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Steiermark: Bauernbund als stimmenstärkste Fraktion bei LK-Wahl bestätigt

25.01.2021
Graz (OTS) - Am 24. Jänner waren die steirischen Bäuerinnen und Bauern aufgerufen, ihre Vertretung in der Landeskammer und in den Bezirkskammern zu wählen. Fünf Parteien bewarben sich um die 39 Sitze in der Landeskammer und um die jeweils 15 Sitze in den zwölf Bezirkskammern. Die abgegebenen Stimmen für die Landeskammer verteilen sich gemäß vorläufigem Ergebnis wie folgt: 70,25% (+0,54%) für den Steirischen Bauernbund, 11,43% (+2,9%) für den Unabhängigen Bauernverband (UBV), 6,8% (+0,13%) für die SPÖ-Bauern, 6,17% (-5,93%) für die FPÖ-Bauern und 5,27% (+2,36%) für die Grünen.
Gemäß vorläufigem Ergebnis ist der Steirische Bauernbund stimmenstärkste Fraktion und bleibt weiterhin gestaltende Kraft in der Landwirtschaftskammer (LK) und in den Bezirkskammern. Mit 70,25% gewinnt er 0,54% dazu und erreicht damit 29 Mandate. Laut kammerinternen Berechnungen, die auch das zweite Ermittlungsverfahren berücksichtigen, ist das um ein Mandat weniger als 2016 (30 Mandate). Das ergibt sich mitunter daraus, dass mit der neuen Wahlordnung die Einstiegshürde bei 4% liegt. Zuvor musste eine wahlwerbende Gruppe in einem Wahlkreis ein Grundmandat erreichen, was diesmal wegfiel.
"Ich danke den steirischen Bäuerinnen und Bauern für das große Vertrauen, und ich freue mich, dass wir mit einem großartigen Team, das die Vielfalt der heimischen Landwirtschaft widerspiegelt, auch weiterhin als bestimmende Kraft die Zukunft der steirischen Land- und Forstwirtschaft gestalten dürfen. Wir sehen das als Auftrag, mit ganzer Kraft an die Arbeit zu gehen und verlässlicher und unterstützender Wegbegleiter in herausfordernden Zeiten zu sein", erklärte der amtierende LK Steiermark-Präsident und Spitzenkandidaten des Steirischen Bauernbundes, Franz Titschenbacher, in einer ersten Reaktion.
Unabhängiger Bauernverband (UBV) mit Plus
Der Unabhängige Bauernverband erreichte 11,43% und somit ein Plus von 2,9%. Er wird künftig laut kammerinternen Berechnungen wie bisher mit vier Mandaten in der Landeskammer vertreten sein. UBV-Spitzenkandidat Johann Ilsinger: "Unser hochgestecktes Wahlziel von einer Verdoppelung der Mandate haben wir leider nicht erreicht. Jedoch gab es in einigen Bezirken enorme Zugewinne, die uns sehr freudig stimmen. Wir werden uns in Zukunft mit voller Kraft für die Bäuerinnen und Bauern einsetzen. Unser Ziel: Das landwirtschaftliche System langfristig ändern."
SPÖ-Bauern - Steirisches Landvolk zieht wieder in Landeskammer ein
Die SPÖ-Bauern kamen auf 6,88% der Stimmen, was einen Zuwachs von 0,13% bedeutet. Damit ziehen die SPÖ-Bauern laut Berechnungen der Landwirtschaftskammer mit zwei Mandaten in die Landeskammer ein. In der vergangenen Funktionsperiode waren die SPÖ-Bauern in der Vollversammlung der Landeskammer nicht vertreten. SPÖ-Bauern-Spitzenkandidat Josef Moosbrugger: "Ich bin mit meinem gesamten Team und mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Das Ergebnis ist ein klarer Auftrag an uns, das Wahlprogramm der SPÖ-Bauern in die Landwirtschaftskammer einzubringen und umzusetzen."
FPÖ-Bauern fast halbiert
Die FPÖ-Bauern bringen es bei der Kammerwahl 2021 auf 6,17% und müssen damit ein Minus von 5,93% hinnehmen. 2016 waren sie mit 12,10% noch die zweitstärkste Fraktion. Sie verlieren damit nach vorläufigen Berechnungen der Landwirtschaftskammer drei ihrer bisher fünf Mandate und sind künftig nur noch mit zwei Mandaten in der Landeskammer-Vollversammlung vertreten. FPÖ-Bauern-Spitzenkandidat Albert Royer: "Große Enttäuschung über die generell geringe Wahlbeteiligung! Punktuell konnten wir Freiheitliche Bauern jedoch durchaus zufriedenstellende Ergebnisse erzielen."
Grüne Bauern in der Landeskammer vertreten
Die Grünen Bauern erreichen gemäß kammerinternen Berechnungen zwei Mandate. Sie konnten von 2,91% auf 5,27% zulegen und erreichten somit ein Plus von 2,3%. Grünen Bauern-Spitzenkandidat Bundesrat Andreas Lackner: "Für die Grünen Bäuerinnen und Bauern sowie die Grünen generell ist das ein historischer Tag, weil wir als Grüne erstmals den Einzug in die Kammer schaffen. Nachdenklich stimmt uns allerdings die sehr geringe Wahlbeteiligung."
Zahlen und Fakten
Insgesamt waren 124.017 Personen wahlberechtigt. Für die Landeskammer wurden 39 Sitze vergeben, für die zwölf Bezirkskammern jeweils 15 Mandate (insgesamt: 180 Mandate). Die Wahlbeteiligung betrug 30,23%. (Schluss)
 

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