Daimler, VW & BMW: Zum Stehen gekommen? (Ivan Tomasevic, Marc Schmidt)
02.09.2016, 2110 Zeichen
Lange Zeit konnten sich die deutschen Autohersteller auf einen boomenden US-Markt verlassen. Allerdings scheint es damit nun vorbei zu sein. Damit müssen Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) & Co auf dem zweitgrößten Automarkt der Welt in Zukunft wohl kleinere Brötchen backen.
Chart: finanztreff.de
Im Monat August reichte es für die Marke Mercedes-Benz gerade einmal zu einem mickrigen Absatzplus im Vergleich zum Vorjahresmonat von 0,1 Prozent auf 28.404 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn verzeichnen die Schwaben sogar ein leichtes Absatzminus von 0,5 Prozent. Nur dank der Verkäufe von Mercedes-Benz Vans und smart kommt Mercedes-Benz USA insgesamt zwischen Januar und August auf einen höheren Absatz als im Vorjahr (+0,7 Prozent). Deutlich schlechter lief es bei BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) und Volkswagen (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039). Wenigstens konnte VW mit seinen Premiummarken einige Achtungserfolge feiern.
Ein schwächer werdender US-Automarkt und auslaufende Steuervergünstigungen in China drohen der Autobranche einen weiteren Schlag zu versetzen, nachdem es in den Jahren nach der Finanzkrise fast rund zu laufen schien. Damit stellt sich nicht nur die Frage, welcher DAX -Autowert derzeit die größten Chancen mitbringt, sondern ob überhaupt noch Kurspotenzial bei den Aktien von Daimler, VW und BMW zu finden ist. Dabei hat Daimler einige Vorteile.
Die Daimler-Aktie hat aus Sicht der Point & Figure Charttechnik ein interessantes Kaufsignal generiert. Aus fundamentaler Sicht kommen den Schwaben wiederum einige Aufholeffekte zugute. Mercedes-Benz greift BMW als weltgrößten Premium-Hersteller an. Gleichzeitig hinkten sie bisher in China hinterher, so dass das Wachstum nun beeindruckender als bei der Konkurrenz ausfällt. Alternativ zu einer Direktanlage bietet sich auch ein Hebelprodukt (WKN: VT95FG/ ISIN: DE000VT95FG7) auf die Daimler-Aktie an.
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