbsbehörde angestrengte Abänderungsverfahren im seit dem Frühjahr 2017 laufenden Kartellverfahren mit einem Settlement rechtskräftig beendet. Die Geldbuße für die Strabag beläuft sich nunmehr auf insgesamt 146 Mio. Euro. An den aktuellen Ergebnis-Prognosen für 2025 und 2026 wird festgehalten, wie das Unternehmen betont.
Strabag (
Akt. Indikation: 88,00 /88,30, -2,16%)
Die Flughafen Wien Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) verzeichnete im Februar 2026 gegenüber dem Vorjahr ein Passagier-Plus von 5,8 Prozent auf 2.644.359. Am Standort Wien erhöhte sich das Passagieraufkommen um 1,7 Prozent auf 1.933.586 Reisende.
Flughafen Wien (
Akt. Indikation: 53,00 /53,80, 0,75%)
Auftrag für Andritz: Ahlstrom Sweden AB hat Andritz mit der Lieferung eines PrimeDry Steel Yankee für eine MG- und Spezialpapiermaschine im Werk Billingsfors, Schweden, beauftragt. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Der Auftragswert wird nicht bekannt gegeben, er wird im Auftragseingang für das erste Quartal 2026 berücksichtigt, so das Unternehmen.
Andritz (
Akt. Indikation: 65,90 /66,00, -2,87%)
Der Hauptmieter des Krakauer Bürogebäudes Mogilska 43, ein Unternehmen der chemischen Industrie, hat seinen Mietvertrag für rund 5.000 m2 Bürofläche um eine weitere Laufzeit verlängert, teilt Warimpex mit. "Für uns ist dies ein wichtiges Signal, dass Unternehmen und ihre Teams die Vorteile dieses Standorts schätzen - insbesondere Lösungen, die sie bei der Erreichung ihrer ESG-Ziele unterstützen, etwa durch hohe Energieeffizienz, einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und eine hochwertige Arbeitsumgebung", sagte Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch.
Warimpex (
Akt. Indikation: 0,00 /0,00, -100,00%)
Die Analysten der UBS stufen die Erste Group-Aktie weiter mit Buy ein und heben das Kursziel von 108,0 auf 109,0 Euro an.
Erste Group (
Akt. Indikation: 94,30 /94,40, -2,48%)
(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 12.03.)
D&D Research Rendezvous #21: Wir sehen gerade die schnellste Erholungsrally nach einer Korrektur seit 35 Jahren, meint Gunter Deuber
Andritz
Uhrzeit: 19:04:59
Veränderung zu letztem SK: -0.36%
Letzter SK: 70.20 ( 3.39%)
Erste Group
Uhrzeit: 19:04:59
Veränderung zu letztem SK: -1.06%
Letzter SK: 108.60 ( 3.13%)
Flughafen Wien
Uhrzeit: 19:04:09
Veränderung zu letztem SK: -0.95%
Letzter SK: 52.40 ( 2.75%)
Österreichische Post
Uhrzeit: 19:04:59
Veränderung zu letztem SK: 0.57%
Letzter SK: 35.05 ( 1.59%)
Strabag
Uhrzeit: 19:04:59
Veränderung zu letztem SK: -0.73%
Letzter SK: 89.10 ( 0.79%)
VIG
Uhrzeit: 19:04:45
Veränderung zu letztem SK: -0.82%
Letzter SK: 67.30 ( 1.36%)
Bildnachweis
1.
mind the #gabb
Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, Flughafen Wien, Österreichische Post, EuroTeleSites AG, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Bajaj Mobility AG, AT&S, CPI Europe AG, SBO, Andritz, DO&CO, Erste Group, FACC, Gurktaler AG Stamm, OMV, Palfinger, RBI, Verbund, voestalpine, Wienerberger, Semperit, BKS Bank Stamm, SW Umwelttechnik, BTV AG, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, Telekom Austria, RHI Magnesita, DAX.
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