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Max Otte und das Facebook-Experiment (Max Otte)

Autor:
Max Otte

Prof. Dr. Max Otte promovierte in Princeton und lehrte Betriebswirtschaft an den Hochschulen/Universitäten Worms, Boston, Würzburg und Graz.
Seit 15 Jahren hat er sich voll und ganz dem Privatanleger verschrieben. Sein Ziel: 
Eine bankenunabhängige und nachvollziehbare Aktienanalyse auf Basis wertorientierter Kapitalanlage. Kern seines Strategieansatzes ist die von ihm entwickelte Methode der Königsanalyse®.
In seinem Buch „Der Crash kommt“ prognostizierte Max Otte bereits im Sommer 2006 die internationale Finanzkrise von 2008. Daneben hat der dreimalige „Börsianer des Jahres“ mehr als ein Dutzend weiterer Bücher sowie zahlreiche Artikel in Zeitungen und Fachblättern veröffentlicht. Regelmäßig wird er von den Medien zu Anlage- und Währungsfragen interviewt.
Max Otte ist Gründer der in Köln ansässigen IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH, die seinen wöchentlichen Börsenbrief Der Privatinvestor herausgibt, sowie Gründer und Mitglied im Verwaltungsrat der in Zug (Schweiz) ansässigen Privatinvestor Verwaltungs AG. Der PI Global Value Fund, der Max Otte Vermögensbildungsfonds und der Max Otte Multiple Opportunities Fund werden gemäß seiner Strategie der Königsanalyse® verwaltet.

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10.05.2016, 4688 Zeichen

Sehr geehrte Privatanleger,

ich habe jetzt auch einen Facebook -Account. Nun werden etliche von Ihnen doch sehr verwundert sein. Aber kein Grund zur Panik. Ich bin nach wie vor der Meinung, das Social Media unser Leben kontrollierbarer und oftmals ärmer machen, weil der reale Kontakt fehlt. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die großen amerikanischen Technologieunternehmen eng mit NSA & Co. zusammenarbeiten.

Aber ich wollte ausprobieren, wie Facebook funktioniert. Dazu bot sich an, meine neue Bargeldkampagne www.rettet-unser-bargeld.de über Facebook (WKN: A1JWVX ) zu teilen. Also meldete ich mich mit ein paar wenigen Angaben an. Das System schlug mir „Freunde“ vor. Ein paar davon kannte ich tatsächlich aus dem Arbeitsumfeld und würde sie eher als „Kollegen“ bezeichnen. Also versandte ich einige „Freundschaftsanfragen“. Nach einigen Tagen hatte ich bereits 137 „Freunde“. Einige davon markierten meine Notiz zur Bargeldkampagne mit „gefällt mir“. Andere mein Bild. Was das soll, darüber zerbreche ich mir noch den Kopf.

In etwa hatte ich ja eine Ahnung, was Facebook zu einem Unternehmen gemacht hat, das an der Börse viermal mehr wert ist als zum Beispiel Daimler (WKN: 710000). Das System ist tatsächlich verführerisch: Es bedient den Selbstdarstellungstrieb und belohnt es, wenn man viel von sich ins Netz stellt. Je mehr, desto besser. Optimale Werbung oder soziale Kontrolle sind da sehr nah.

Ich hatte noch keine Zeit, mich in die Raffinessen und Niederungen von Facebook einzuarbeiten. Derzeit gibt es zwei Posts von mir. Dafür bin ich damit beschäftigt, Freundschaftsanfragen zu beantworten oder Freundschaftsvorschläge des Systems zu sortieren. Facebook hält einen schon beschäftigt.

Ich will aber das Thema „Social Media“ (die man eigentlich Antisocial Media nennen müsste) besser versehen. Dieses Wissen ist sicher gut für meine Investmententscheidungen, für mein Verständnis von modernen Verlagen, für mein Wissen um die Gesellschaft. Facebook ist leider tatsächlich wie eine Krake in einem absoluten Wachstumsbereich verankert. Das Unternehmen hat gute Chancen, weiter zu wachsen und seine exorbitante Marktkapitalisierung weiter zu steigern. Wir werden sehen.

Die wahre Herausforderung in meinen Facebook-Experiment wird es werden, zu versuchen, dereinst meinen Facebook-Account zu löschen.

Auf gute Investments!

Ihr

 

Prof. Dr. Max Otte

P.S.: Am 4. Mai fiel die Entscheidung der europäischen Zentralbank, den 500-Euro-Schein abzuschaffen. Hier geht es eben nicht um die Bekämpfung von Kriminalität, sondern um eine weitere Einschränkung unserer Freiheit.

Und um eine Schwächung des Euros und Europas, wie sogar die BILD vermutete. Der Zusammenhang ist wie folgt: nach wie vor ist weit über 60 Prozent des Geldumlaufs in großen Scheinen. Das sagte der Bundesbankvertreter während der Anhörung im nordrhein-westfälischen Landtag, zu der ich neben Norbert Häring auch als Experte geladen war. Der 500-Euro-Schein ist für Unternehmen, für Geldtransporte und für die Geldaufbewahrung sehr wichtig. Viele Unternehmen und Länder halten Bargeld in Euro. Die Abschaffung des 500-Euro-Scheins schwächt die Reserverolle des Euros gegenüber dem Dollar. Die Dollarlobby greift mittlerweile zu verzweifelten Schritten.

Mit Prof. Dr. Joachim Starbatty, MdEP hat sich einer der Original-Europläger von 1997 unserer Initiative angeschlossen. Am 14. Mai ab 11:00 findet in Frankfurt vor dem Römer die erste Demonstration „Finger weg von unserem Bargeld" statt. Joachim Starbatty, Thorsten Schulte und ich werden sprechen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal demonstrieren würde. Nun ist es soweit

Hinweis/Disclaimer: 

Prof. Dr. Max Otte berät beziehungsweise Unternehmen, an denen Prof. Dr. Max Otte beteiligt ist, beraten den PI Global Value Fund (WKN: A0NE9G) und den Max Otte Vermögensbildungsfonds (WKN: A1J3AM). Diese beiden Fonds könnten Positionen in Titeln halten, die in dieser Kolumne genannt sind. 

Für den Fall, dass Leser dieser Kolumne Positionen in einen genannten Titel in einem Umfang erwerben, der dazu geeignet ist, den Preis des Titels zu beeinflussen, könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide die Fonds im Falle der Veräusserung des Titels aus deren Portfolio nach einem solchen Kursanstieg vom Erwerb des Titels durch die Leser der Kolumne profitieren. Auch im Falle eines Verkaufs in einem entsprechenden Umfang durch Leser der Kolumne könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide Fonds von fallenden Kursen durch günstigere Einstiegskurse im Falle eines späteren Kursanstiegs profitieren.

© DER PRIVATINVESTOR; www.privatinvestor.de

  

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(10.05.2016)


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    Aber ich wollte ausprobieren, wie Facebook funktioniert. Dazu bot sich an, meine neue Bargeldkampagne www.rettet-unser-bargeld.de über Facebook (WKN: A1JWVX ) zu teilen. Also meldete ich mich mit ein paar wenigen Angaben an. Das System schlug mir „Freunde“ vor. Ein paar davon kannte ich tatsächlich aus dem Arbeitsumfeld und würde sie eher als „Kollegen“ bezeichnen. Also versandte ich einige „Freundschaftsanfragen“. Nach einigen Tagen hatte ich bereits 137 „Freunde“. Einige davon markierten meine Notiz zur Bargeldkampagne mit „gefällt mir“. Andere mein Bild. Was das soll, darüber zerbreche ich mir noch den Kopf.

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