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Inbox: Erste-Analysten setzen auf Titel mit größerem Upstream-Exposure, allen voran OMV


26.09.2020

Zugemailt von / gefunden bei: Erste Group Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

Aus dem Equity Weekly der Erste Group: Diese Woche gab es gleich mehrere wichtige News zur OMV. Einerseits gab der Öl- und Gaskonzern bekannt, infolge niedrigerer Planungsannahmen zum Brent-Ölpreis eine Wertberichtigung zu verbuchen, andererseits wurde der Verkauf des 51%-Anteils an der Gas Connect Austria abgeschlossen. Zudem haben wir in unserem neuen Sektorbericht zu den Öl- und Gasunternehmen in CEE die OMV von Kaufen auf Akkumulieren rückgestuft.

Die OMV rechnet nun langfristig (ab 2035) mit einem Ölpreis von USD 60/Fass statt bisher USD 75. Mittelfristig erwartet die OMV nun ebenfalls niedrigere Ölpreise, während die Prognose für 2020 unverändert bei durch- schnittlich USD 50/Fass bleibt. Die aktualisierten Planungsannahmen führen zu unbaren Wertminderungen von rund EUR 600 Mio. nach Steuern, die im 3. Quartal 2020 verbucht werden. Der Q3-Bericht wird am 29. Oktober ver- öffentlicht.

Weiters schloss die OMV diese Woche den Transaktionsvertrag mit dem Verbund über den Verkauf des 51%-Anteils an der Gas Connect Aus- tria zu einem Kaufpreis von EUR 271 Mio. ab. Das Closing soll in der 1. Jahreshälfte 2021 erfolgen. In Summe (inklusive Übernahme von Verbindlichkeiten und eines Gesellschafterdarlehens) führt die Transaktion zu einer Entschuldung der OMV von mehr als EUR 570 Mio. Der Verkauf von Gas Connect ist Teil des geplanten EUR 2 Mrd. Asset-Verkaufsprogrammes zur Finanzierung der Borealis-Übernahme. Gashandel und –speicherung bleiben weiter im Portfolio der OMV.

In unserem neuen Sektorbericht haben wir schließlich unsere Empfehlung für die OMV-Aktie auf Akkumulieren herabgestuft (von Kaufen) mit neuem Kursziel von EUR 29 (zuvor: EUR 40). Unser Kursziel berücksichtigt niedrigere Öl- und Gaspreise sowie Raffineriemargen. Wir denken, dass die OMV mit ihrem großen Upsteam-Portfolio von einer Erholung der Öl- und Gaspreise stärker profitiert als ihre Peers. Wir gehen davon aus, dass die Raffineriemargen infolge der Überkapazitäten am europäischen Markt längerfristig unter Druck bleiben werden. Die Übernahme des 39%-Anteils an Borealis ist auf Schiene, die Fertigstellung der Nord Stream 2 Gas-Pipeline, an der die OMV beteiligt ist, ist jedoch infolge politischer Auseinandersetzungen ins Stocken geraten.

Ausblick. Während die reduzierten Ölpreisannahmen negativ für den Aktienkurs und auch ausschlaggebend für die Kürzung unseres Kursziels sind, sind die unmittelbar daraus resultierenden Wertminderungen nicht zahlungswirksam und haben somit keine Auswirkungen auf den Cash Flow oder die Dividende. Der reduzierte Dividendenvorschlag für 2020 von EUR 1,75/Aktie soll kommende Woche von der HV abgesegnet werden (Ex- Dividenden Tag ist der 6. Oktober). Der Öl- und Gassektor wurde von der COVID 19-Pandemie hart getroffen und wir gehen davon aus, dass sich Öl- und Gaspreise nur langsam erholen werden. Der Downstream-Bereich wird unserer Ansicht nach längerfristig unter angespannten Margen leiden. Wir setzen daher in unserem Sektobericht auf Titel mit größerem Upstream-Exposure (allen voran die OMV), haben jedoch derzeit keinen Titel mit Kaufen eingestuft.


SapuraOMV gibt erste Produktion der SK408-Gasfelder aus Bakong bekannt, Credit: OMV © Aussender


Aktien auf dem Radar:Semperit, Lenzing, Bawag, Addiko Bank, FACC, Agrana, Amag, Immofinanz, AT&S, Palfinger, Porr, SBO, Strabag, Warimpex, LINDE.

(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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