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ORS federführend bei der Entwicklung von 5G Broadcast

25.09.2020
Wien (OTS) - Die ORS nutzte die Bühne der diesjährigen Medientage, um 5G Broadcast ‒ die direkte Übertragung von linearem Fernsehen auf mobile Endgeräte ‒ mit einer Live-Präsentation vorzustellen. Mit dem neuen Übertragungsstandard können Rundfunkinhalte auf Smartphones, Tablets oder auch Laptops verbreitet werden – ganz ohne SIM-Karte. Im Rahmen einer von Claudia Zettel (Chefredaktion, futurezone) moderierten Paneldiskussion wurden die Vorteile von 5G Broadcast sowie die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen erörtert.
Zwtl.: Einführung von 5G Broadcast ermöglicht Win-Win-Win Situation
Lineares Fernsehen ist weiterhin für über 70 Prozent der Österreicher/innen die beliebteste Form der Bewegtbildnutzung. Der Konsum verlagert sich jedoch zunehmend auf mobile Endgeräte. Durch 5G Broadcast gewinnen somit die Konsumentinnen und Konsumenten, da der Zugang zu Medieninhalten auf Smartphones und Tablets niedrigschwellig und kostenfrei ermöglicht wird. Weiters bietet der Übertragungsstandard laut ORS-Geschäftsführer Michael Wagenhofer erhebliche Vorteile für die Mobilfunkbetreiber: „Mobilfunkanbieter haben den Vorteil, dass durch 5G Broadcast bei großen Live-Übertragungen Mobilfunknetze entlastet werden und eine hohe Ausfallsicherheit gewährleistet ist. Qualitätsverluste wie beim Streaming gehören daher der Vergangenheit an! Weiters profitiert auch die Medienindustrie, da 5G Broadcast weitreichende Potentiale beispielsweise für das In-Car-Entertainment bei selbstfahrenden Autos hat“. Zudem behalten Rundfunkveranstalter ihren direkten Kundenzugang und erhalten eine universelle Versorgung, die für die Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe bzw. ihr Werbegeschäftsmodell wesentlich ist.
Zwtl.: Politik muss Rahmenbedingungen schaffen
Karoline Edtstadler, Bundesministerin für Verfassung und EU, bezeichnete in ihrer Keynote im Rahmen der Medientage unter anderem die Unabhängigkeit sowie die Innovationskraft heimischer Medien als Leitmotive der österreichischen Kommunikationspolitik. Dazu sagt Michael Wagenhofer: „5G Broadcast kann in diesem Zusammenhang einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten. Jedoch müssen entsprechende Rahmenbedingungen von der Politik geschaffen werden. Dem Rundfunk müssen demnach die derzeitigen terrestrischen Frequenzressourcen weiterhin zur Verfügung stehen. Zusätzlich müssen die Endgeräte mit entsprechenden 5G Broadcast Chipsets ausgerüstet werden, um den einwandfreien Empfang sicherzustellen. Die Politik ist zudem gefordert, Spielregeln zu definieren, die das Zusammenspiel zwischen Rund- und Mobilfunk sicherstellen. Hier darf es kein Incentive geben, die frei empfangbaren Rundfunkdienste zu blockieren“.
Weitere Informationen zum neuen Übertragungsstandard 5G Broadcast unter [www.ors.at/5gbroadcast] (http://www.ors.at/5gbroadcast)
 

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