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FW fordert in der Corona Krise: Existenz statt Insolvenz!

30.10.2020
Wien (OTS) - Die Freiheitliche Wirtschaft fürchtet wegen der Corona-Krise eine staatlich begünstigte Insolvenzverschleppung! Bisher wurden seitens der Republik Haftungsvolumina für Klein- und Mittelunternehmen allein aus AWS und ÖHT in Höhe von EUR 2,5 Mrd. ausgestellt. In Summe stellten österreichische Banken für ca. 17.000 Unternehmen einen Antrag auf Haftungsübernahmen durch die Republik für die von ihnen gewährten Kredite. FW-Bundesobmann und WKO-Vizepräsident Matthias Krenn, weist nun darauf hin, dass die Ausgestaltung der Haftungen und damit der Kredite für die betroffenen Unternehmen eine existenzbedrohende Schuldenfalle darstellen werde. Sowohl die Laufzeiten der Haftungen und der Kredit, als auch der Rückführungszeitraum sind schlichtweg zu kurz, weshalb 2021 eine Insolvenzlawine droht.
Krenn dazu: „Die Pandemie wird Österreichs Unternehmen leider noch länger beschäftigen als erwartet. Die erwartete Regenerationszeit hat sich zwischenzeitlich auf 15 Monate erhöht, Tendenz steigend. Das bedeutet, dass die Unternehmen erst im Oktober 2021 wieder so agieren können wie vor der Krise. Bis dahin fallen aber immense Rückzahlungen für all jene an, die Staatshilfen und Stundungen in Anspruch genommen haben und das sind zwei Drittel der heimischen Betriebe. Da nun sogar noch längere Auswirkungen der Pandemie zu befürchten sind, stellt sich eine wesentliche Frage umso dringender - können die Unternehmen die Kredite überhaupt zurückzahlen?“
Die Rückführung der Kredite nach Ablauf des tilgungsfreien Zeitraums ist aufgrund des kurzen Tilgungszeitraums für viele Unternehmer nicht möglich. Besonders schwierig ist die Situation in der Gastronomie und der Hotellerie, wo es "historisch gesehen die geringste Eigenkapitalquote beziehungsweise den höchsten Verschuldungsgrad" gibt. Betroffene Unternehmen würden in den nächsten Jahren die Rückführungen der aufgenommenen Kredite nicht gewährleisten können - es sei denn, die Laufzeiten werden angepasst! Das löst aber nicht das Problem, sondern verschiebt es nur, so Krenn.
Unternehmer brauchen Zukunftsaussichten und positive Motivation. Die Schuldenlast, die viele Unternehmer Corona-bedingt und somit unverschuldet tragen, über Jahre weiter zu schleppen, steht diesem Ziel entgegen. Statt Überbrückungskredite und Umschuldungen sollte man daher als neuen Ansatz in der Krisenbewältigung einen Schuldenschnitt ernsthaft in Betracht ziehen. Diesen fordert die Freiheitliche Wirtschaft für all jene Fälle, in denen es wirtschaftlich Sinn ergibt, „denn wir wollen Existenzen sichern und keine Insolvenzen fördern“, so Krenn abschließend.
 

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