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ÖHV: Unverständnis für Ludwig-Lockdown

07.12.2021
Wien (OTS) - Absolutes Unverständnis kommt aus der Wiener Hotellerie für Bürgermeister Ludwigs Ankündigung, die Hotels bis 20. Dezember – und damit voraussichtlich eine Woche länger als im restlichen Bundesgebiet – für Gäste zu schließen. Davor hatte Bundeskanzler Nehammer die bundesweite Öffnung für Hotels, Gastronomie und Handel angekündigt – vorbehaltlich etwaiger Verschiebungen durch Landeshauptleute für den Fall, dass die Lage in einzelnen Bundesländern das gebietet. Dass ausgerechnet Wien von diesem Recht Gebrauch macht und die Hotels ohne Abstimmung mit dem Bund und den anderen Bundesländern länger schließt, grenzt für ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer an Absurdität: „Wien hat die mit Abstand beste PCR-Infrastruktur und die zweitbeste 7-Tages-Inzidenz in ganz Österreich, die Hotels haben höchste Sicherheitsstandards, seit Beginn der Pandemie gab es keinen einzigen Hotel-Cluster: Mit welcher Begründung verlängern Sie den Shutdown für die Wiener Hotels, Herr Bürgermeister?“
Zwtl.: Kein Gedränge in Hotels, aber Menschenmassen, wo 2G nicht kontrolliert wird
Die Öffnung der Hotels mit 12. oder 13. Dezember würde die Fallzahlen nicht steigen lassen, schon allein, weil die Auslastung auf bescheidenem Niveau dahindümpelt, internationale Gäste fehlen und die Sicherheitsmaßnahmen greifen. Während Wiens Hotels mit ihrer kontrollierten Umgebung selbst für kleine Runden geschlossen bleiben, weichen die Gäste ins Ausland aus, wo alles offen ist. Bilder von dicht gedrängten Menschenmengen in Wien würden dennoch um die Welt gehen, so Reitterer: „Wo im Gegensatz zur Hotellerie nicht auf 2G kontrolliert, wo im Gegensatz zur Hotellerie keine Gästedaten aufgezeichnet werden, werden sich Menschenmassen tummeln und Corona-Leugnern Geimpften und Genesenen die Tür in die Hand geben“, wundert sich Reitterer. Für Hotels und ihre Mitarbeiter:innen wäre eine behutsame Rückkehr in die Normalität eine wichtige Starthilfe gewesen: „Jetzt geben wir der internationalen Konkurrenz Starthilfe. Da geht mir die internationale Solidarität dann doch zu weit.“
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