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EU-Agrarministerrat: Schluss mit der Abhängigkeit vom Ackergift

26.09.2022, 2064 Zeichen
Brüssel (OTS) - Seit ihrer Veröffentlichung vor der Sommerpause ist die neue EU-Pestizidverordnung (SUR) ein hitzig diskutiertes Thema. Auch beim heutigen Rat der Agrarminister steht sie wieder auf der Tagesordnung.
Sarah Wiener, Grüne Europaabgeordnete und Berichterstatterin der SUR, kommentiert:
„Wir brauchen dringend – und das auch noch morgen – Ernährungssouveränität und -sicherheit für die nächsten Generationen. Pestizide sind nicht nur eine Bedrohung für die Artenvielfalt und unser Wasser, sondern auch für unsere Gesundheit. Das Insektensterben schreitet rasch voran, fast die Hälfte der Arten verzeichnen einen Rückgang. Mehr als 80% der Böden sind mit Ackergiften belastet und erst kürzlich zeigten Daten, dass in Frankreich ein Fünftel des Trinkwassers Pestizidrückstände enthält.
Gleichzeitig steigen die Kosten für Pestizide und Mineraldünger, deren Herstellung immense Energie benötigt. Daran verdienen vor allem vier Großkonzerne: Syngenta, Bayer, Corteva und BASF teilen sich 70% des globalen Marktes für Pestizide und stürzen Landwirt*innen bewusst in Abhängigkeiten, die sie jetzt in der Krise besonders zu spüren bekommen.
Das agrarindustrielle Landwirtschaftsmodell ist nicht zukunftsfähig und die neue Pestizidverordnung eine Chance, sich vom teuren, chemischen Input zu lösen. Wir müssen die Gelegenheit nutzen und praktische Instrumente einrichten, um die Landwirt*innen beim Übergang zu nachhaltigen Praktiken zu unterstützen. Ich denke da zum Beispiel an integrierten Pflanzenschutz und finanzielle Ausgleiche für mögliche Ernteeinbußen während der Umstellung.
Doch unter den Mitgliedstaaten rege sich jetzt schon immenser Widerstand, kritisiert Wiener: „Die üblichen Verdächtigen haben schon Schreckensszenarien über die neue Verordnung kolportiert, ehe sie überhaupt auf dem Tisch lag. Auch Österreich tut sich da leider immer wieder negativ hervor. Nur dagegen zu sein und nichts ändern zu wollen, wird die Katastrophe verstärken. Die notwendige, nachhaltige Agrarwende derart zu behindern, halte ich für äußerst fahrlässig und zu kurz gedacht."

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