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24.06.2022, 3703 Zeichen

Die Hürden von Lockdown und Kontaktverbot wurden von der Versicherungsbranche mit Bravour genommen

Es ist ruhig geworden im Land. Auch wenn noch eine ganze Reihe an Einschränkungen existieren, die im Zuge des Infektionsschutzes für verschiedenste Einrichtungen verhängt wurden, ist die Pandemie gefühlt vorbei: Schanigarten, Beiz und Heuriger haben geöffnet, der Gang zum Friseur oder ins Fitnessstudio ist jederzeit möglich, und auch die meisten anderen Geschäfte wurden wieder hochgefahren. Dabei ist schnell vergessen, dass die ersten Maßnahmen, die ab April 2020 von Kurz, Anschober und Co. verhängt wurden, keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Wirtschaft nahmen.

Hotellerie, Gastronomie und Tourismus hatten am schwersten unter Kontaktverboten und Lockdown zu leiden, und standen daher – zurecht – im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Dass andere Branchen in gleicher Weise von Laufkundschaft und persönlichen Gesprächen abhängig waren, ist dabei häufig unter den Tisch gefallen.

Eine Studie aus München – in Auftrag gegeben von dem Versicherungsmakler Marco Mahling – richtet den Blick konkret auf die Branche Versicherungen und Finanzberatung. Die Frage sollte geklärt werden, inwieweit die Geschäfte der Branche unter den Einschränkungen während der Seuchenzeit gelitten haben. Nur so viel vorweg: Einige der Ergebnisse waren zu erwarten, andere jedoch haben uns überrascht. Befragt wurden über 3000 Agenturen, Makler und Berater. Die Studie kann HIER kostenfrei eingesehen werden.

Dass die Arbeit der Vertreter darunter litt, dass persönliche Beratungsgespräche gar nicht oder nur noch eingeschränkt durchgeführt werden konnten, war als Ergebnis der Studie nicht überraschend. Wie die Branche jedoch auf die Herausforderung reagiert hat, war durchaus bemerkenswert. Das Versicherungsvergleichs-Portal „finanzgewissen.de“ schreibt zwar in einer Stellungnahme, dass der Wandel des Versicherungsgewerbes weg von Papier und persönlichen Gesprächen, hin zu digitalen Dokumenten und Online-Kontakten, keineswegs überraschend kam – doch die Geschwindigkeit und Gelassenheit, in der dies geschah, sorgte auch bei Experten für gelupfte Augenbrauen.

Der wirklich erstaunliche Aspekt, der erst durch Studie zutage trat, hängt nur wenig mit der Digitalisierung zusammen. Angesichts von Unternehmensschließungen, Entlassungen und Kurzarbeit wäre eigentlich zu erwarten gewesen, dass Mandanten und Mandantinnen ihre Versicherungen kündigen oder stilllegen, oder andere Wege suchen, die zu bezahlenden Beiträge zu senken, damit die plötzlich knapp gewordene Marie wenigstens für die Grundbedürfnisse ausreicht. Auch mit Zahlungsschwierigkeiten oder -ausfällen wäre eigentlich zu rechnen gewesen. Die Auswertung der Studie zeigt, dass dies auch durchaus Bestandteil bei Beratungsgesprächen war – doch in der Praxis ist dies dann doch eher selten zum Tragen gekommen.

Um einen kurzfristigen Geldmangel damit auszugleichen, dass an essentiellen Absicherungsmaßnahmen der Rotstift angesetzt wird, darf ohne Umschweife als schlechte Idee bezeichnet werden. Die Studie stellte heraus, dass Renten- und Lebensversicherungen in der Wichtigkeit bei den Kunden ganz oben stehen. Genau diese wirken sich aber am krassesten aus, wenn sie benötigt werden, aber am Leistungsumfang geknipst wurde.

Es darf den Beratern angerechnet werden, die – und das ist das zusammengefasste Ergebnis der Studie – ganz offensichtlich in solchen Notfällen immer eine für den Kunden gangbare Lösung gefunden haben. So wurde dank der Beratungskompetenz und der raschen Anpassung an die neuen Umstände gleich beides über die Pandemiezeit gerettet: der wichtige Versicherungsschutz der Kunden, sowie die Branche als Ganzes.





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