28.06.2016, 3813 Zeichen
Politik ist von kurzlebigen Aspekten geprägt. Sagt man. Und angesichts des aktuellen Ergebnisses des Referendums in UK ist das nur allzu deutlich vor uns getreten. Egal was die Wähler dazu getrieben hat, wie viele Politiker gelogen und ihr Land betrogen haben ohne dafür auch nur ein Jota an Courage zu gewinnen, diese dabei als das enttarnt wurden was sie wohl sind, ein populistisches rückgratloses Gemenge an Existenzen die ihre Fahnen in jeden Wind dieser Welt hängen nur damit er ihnen selbst nützt, im Gegenteil zu dem fadenscheinigen Argument all dies im Namen ihrer Wähler zu tun, es ist was es ist, ein Wählervotum und die Kapitalmärkte müssen sich damit auseinandersetzen. Und das ist ein konsequenter und für Viele auch teurer Prozess.
Was heißt das nun. Nun, in dieser unsicheren Situation die das Brexit-Votum nach sich gezogen hat müssen die Märkte einmal „Sicherheit“ erzeugen. Ein wohl ziemlich schwieriger Prozess weil man ja nicht „sicher“ weiß was überhaupt geschehen wird. Und das versuchen die Kapitalmärkte derzeit zu verarbeiten. Die höchstmöglichen Wahrscheinlichkeiten werden als Basis für Allokationsentscheidungen genommen und die sehen so aus: Banken werden es im kompakten EU-Raum zwar am Ende besser haben weil von klaren Spielregeln ohne UK-Ausnahmen geprägt, aber bis dahin ergibt sich ein kostspieliger Prozess etliche Freiheiten in London nicht mehr ausüben zu dürfen. Der EU-Pass ist dann aus Londoner Sicht futsch. Damit auch das liberale Londoner Finanzrecht als Basis. Umsiedeln kostet, daher die Banken unter Druck. Dann die Firmen die ihre Hauptkunden in UK haben aber nicht dort produzieren. Sind schon weit weniger und ziemlich verstreut auf diverse Sektoren verteilt (Forschung ist leider kaum an den Börsen als Asset präsent, die trifft es nämlich am härtesten). Und dann eben die geografischen Neu-Allokationen: im (un)-Wissen was denn demnächst kommen sollte konzentrieren sich die großen Investmenthäuser eben auf die liquiden Börsenplätze und suchen sich dort am liebsten gleich die globalen Player heraus denn die kann man ja, denkt man, wenn es sich beruhigt hat immer wieder kaufen.
Eines bleibt aber diesen Marktteilnehmern inne und haftet insbesondere in diesem Jahr wie Pech an deren Portfolien: diese Absicherungs- und Umstrukturierungsvorgänge haben richtig viel Geld gekostet. Schon zu Beginn des Jahres haben die unkontrollierten Rückgänge die aus reinem Unwissen was denn diese Veränderungen wirklich treibt so viele in den Hedge oder die Cash Position gehetzt, nur um danach zusehen zu müssen als sich die Märkte wie von Zauberhand wieder erholten. Das Rückgewichten ein teurer Prozess. Dann wieder im April. Was war es noch? EZB oder doch die FED? Wieder runter, wieder absichern. Die Erholung danach wie von Zauberhand, und wieder teuer rückgekauft. Dann die Brexit-Bremain Kasperltänze. Zuerst alles runter, dann die Erlösung in Form der Wettbüros die allesamt auf ein solides Bremain zeigten, bis sich diese sich dann wieder blitzartig drehten und wieder die Risk-Controller in ihrem Elend, kurz nachdem sie der Sicherheit eines Bremains aufgesessen waren erst recht in den erneuten Hedge trieben. Naja und jetzt sitzen wir da drin in diesen Märkten. Wo die Not der Risk Manager immer mehr in die Taschen der Portfolien hineingreift und die Umschichtungen daher immer aggressiver werden lässt. Dauert sicher nicht mehr lange und wir sehen wieder einen deutlichen Anstieg, der am Ende wie schon so oft davor von großen Asset Häusern getragen werden wird.
Man kann sich das Ganze natürlich auch sparen indem man versucht so klar und exakt wie möglich in erkennbare Geschäftsmodelle zu investieren. Die sind dann vielleicht kurzfristig einmal unter Druck aber sicher nicht lange, weil deren Asset eines ist, das in diesen Zeiten so selten ist, Sicherheit.
BörseGeschichte Podcast: Ernst Vejdovszky vor 10 Jahren zum ATX-25er
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