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BILLA fordert substanzielle Tierwohl-Verbesserung

24.06.2022, 3346 Zeichen
Branchenlösung bei Tierhaltungskennzeichnung nur ein kleiner von vielen nötigen Schritten, trägt aber nicht zu den notwendigen Verbesserungen der Haltungsbedingungen bei\nVerbot von Vollspaltenböden und daran angelehnte Haltungssysteme wäre dringlichste erste Maßnahme, gekoppelt mit Abfederungsmaßnahmen für betroffene Landwirte\nTierwohl betrifft zudem alle Nutztierarten – enge Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und allen Produzenten nötig\nUmfassende Transparenz für Konsument:innen wichtig – Kennzeichnung nicht nur im Lebensmittelhandel, sondern bei allen Marktteilnehmern sowie Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung\nBILLA geht weiter voran und setzt hohe Standards: 100 Prozent Frischfleisch aus Österreich und Tierwohlprogramme von Ja! Natürlich und „Fair zum Tier“\n Seit mehreren Jahrzehnten setzt sich BILLA für die Verbesserung von Standards in der Tierhaltung ein und begrüßt auch, dass das Thema Haltungskennzeichnung nun auf der politischen Agenda gelandet ist. Zu betonen gilt jedoch, dass eine wirksame Systemänderung nur mit allen Beteiligten, begonnen bei der Landwirtschaft, den Produzenten bis hin zu Verarbeitern und allen dazugehörigen Absatzkanälen, dem Handel gleichermaßen wie Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, realisierbar ist.
„Wir bedanken uns für den offenen Austausch mit dem Bundesminister und die Bereitschaft, Schritte für mehr Tierwohl setzen zu wollen. Orientierung geben und eine bewusste Kaufentscheidung treffen, ist für Konsument:innen wichtig, aber für die Tiere ändert sich damit noch nichts. Eine reine Branchenlösung bei der Kennzeichnung ist nur ein kleiner von vielen nötigen Schritten und trägt nicht zu den notwendigen Verbesserungen der Haltungsbedingungen selbst bei. Ziel muss es sein, bei allen Nutztieren artgemäße Haltungssysteme zu fördern und insbesondere bei der Schweinehaltung das längst überfällige Verbot von Vollspaltböden und daran angelehnte Haltungssysteme durchzusetzen. Neben eines verbindlichen rechtlichen Rahmens hierzu benötigt es natürlich auch umfassende Transparenz durch eine für Konsument:innen leicht verständliche Tierhaltungskennzeichnung. Das sollte in allen Bereichen gelten – im Supermarkt genauso wie im Restaurant oder in der Kantine, zumal mehr als die Hälfte des in Österreich konsumierten Fleischs außer Haus verzehrt wird“, so Tanja Dietrich-Hübner, Leiterin Nachhaltigkeit REWE International AG.
„Wir haben nicht nur zuletzt, sondern auch die Jahre davor gezeigt, dass wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Verbot von Käfigeiern oder der Umstellung auf 100 Prozent Frischfleisch inklusive Putenfleisch aus Österreich haben wir bereits wesentliche Maßstäbe gesetzt und mit Ja! Natürlich und der Initiative „Fair zum Tier“ verfolgen wir das Ziel, mit dem künftig größten Tierwohl-Angebot Österreichs die Lebens- und Haltungsbedingungen heimischer Nutztiere noch weiter zu verbessern. Doch Fakt ist: Für eine spürbare Systemänderung ist es aber zu kurz gegriffen, nur über die Auslobung des Endprodukts im Regal zu sprechen, es müssen die Lebensbedingungen eines Tieres von der Aufzucht bis zur Schlachtung verbessert werden. Vor allem die Politik ist jetzt am Zug, die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Tierwohl-Standards auf ein höheres Niveau für alle Beteiligten anzuheben“, erläutert Andreas Steidl, Geschäftsführer Ja! Natürlich.

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