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Emerging Markets Anleihen profitieren von Rohstoff-Rallye (Monika Rosen)

Bild: © www.shutterstock.com, Öl, Erdöl, Ölfässer http://www.shutterstock.com/de/pic-316027709/stock-photo-i...

Autor:
Monika Rosen

Chefanalystin , Bank Austria Private Banking

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23.03.2016, 3732 Zeichen

Die Anleihen der Emerging Markets haben in den letzten Jahren deutlich Federn lassen müssen, es gab teilweise heftige Kursrückgänge. Dies ist in großem Ausmaß auf die Handelsbilanzdefizite dieser Länder zurückzuführen, die die lokalen Währungen stark belastet haben. Überdies gerieten die Währungen auch durch die schwachen Rohstoffpreise unter Druck, da viele Schwellenländer zu den Rohstoff-Exporteuren zählen. Zusätzlichen Gegenwind bescherte den Schwellenländern die US Notenbank, die im Dezember 2015 die erste Zinsanhebung durchführte und damit Veranlagungen in Dollar attraktiver machte.

In den beiden letzten Monaten bewegten sich die Anleihen, aber auch die Aktien der Schwellenländer wieder nach oben. Ein großer Einflussfaktor ist mit Sicherheit die Erholung im Ölpreis. Ein Kursanstieg von 50% bei Rohöl verlieh vielen Emerging Markets - und deren Handelsbilanz - Aufwind. Aber nicht nur Rohöl verbessert sich, sondern auch viele andere Rohstoffe, wie z.b. Metalle. Brasilien konnte von dieser Entwicklung am meisten profitieren. So hat der brasilianische Real seit Mitte Jänner um 12% an Wert gegenüber dem Euro gewonnen, die 10-jährigen brasilianischen Renditen sind im selben Zeitraum von 16,7% auf 13,8% zurückgegangen.

Generell wird die zukünftige Entwicklung dieser Märkte stark von China sowie von den Rohstoffpreisen, allen voran vom Ölpreis, abhängen. Zum einen entwickelt sich China nach und nach von der einfachen Werkbank zu einem Land mit hohem Know-How, dadurch verlieren einige Nachbarländer Teile ihres Geschäfts (allen voran Taiwan oder Südkorea). Aus diesem Grund ist Südostasien im Zusammenhang mit Schwellenländeranleihen eher gemischt zu betrachten. Zum anderen bildet der Ölpreis weiter einen erheblichen Unsicherheitsfaktor, der kurzfristig noch zu größeren Schwankungen führen könnte. Langfristig sollte sich der Ölpreis aber stabilisieren und damit einen positiven Katalysator für die Schwellenmärkte bilden.

Wir bestätigen daher unser Engagement bei Schwellenländeranleihen. Auch wenn ein kurzfristiges Abwärtspotenzial bestehen bleibt, sind wir von der langfristigen Rentabilität des Investments überzeugt.

Der Autorin auf Twitter folgen:@Monika_Rosen

Wichtige rechtliche Information - bitte lesen:

Diese Publikation stellt weder eine Marketingmitteilung noch eine Finanzanalyse dar. Es handelt sich lediglich um Informationen über allgemeine Wirtschaftsdaten. Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen kann keine Verantwortung für Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität und Genauigkeit übernommen werden. Die Publikation wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Informationen sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder als Aufforderung, ein solches Angebot zu stellen, zu verstehen. Diese Publikation dient lediglich der Information und ersetzt keinesfalls eine individuelle, auf die persönlichen Verhältnisse der Anlegerin bzw. des Anlegers (z. B. Risikobereitschaft, Kenntnisse und Erfahrungen, Anlageziele und finanziellen Verhältnisse) abgestimmte Beratung. Wertentwicklungen in der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Es ist zu bedenken, dass Wert und Rendite einer Anlage steigen und fallen können und dass jede Anlage mit Risiko verbunden ist. Die vorstehenden Inhalte enthalten kurzfristige Markteinschätzungen. Die Wertangaben und sonstigen Informationen haben wir aus Quellen bezogen, die wir für zuverlässig erachten. Unsere Informationen und Einschätzungen können sich ändern, ohne dass wir dies bekannt geben.


(23.03.2016)

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