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Netflix und die Probleme mit dem Wachstum (Marc Schmidt)

Bild: © Netflix Inc. (Homepage), Netflix Inc. Headquarters in Los Gatos, California

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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19.07.2016, 2069 Zeichen

Der weltweit führende Video-on-Demand-Anbieter Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061) hat mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal wenig überzeugt. Vor allem das Wachstum scheint sich als Hemmschuh zu erweisen. Für die Aktie muss dies aber keine schlechte Nachricht sein.

Während der Umsatz um 28 Prozent auf 2,1 Mrd. US-Dollar deutlich anstieg und die Erwartungen des Marktes traf, fiel das bereinigte EPS von 10 auf 7 Cents. Die Erwartungen hatten hier jedoch nur bei 2 Cents gelegen. Das war es aber auch schon mit den guten Nachrichten. Die von Netflix selbst anvisierten Wachstumszahlen konnten nämlich nicht erreicht werden. Eigentlich wollte das Unternehmen 2,5 Millionen neue Kunden erreichen. Am Ende waren es nur 1,68 Millionen. Besonders im Kernland USA enttäuschte das Wachstum. Statt 500.000 neuer Kunden, waren es nur 160.000.

Der Blick in die Zukunft ist derweil optimistisch. Netflix will im dritten Quartal einen Umsatz von 2,16 Mrd. US-Dollar und ein unbereinigtes EPS von 5 Cents erzielen. Analysten erwarten hierbei Umsatzzahlen von 2,26 Mrd. US-Dollar und ein bereinigtes EPS von 7 Cents. Auch bei den neuen Kunden ist Netflix optimistisch. Zwischen Juli und September will man 2,3 Millionen neue Nutzer von seinem Angebot überzeugen.

Chart: Ariva

Chart: Ariva

Der Kursverlauf spricht nicht gerade für die Aktie. Die 200-Tage-Linie ist klar unterschritten. Und der Trend geht klar seitwärts. Dennoch könnte Netflix mit seiner Preiserhöhung die operative Lage rasch deutlich verbessern und so mehr durch die bestehenen Kunden verdienen. Das Wachstum würde dann zwar stocken, aber der Effekt dürfte von den höheren Erträgen übertroffen werden. Anleger die vor diesem Hintergrund gehebelt auf steigende Kurse der Netflix-Aktie setzen möchten, finden das Produkt (WKN: VS8MEL / ISIN: DE000VS8MEL9) sehr interessant.

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