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Presseaussendung zur 38. Sitzung des Finanzmarktstabilitätsgremiums

03.10.2023, 3827 Zeichen
Wien (OTS) - Das Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) hat in der 38. Sitzung am 2. Oktober 2023 den Systemrelevante Institute-Puffer und den Antizyklischen Kapitalpuffer evaluiert sowie die jüngsten Entwicklungen bei Wohnimmobilienfinanzierungen diskutiert.
Systemrelevante Institute-Puffer
Der Puffer für systemrelevante Institute ("other systemically important institutions", OSII) reduziert die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Fehlfunktion oder eines Scheiterns eines systemrelevanten Instituts und die damit verbundenen Kosten für das Finanzsystem, die Realwirtschaft und öffentlichen Haushalte.
Das FMSG hat in seiner jährlichen Evaluierung der systemrelevanten Institute der FMA empfohlen, die Liste der als OSII identifizierten Institute um die Steiermärkische Bank und Sparkassen AG zu erweitern. Alle bisher identifizierten Institute und deren Pufferhöhen sind unverändert geblieben. Damit kann die in der Empfehlung FMSG/5/2022 vorgesehene schrittweise Erhöhung der gemeinsamen Anforderungen aus Systemrisiko- und OSII-Puffer, welche aufgrund von Unsicherheiten vorläufig mit maximal +0,5 Prozentpunkten begrenzt wurde, fortgesetzt werden. Details und die bankspezifischen Festlegungen finden sich in der Empfehlung FMSG/4/2023.
Antizyklischer Kapitalpuffer
Das FMSG empfiehlt der Finanzmarktaufsicht, den Antizyklischen Kapitalpuffer bei 0 Prozent der risikogewichteten Aktiva zu belassen. Die Kredit-BIP-Lücke ist im ersten Quartal 2023 weiter gesunken und lag mit –13 Prozentpunkten weiterhin deutlich unter der kritischen Schwelle von 2 Prozentpunkten. Vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten und den Herausforderungen aus den höheren Zinsen ist ein konservativer Ansatz bei Risikovorsorgen und eine im europäischen Vergleich angemessene Kapitalisierung wesentlich.
Wohnimmobilienfinanzierungen
In der überwiegenden Mehrheit der europäischen Länder und auch in Österreich ist die Neukreditvergabe für Wohnimmobilien als Folge der Zinserhöhungen seit Mitte des Jahres 2022 deutlich zurückgegangen. Die damit verbundene rückläufige Nachfrage nach Wohnimmobilien wirkt sich in allen betroffenen Ländern auf die Immobilienpreisentwicklung und auf die Baukonjunktur aus. In Österreich ist ein erster Rückgang der Überbewertung der Immobilienpreise feststellbar.
Die neu vergebenen Wohnimmobilienkredite in Österreich zeichnen sich nach wie vor durch einen hohen und wieder gestiegenen Anteil an variabel verzinsten Krediten aus, obwohl fixe Zinsen für Wohnimmobilienkredite derzeit günstiger sind als variable Zinsen. Die Zahlen zu den Kreditvergabestandards im ersten Halbjahr 2023 bestätigen, dass sich diese seit der Einführung der kreditnehmer:innenbezogenen Maßnahmen verbessert haben. Obwohl einzelne Institute ihre Ausnahmekontingente mehr als ausgeschöpft haben, hat mehr als die Hälfte der Kreditinstitute weniger als 50 Prozent der zur Verfügung stehenden Ausnahmekontingente der Kreditinstitute-Immobilienmaßnahmenverordnung (KIM-V) ausgenutzt.
Vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen hat das Gremium auch die Entwicklung der systemischen Risiken aus den Wohnimmobilienfinanzierungen seit der Einführung der KIM-V diskutiert. Zwar wirkt die geringere Neukreditvergabe dämpfend auf das erhöhte systemische Risiko, dieser Effekt wird allerdings durch andere Entwicklungen, wie den Rückgang der Immobilienpreise, den Anstieg der Zinsen und die schlechtere Entwicklung der Einkommen mehr als kompensiert.
Informationen zum FMSG
Das FMSG hat im Jahr 2014 seine Tätigkeit aufgenommen. Seine Aufgabe ist die Stärkung der Finanzmarktstabilität. Mitglieder sind Vertreter:innen des Bundesministeriums für Finanzen, des Fiskalrats, der Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank. Das FMSG kann insbesondere Empfehlungen an die Finanzmarktaufsicht und Risikohinweise abgeben.
Weitere Details unter: https://bit.ly/3rtLRCa

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