Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Analysten: "Diese Robustheit ist schon verblüffend"

26.09.2021

Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: "Der Start des neuen DAX 40 hätte besser verlaufen können. Just mit dessen Einführung über das vergangene Wochenende erlebte die Krise rund um den chinesischen Immobiliengiganten Evergrande ihren vorläufigen Höhepunkt und riss die Aktienindizes rund um den Erdball ein Stück weit mit nach unten.

Wir sehen die Probleme rund um Evergrande jedenfalls als Zahlungskrise mit (politischer) Ansage an. Dies gilt in Bezug auf relevante Regularien und Marktentwicklungen. Mit der Politik der „Drei roten Linien“ (gültig seit Sommer 2020) zielen die chinesischen Behörden explizit auf die Begrenzung und/oder den Stop der (Neu-) Verschuldung von gehebelten Immobilienkonzernen und -entwicklern (sowie implizit von Haushalten) bzw. damit auch auf eine Abkühlung des Immobilienmarktes ab. Wir erwarten daher zwar keine lokale systemische Krise, halten aber eine breiter angelegte Abschwächung – allen voran des Immobilienmarktes – für wahrscheinlich.

Nachdem schwächere Wirtschaftswachstumsraten und harsche Regulierungsmaßnahmen die chinesischen Aktienmärkte bereits seit Februar unter Druck gebracht hatten, schickte die Krise rund um Evergrande den HSCE gar wieder in den Bereich seines Corona-Tiefs. Damit sehen wir allerdings einen guten Teil der Auswirkungen bereits in die Aktienkurse eingepreist (siehe "Chart der Woche"). Auch die Ausstrahlungseffekte auf die entwickelten Aktienmärkte sollten unter der Annahme des Ausbleibens einer systemischen China-Krise begrenzt bleiben, wenngleich schwächere chinesische Konjunkturdaten und ein immer wieder auch negativer Nachrichtenfluss seitens Evergrande zwischenzeitlich belasten können.

Bei all unserem vorsichtigen Optimismus in der Causa ist dennoch interessant zu beobachten, dass de facto sämtliche Kursrückschläge vom Wochenanfang in wenigen Tagen mehr oder weniger egalisiert werden konnten. Im Wesentlichen stehen die von uns analysierten Aktienindizes (mit Ausnahme des HSCE) wieder dort, wo sie schon eine Woche zuvor gestanden hatten: nicht weit weg von ihren Jahres- bzw. Allzeithöchstständen (!). Diese Robustheit ist schon verblüffend, umso mehr, als Mitte der Woche auch noch die US-Notenbank vorgeprescht ist und zur Überraschung vieler Marktteilnehmer die Welt auf Tapering (Drosselung des Tempos der Käufe von Vermögenswerten) und möglicherweise eher früher denn später beginnende Zinserhöhungen vorbereitet hat.

Und was steht uns in den kommenden Tagen bevor? Neben Landtagswahlen in Oberösterreich steht beim nordwestlichen Nachbarn am Sonntag die Bundestagswahl auf der Agenda. Die jüngsten Umfragen lassen schon ein wenig erahnen, wie diese ausgehen könnten. Aber welche neue Regierungskonstellation nach dem Ende von 16 ziemlich stabilen Jahren mit Kanzlerin Angela Merkel machbar sind, das ist schon wieder eine andere Sache. Und was kann man in Bezug auf die Aktienmärkte dazu sagen? Die scheinen auch das bis dato extrem gelassen zu nehmen. Dies liegt wohl nicht zuletzt auch daran, dass zunächst einmal bis in 2022 hinein die grundsätzlich gute globale Konjunkturlage, sehr zufriedenstellendes Gewinnwachstum und die in Summe nach wie vor unterstützende Geldpolitik kräftig unterstützen. Neues aus der Eurozone gibt es dann kommende Woche via Konsumentenvertrauens- und sicherlich penibel beäugten Inflationsdaten."


 

Bildnachweis

1. Chart, Trading, Börse (Bild: Pixabay/PIX1861 https://pixabay.com/de/chart-trading-kurse-analyse-1942057/ )   >> Öffnen auf photaq.com



Aktien auf dem Radar:Strabag.


Random Partner

DADAT Bank
Die DADAT Bank positioniert sich als moderne, zukunftsweisende Direktbank für Giro-Kunden, Sparer, Anleger und Trader. Alle Produkte und Dienstleistungen werden ausschließlich online angeboten. Die Bank mit Sitz in Salzburg beschäftigt rund 30 Mitarbeiter und ist als Marke der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG Teil der GRAWE Bankengruppe.

>> Besuchen Sie 65 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Chart, Trading, Börse (Bild: Pixabay/PIX1861 https://pixabay.com/de/chart-trading-kurse-analyse-1942057/ )



Meistgelesen
>> mehr


PIR-Zeichnungsprodukte
AT0000A2MJG9
AT0000A2Q6F0
AT0000A2RA44

Börse Social Club Board
>> mehr
    BSN MA-Event Porsche Automobil Holding
    BSN MA-Event Puma
    #gabb #949