02.05.2016, 1279 Zeichen
Jochen Stanzl, 02. Mai 2016
Relativ impulslos gelang dem Deutschen Aktienindex heute eine leichte Stabilisierung nach dem Rutsch zum Vorwochenschluss um fast drei Prozent. Nach dem Scheitern an der 200-Tage-Linie bleibt allerdings die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass vor einer möglichen Fortsetzung der Aufwärtsbewegung der Index erst einmal wieder vierstellig wird.
Der Fokus der Investoren bleibt auf dem Devisenmarkt. Ein Euro, der im Tagesverlauf die 1,15 zum US-Dollar nach oben durchbrach, sollte sich in den kommenden Tagen als Bremsklotz für europäische Aktien erweisen. Zwar bleiben Dividendenpapiere vor dem Hintergrund niedriger Zinsen die einzig wirkliche Alternative am Kapitalmarkt. Dennoch braucht es aktuell noch mehr Gründe, um Käufer in den Markt zu locken. Die geldpolitische Unterstützung jedenfalls hat ihren Zauber vorerst verloren.
Und die Anleger verlieren aktuell ihre Risikobereitschaft und steuern sichere Häfen an, gut abzulesen am zwischenzeitlich über 1.300 US-Dollar steigenden Goldpreis und einem Japanischen Yen, der sich nicht nur wegen ausbleibender Maßnahmen der Bank of Japan weiterhin relativ stark präsentiert. Die Währung hat von ihrem Tief im Sommer vergangenen Jahres gegenüber dem US-Dollar schon wieder fast 15 Prozent an Wert gewonnen.
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