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FW-Schwingenschrot fordert Gastro-Förderung: Wien soll Lohn-Nebenkosten von Angestellten übernehmen

10.08.2022, 2421 Zeichen
Wien (OTS) - Mega-Inflation, verteuerte Gebühren, explodierende Strom- und Gaspreise, vervielfachte Lebensmittelpreise und jetzt auch noch plus 92 Prozent für die Fernwärme – die Wiener Gastronomen werden von Bund und Stadt Wien gemolken, als gäbe es kein Morgen. „Für viele Wiener Gastronomiebetriebe wird es auch kein Morgen geben, wenn nicht sofort wirksame Förderungen kommen“, so der Gastrosprecher und Vizepräsident der Freiheitlichen Wirtschaft Wien, Dietmar Schwingenschrot. Wie gestern bekannt geworden ist, scheint es auch bei den COFAG-Förderungen grobe Ungereimtheiten zu geben, was mit den Erfahrungsberichten vieler Gastronomen übereinstimmt. „Viele Betriebe haben genau nichts an Förderungen bekommen. Über 15 Milliarden sind weg und keiner weiß, wohin“, macht Schwingenschrot seinem Unmut über das offenbar vorherrschende Familienbusiness im Förderungsgeschäft Luft. Der Slogan `Koste es was es wolle´ sei offenbar anders gemeint gewesen, habe aber nach wie vor Gültigkeit – diesmal aber bitte für die Gastronomie.
Schwingenschrot schlägt daher ein Förderungsmodell vor, das den Betrieben tatsächlich hilft: Die Öffentliche Hand soll die Lohnnebenkosten für Gastro-Angestellte mit einem Nettogehalt von bis zu 2.000 Euro - einem Großteil der Angestellten - übernehmen. Das käme einerseits den Arbeitgebern entgegen, die einerseits unter Personalmangel leiden, andererseits aber durch die explodierenden Betriebskosten gezwungen werden könnten, weitere Mitarbeiter zu entlassen, weil sie sich diese einfach nicht mehr leisten können. „Wenn Stadt und Bund weiter so an den Preisspiralen kurbeln, haben sie bald zigtausende Arbeitslose mehr – und für die müssen sie dann alles bezahlen. Es wäre schlau, das schon jetzt zu verhindern und die Lohnnebenkosten zu schlucken, um die Arbeitsplätze erhalten zu können“, rechnet Schwingenschrot vor.
Dringende Maßnahmen zur Unterstützung der Gastronomie seien alternativlos. „Stadt und Bund ziehen nicht nur den Unternehmern, sondern auch unseren Gästen das Geld aus der Tasche, wo es nur geht – immer weniger können es sich leisten, zum Wirten auf ein Schnitzel zu gehen – vor allem, wenn das Schnitzel eigentlich über 20 Euro kosten müsste, um wirtschaftlich zu arbeiten“, berichtet Schwingenschrot. „Entweder die Öffentliche Hand greift jetzt unterstützend ein oder sie kann sich bald um zigtausende Arbeitslose, Konkursverfahren und Leerstände kümmern“, so Schwingenschrot abschließend.

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