03.08.2016, 2299 Zeichen
Die schwachen Touristenzahlen machen nicht nur der Reise- und Luftfahrtbranche zu schaffen. Auch die Anbieter von Luxusgütern sind betroffen. Dieser Umstand machte sich in den jüngsten Zahlen des weltgroßen Uhrenherstellers Swatch (WKN 865126 / ISIN CH0012255151) bemerkbar. Trotzdem sieht der SMI-Konzern optimistisch in die Zukunft.
Einige Investoren dachten, dass Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) mit seiner Apple Watch zur größten Gefahr für Swatch werden würde. Weit gefehlt. Der Abschwung in einigen Schwellenländern und die infolge zunehmender Unsicherheiten geringere Reiselust machten den Schweizern zuletzt eher zu schaffen. Immerhin gab es jüngst auch einige Hoffnungsschimmer. Aus Unternehmenssicht ist die Talsohle im Einzelhandel in Hongkong durchschritten. Gleichzeitig werden eindeutige Verbesserungen in Festlandchina gesehen. Daher rechnet Swatch mit einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte, so dass 2016 auf Gesamtjahressicht bei Umsatz und Gewinn mit Werten in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet wird.
Die Vontobel-Analysten erachten diesen Unternehmensausblick zwar als ehrgeizig, rechnen aber ebenfalls mit einer Verbesserung im zweiten Halbjahr gegenüber den schwachen ersten sechs Monaten. Dies würde aus Analystensicht jedoch ein gutes Europa-Geschäft und einen verlangsamten Rückgang in Hongkong voraussetzen. In Festlandchina als wichtigstem Markt werden derzeit zweistellige Zuwächse verzeichnet. Aufgrund rückläufiger Schweizer Uhrenexporte wurden trotzdem die Gewinnschätzungen für Swatch und das Kursziel (320 auf 260 CHF) für die Aktie gesenkt, während das „Hold“-Rating bestätigt wurde.
Chart: finanztreff.de
Die jüngsten Herausforderungen habe die Swatch-Aktie ordentlich unter Druck geraten lassen, so dass zumindest mutige Anleger auf ein Comeback setzen könnten. Da es unter den Schweizer Blue Chips außerdem interessantere Dividendentitel gibt, können besonders optimistisch eingestellte Anleger mithilfe von Hebelprodukten (WKN: VN2Y6H / ISIN: DE000VN2Y6h6) auch überproportional von einer Kurserholung profitieren.
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