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WKÖ-FV Bergbau-Stahl und Nichteisen-Metalle: Rasant steigende Energiepreise sind standortgefährdend

27.01.2022, 1987 Zeichen
Wien (OTS) - Die aktuelle Entwicklung der Energiepreise bietet wenig Grund für Optimismus und lässt die standortpolitischen Alarmglocken schrillen. In der Metallproduktion entfällt rund ein Drittel der Kosten auf Energie. Dies trifft insbesondere auf die österreichische Stahl- Nichteisen- und Kupferindustrie zu. „Die extreme Kostensteigerung und in weiterer Folge auch die auf uns zukommenden CO2-Bepreisungen ab Juli belasten unsere Unternehmen dermaßen, dass ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit stark leidet “, betont Roman Stiftner, Geschäftsführer der WKÖ-Fachverbände Bergbau-Stahl und NE-Metalle.
Die Preise für Strom und Gas haben sich in den letzten Wochen mehr als verdoppelt und bisher nicht gekannte Höhen erreicht. Aufgrund der derzeit herrschenden geopolitischen Lage ist davon auszugehen, dass der Gaspreis nicht sinken wird. Auch wenn der Strompreis kurzfristig leicht rückläufig ist, bleibt die Strompreisdifferenz zu Deutschland nach wie vor signifikant und stellt einen besonderen Wettbewerbsnachteil für österreichische Betriebe dar. Einer aktuellen Umfrage der WKÖ zufolge erwägen bereits 40% der energieintensiven Industrieunternehmen aufgrund der stark steigenden Energiepreise ihre Produktionsstandorte ins Ausland zu verlegen.
Kurzfristig würde eine Überwindung der seit 1.10.2018 wirksamen Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone die hohe Differenz der Strompreise abmildern. Weiters ist die Politik gefordert, die Strompreiskompensation zur Verhinderung von indirektem Carbon Leakage umzusetzen. Die rasche Beschlussfassung und Implementierung der Wasserstoff-Strategie sowie eine wettbewerbskonforme Ausgestaltung der nationalen CO2-Bepreisung sind unerlässlich.
„Unsere Politik ist aufgefordert, rasch Gegenmaßnahmen zu setzen, um die Konkurrenzfähigkeit des österreichischen Wirtschaftsstandorts auch für die energieintensive Industrie wieder herzustellen und die zahlreichen gefährdeten Arbeitsplätze abzusichern“, sagt Stiftner abschließend. (PWK041/PM)

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