21.04.2026, 2866 Zeichen
Die Bawag konnte den Nettogewinn im 1. Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 16 Prozent auf 232 Mio. Euro steigern. Die Risikokosten beliefen sich im 1. Quartal 2026 auf 65 Mio. Euro, verglichen mit 59 Mio. Euro im 1. Quartal des Vorjahres. Die Quote notleidender Kredite (NPL) liegt bei 0,8 Prozent und damit unverändert im Jahresvergleich. Das Ergebnis vor Risikokosten wird mit 391 Mio. Euro ausgewiesen, das ist ein Anstieg von 3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal (Q4 2025) und 16 Prozent zum Vorjahresquartal (Q1 2025). Die Operativen Kernerträge stiegen im 1. Quartal um 8 Prozent auf 578,9 Mio. Euro. Die Nettozinserträge beliefen sich im 1. Quartal 2026 auf 480 Mio. Euro, was einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2025 entspricht. Der Provisionsüberschuss stieg auf 99 Mio. Euro, ein Anstieg von 11 Prozent im Jahresvergleich, was auf anhaltendes organisches Wachstum sowie die Übernahmen zurückzuführen ist, so die Bank. Der RoTCE beträgt 27,6 und liegt weiterhin über dem von der Bank langfristig angestrebten Ziel von mehr als 20 Prozent. Wie berichtet, steht die Bawag vor der Akquisition der irischen PTSB. Bawag-CEO Anas Abuzaakouk: "Die geplante Übernahme von PTSB wäre ein transformativer Schritt im weiteren Aufbau einer paneuropäischen und U.S.‑amerikanischen Bankengruppe. Nach erfolgreichem Abschluss würde die Bawag Group über 100 Mrd. Euro an Gesamtaktiva verfügen, mit mehr als fünf Millionen Kunden in sieben Ländern, und einem umfassenden Angebot an Privat-, KMU- und Firmenkundenprodukten anbieten. Wir freuen uns, unsere neuen Kollegen von PTSB willkommen zu heißen und gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten - mit unseren besten Jahren vor uns." Es wird erwartet, dass die Transaktion bis 2028 einen Nettogewinn von über 250 Mio. Euro und nach drei Jahren eine EPS‑Steigerung von über 20 Prozent bewirkt und aus Kapitalallokationssicht mehr als doppelt so wertsteigernd ist, als ein Aktienrückkauf. Für 2026 liegt das Ziel für den Nettogewinn bei >960 Mio. Euro. Die mittelfristigen Ziele werden zum Jahresende aktualisiert, vorbehaltlich der Genehmigung von Aktionären und Aufsichtsbehörden der PTSB Akquisition, so die Bank.
Die PTSB-Transaktion soll vollständig durch Kapitalmanagementmaßnahmen selbst finanziert werden, so die Bank: Für 2026 wird die Bank daher vorübergehend seine Dividendenpolitik anpassen, einschließlich einer Selbstverpflichtung, den Gewinn des ersten Halbjahres nicht auszuschütten, sodass das maximale Dividendenpotential auf die Gewinne des zweiten Halbjahres von etwa 500 Mio. Euro beschränkt ist. Darüber hinaus wird die Gruppe RWA-Optimierungsmaßnahmen umsetzen, einschließlich Kreditabsicherungslösungen, mit einem erwarteten Kapitalbeitrag von rund 50 Basispunkten im ersten Halbjahr 2026. Alternative Optionen wären weitere Dividendenanpassungen und eine Kapitalerhöhung, so die Bank.
Börsepeople im Podcast S25/02: Elke Vlach
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Bawag, Headquarter, Photographer: Manfred Sodia
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Agrana
Die Agrana Beteiligungs-AG ist ein Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in Wien. Agrana erzeugt Zucker, Stärke, sogenannte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate sowie Bioethanol. Das Unternehmen veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu vielseitigen industriellen Produkten und beliefert sowohl lokale Produzenten als auch internationale Konzerne, speziell die Nahrungsmittelindustrie.
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