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„Verbote bedrohen Österreichs Rolle in der europäischen Wasserstoff-Zukunft“

22.06.2021
Wien (OTS) - Die Energiewende braucht Wasserstoff auch in heimischen Rohrleitungen. Während andere Länder bereits mit der Umsetzung ihrer Wasserstoff-Strategien begonnen haben, fehlt in Österreich der Plan.
Österreich ist mit seiner hervorragend ausgebauten Gas-Infrastruktur und als Drehscheibe europäischer Gaslieferungen ein geradezu perfekter Standort für die grüne Energieversorgung der Zukunft. Denn Gaspipelines und -speicher sind per se klimaneutral, schließlich können sie genauso für Transport und Lagerung von Grünem Wasserstoff oder Biomethan verwendet werden. Bei einer hochkarätig besetzten Expertenrunde aus Wissenschaft und Industrie zum Thema „Wasserstoff und klimaneutrale Gase in Europa: Österreichs Beiträge & Chancen“ am 16. Juni 2021 warnte der renommierte Wirtschaftsprofessor Friedrich Schneider deshalb, „den Ausbau der Energieinfrastruktur in Österreich durch Gebote oder Verbote zu dominieren“. Die Politik solle vielmehr auf „Anreize und Marktkräfte“ setzen. Weiters plädierte er „für eine europäische Lösung“ beim Ausbau der Wasserstoffwirtschaft und forderte Planungssicherheit für Unternehmen. „Es muss sich wirtschaftlich rechnen, dann wird auch investiert“, betonte auch Andreas X Müller, Geschäftsführer des Industriegasherstellers Linde Gas GmbH in Oberösterreich. Wasserstoff werde in Zukunft eine Schlüsselrolle spielen, sofern die Nachfrage gebündelt wird und ein entsprechend großer Markt entsteht.
Zwtl.: Infrastruktur sinnvoll weiternutzen
Für Hans Rasmusson, Generalsekretär von ERIG, dem gemeinnützigen Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk für die europäische Zusammenarbeit, „braucht das Erreichen der Klimaziele eine ganzheitliche Energiewende, an der alle erneuerbaren Gase beteiligt sein müssen – also Wasserstoff, Biogas und Biomethan.“ Während viele Grünstrom-Anlagen und auch die erforderliche Infrastruktur erst errichtet werden müssten, steht die Gas-Infrastruktur schon heute bereit. Mit Grünem Gas könne die Energiewende in der EU im Übrigen deutlich günstiger realisiert werden als mit einer reinen Stromlösung. Die Kostendifferenz liegt bei 220 Milliarden Euro. Rudolf Zauner, Experte für Erneuerbare Energien beim Verbund, betonte, dass grüner Wasserstoff langfristig vor allem dort hergestellt werden wird, wo er günstig produziert werden kann. Österreich werde wohl auch in Zukunft Energie importieren – wenn auch in grün. Es müsse sich deshalb ein internationaler Markt mit Nachweissystem herausbilden.
Zwtl.: Erste Wasserstoff-Projekte
Dass der Energieträger Wasserstoff keine Zukunftsmusik ist, sondern als Projekt bereits begonnen hat, zeigten die Beiträge der Industrieexperten. Dirk Langhammer von der OMV betonte, dass der österreichische Energiekonzern insbesondere in den Bereichen Schwerlast und öffentlicher Verkehr auf Wasserstoff setzt. Das Unternehmen errichtet zurzeit in Kooperation mit der Kommunalkredit eine Elektrolyseproduktion in Schwechat. Ab 2023 sollen dort jährlich etwa 1.500 Tonnen grüner Wasserstoff für Kraftstoffe produziert werden. Für Peter Weinelt, stellvertretender Generaldirektor der Wiener Stadtwerke, ist Wasserstoff ein Topthema, zumal sich die Stadt Wien zum Ziel gesetzt hat, bis 2040 klimaneutral zu werden. Mit Wasserstoff betriebene Gelenksbusse könnten in der klimaneutralen Zukunft weiterhin Wiens Hügellagen erreichen. Bereits 2021 beginnt die konkrete Umsetzung: Erste Wasserstoffbusse für den Linienverkehr sind geplant.
Zwtl.: Schlussfolgerungen
Eine breite Allianz aus Wirtschaft und Wissenschaft in Österreich fordert technologieoffenes Denken bei der Energiewende. Der Ausbau einer klimaneutralen Wasserstoff-Wirtschaft steht und fällt mit einer Strategie und klaren Rahmenbedingungen, die den Unternehmen Planungssicherheit für Investitionen geben – und vor allem mit netzgebundenen Leitungen, die mit dem benachbarten Ausland verbunden sind. Weinelt abschließend: „Rund um Österreich entstehen leistungsfähige Wasserstoff-Versorgungsnetze. Als Gas-Transferland muss Österreich da endlich andocken, sonst führen die Leitungen an uns vorbei.“
Über die ÖVGW Die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) ist die freiwillige Vertretung der österreichischen Gasnetzbetreiber und Wasserversorgungsunternehmen. Sie zählt alle Gasnetzbetreiber und rund 270 Unternehmen im Wasserbereich zu ihren Mitgliedern. Über Kooperationen mit Landesverbänden vertritt die ÖVGW mehr als 1.500 Wasserversorger. Diese beliefern rund 80 Prozent der Bevölkerung mit Trinkwasser.
 

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