01.10.2023,
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Wien (OTS) - In der heutigen Pressestunde hat Bundesminister Martin
Kocher wesentliche Maßnahmen angesprochen, um den sich immer weiter
zuspitzenden Arbeits- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „In den
kommenden 10-12 Jahren rechnen wir mit einem Arbeits- und
Fachkräftebedarf von rund 540.000 Menschen. Als Industrieland
Österreich müssen wir alle Potentiale am Arbeitsmarkt nutzen, um
langfristig unseren Wohlstand zu sichern“, so Christoph Neumayer,
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV). Dafür müsse man
gerade beim qualifizierten Zuzug als Land wesentlich attraktiver
werden. „Die hohe Steuer- und Abgabenquote in Österreich macht uns
für ausländische Arbeitskräften nicht attraktiv. Eine Verpflichtung
zur Senkung der Steuern und Abgaben unter 40 Prozent bis 2030 ist
eine zentrale Rolle zur Stärkung der Attraktivität“, ergänzt
Neumayer. Weiters braucht es gemeinsame und vor allem verstärkte
Anstrengungen beispielsweise der Austrian Business Agency, einen
Ausbau der österreichischen Auslandsschulen und gezielte Initiativen,
wie es beispielsweise Deutschland mit einem
Fachkräfteeinwanderungsgesetz vorgezeigt hat.
Hochwertige Kinderbetreuung als Basis für die Fachkräfte von
morgen
Die Ausbildung und nachhaltige Sicherung von Talenten aus dem In-
und Ausland ist für Neumayer eine absolute Notwendigkeit. „Neben
einer gezielten Fachkräftestrategie braucht es auch im Inland
Maßnahmen zur Stärkung des Arbeitsmarktes. Neben der angesprochenen
Attraktivierung der Vollzeitarbeit zählt dazu unter anderem der
Ausbau einer qualitativ hochwertigen und flächendeckenden
Kinderbetreuung als Basis für die Fachkräfte von morgen“, so
Neumayer. „Die Zusage der Bundesregierung 4,5 Milliarden Euro in den
Ausbau und die Qualitätssicherung der Kleinkindbetreuung zu
investieren ist ein erster wichtiger Schritt der zahlreichen Eltern
ermöglichen kann, mehr zu arbeiten“. Die Rufe nach einer
32-Stunden-Woche ist angesichts des Arbeitskräftemangels eine klare
Themenverfehlung.
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