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AK Check zeigt eklatante Lohnunterschiede zwischen Tirol und Bayern - AK Präsident Zangerl: "Löhne müssen rauf, Preise runter!"

06.12.2023, 2315 Zeichen
Innsbruck (OTS) - Die oft zitierte Notwendigkeit der höheren Preise und niedrigeren Löhne im Vergleich zu Deutschland hält dem Faktencheck nicht stand: „Besonders sticht hervor, dass Einzelhandelsangestellte in Bayern pro Jahr brutto um ein Viertel mehr verdienen als in Österreich! Trotzdem sind die Preise in deutschen Supermärkten und Diskontern regelmäßig deutlich günstiger. An den Lohn- und Lohnnebenkosten kann dies, wie die Erhebung zeigt, aber eindeutig nicht liegen“, hält AK Präsident Erwin Zangerl fest.
Verglichen wurden die Lohnkosten eines/einer vollzeitbeschäftigten Verkäufer:in im Einzelhandel im 7. Berufsjahr auf Basis des kollektivvertraglichen Mindestlohnes für die Normalarbeitszeit. Sowohl ein österreichischer als auch ein deutscher Steuerberater wurden mit der Erstellung der monatlichen Lohnabrechnungen beauftragt. Inklusive der Sonderzahlungen beträgt in Bayern der Gesamtjahresverdienst EUR 37.222,50 brutto, in Österreich EUR 29.848,- brutto. In Bayern verdienen vergleichbare Verkäufer:innen daher tatsächlich um 25 % (!) mehr als in Österreich.
„Die Argumentation der Arbeitgeberseite im Handel, die geringen Lohnsteigerungen und vergleichsweise hohen Preise im Lebensmittelhandel seien aufgrund der hohen Lohn- und Lohnnebenkosten gerechtfertigt, ist durch die Erhebung jedenfalls fraglich geworden“, hält AK Präsident Erwin Zangerl das Ergebnis des Faktenschecks fest.
Ein weiteres Fazit der Erhebung: Wäre die Filialdichte tatsächlich die maßgebliche Ursache für die bestehenden Preisunterschiede, dann müssten diese bereits innerhalb von Tirol zwischen den miteinander konkurrierenden Supermärkten viel größer sein, beispielsweise zwischen Billa (mit einer geringen Filialdichte in Tirol) und Spar oder MPreis (mit jeweils hohen Filialdichten).
AK Präsident Erwin Zangerl ruft die Bundesregierung zum Handeln auf: „Die Erhebung zeigt einmal mehr, dass unsere Forderung der Preisregulierung auf Grundnahrungsmittel in Österreich endlich umgesetzt werden muss. Die Preispolitik der Supermärkte – bei einer der höchsten Inflationsraten Europas! – lässt sich offensichtlich nicht faktisch argumentieren, wie unsere Erhebung beweist.“
Mehr dazu:
https://tirol.arbeiterkammer.at/lohnkosten-handel
Hier finden Sie auch eine detaillierte Übersicht zu den Lohnkosten in Österreich und Deutschland.

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