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Aktienmarkt: "Gewinnwachstumsdynamik, Konjunkturoptimismus und Öffnungsfantasie mehr als eingepreist"

20.06.2021

Aus dem Wöchentliche Marktausblick von Raiffeisen Research: "Im Monat Juni präsentieren sich die Aktienindizes der globalen Leitbörsen bis dato sehr viel stabiler, nachdem es ja noch im Mai zeitweise recht holprig zugegangen ist. Mit dem DAX, dem Euro STOXX 50 und dem Nasdaq 100 befinden drei der von uns analysierten Indizes de facto auf dem höchsten Stand der letzten Jahre und eine ganze Reihe weiterer Aktienbarometer ist da zumindest knapp dran. Heiß diskutierte Themen wie die Mindestbesteuerung von multinational agierenden Großkonzernen, der Inflationsanstieg oder die seit Jahresbeginn spürbar angestiegenen Anleiherenditen sind entweder vergessen oder den Börsianern momentan schlichtweg egal. In Bezug auf die letzten beiden hier angeführten Punkte wurde in der abgelaufenen Woche schon gespannt erwartet, wie wohl die US-Notenbank reagieren würde. Und sie hat reagiert, zumindest ein Stück weit: Einerseits wurde am Mittwoch die Tapering-Diskussion gestartet und das 'Reden über das Reden über das Tapering' ad acta gelegt. Andererseits zeigen die aktualisierten Wirtschaftsprognosen, dass nun eine Mehrheit der Mitglieder des Offenmarktausschusses einen ersten Zinsschritt bereits im Jahr 2023 als wahrscheinlich erachtet.

Und wie reagieren die Börsen auf das solcherart geänderte Notenbankverhalten? Zunächst einmal klassisch, nämlich mit leichten Abschlägen bei den US-Indizes. Doch schon tags darauf drehte sich das Sentiment und nahezu rund um den Erdball konnten die Kurse wieder zulegen. Auch unser "Chart der Woche" illustriert ganz gut, dass der Einstieg in eine weniger lockere Geldpolitik der US-Notenbank die Börsen nicht dauerhaft belasten müssen. Zwar zeigt sich ein gewisser, nicht zu verleugnender Zusammenhang zwischen Notenbankbilanz und Entwicklung am Aktienmarkt; wenn es jedoch zunächst einmal lediglich um die Rücknahme des Ausmaßes an Notenbankkäufen (und damit Bilanzausweitung) geht, dann kann man daraus zwar vielleicht eine weniger starke zukünftige Dynamik am Aktienmarkt ableiten. Kurzfristig denken wir aber schon, dass die Konkretisierung der geldpolitischen Wende in den Spätsommermonaten noch einmal zum Belastungsfaktor werden können.

Also nichts passiert? Nein, nicht ganz. Einen klaren Verlierer gab es: den Goldpreis. Dieser hat ja lange Zeit von zunehmenden Inflationsängsten profitiert, kann nun aber mit der Möglichkeit steigender Zinsen wenig anfangen. Die Folge ist ein recht rapider Rückschlag von rund USD 1.900 am 10. Juni auf ca. USD 1.770 genau eine Woche später. Eine nicht ganz unähnliche Bewegung hat übrigens auch der Silberpreis vollzogen.

In der kommenden Woche wird sich wohl alles um Stimmungsindikatoren – allen voran um die Eurozone-PMIs, und da besonders um den Dienstleistungsbereich – gehen. In den USA ist wohl vor dem Hintergrund der laufenden Inflationsdebatte auch die relevante Inflationsrate persönlicher Konsumausgaben, die PCE Inflation, von Interesse. Mehr zu all dem und noch vieles darüber hinaus lesen Sie weiter unten im Abschnitt "Ausblick Politik, Wirtschaft & Zinsen".

Alles in allem fühlen wir uns aufgrund der Datengemengelage mit unserer "Halten"-Empfehlung für das dritte Quartal weiterhin recht wohl. Dies gegebene Kombination aus Gewinnwachstumsdynamik, Konjunkturoptimismus und Öffnungsfantasie ist (mehr als) eingepreist. Gerade in den volatilen, von weniger Börsenhandelsumsatz geprägten Sommermonaten kann es dann schnell auch einmal zu einem vorübergehenden Rücksetzer kommen."

 


 

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