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Twitter-Aktie: Durch Übernahmefantasie am Leben gehalten (Plusvisionen.de, Marc Schmidt)

Bild: © Josef Chladek/photaq.com, Hashtag, Twitter

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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02.09.2016, 2663 Zeichen

Kann Twitter (WKN: A1W6XZ / ISIN: US90184L1026) allein überleben? Ich glaube: kaum. Obwohl ich selbst ein [großer] Twitter-Fan bin, weil es sicherlich keinen besseren frei verfügbaren [kostenlosen] Nachrichtendienst gibt, habe ich doch erhebliche Zweifel, dass es Twitter allein schaffen kann. Viele Nutzer wissen nach wie vor nicht, wie und für was sie Twitter nutzen sollen. Nachvollziehen kann ich das nicht, da ich Twitter sehr einfach und transparent finde – ganz anders als beispielsweise Facebook oder gar Snapchat [gut, Snapchat begreift man vermutlich nicht mehr, wenn man jenseits der 25 ist]. Vielleicht ist das gerade das Problem von Twitter, der fehlende Coolness-Faktor. Journalisten und Professionelle wissen um die Vorzüge von Twitter, aber der breiten Masse bleiben die 140-Zeichen-Botschaften zu abgehoben [woran vermutlich auch die Twitter-Gemeinde liegt, die auf jeden mit Herzen eindrischt, der einfach nur twittern möchte und keine Mission hat].

So wächst die Twitter-Community viel zu langsam, ganz besonders im Vergleich zu Instagram, Facebook oder Snapchat. Aber genau das ist die Währung bei Analysten, Finanziers und Aktionären. Wer nicht liefert, wird abgestraft. Die Twitter-Aktie notierte an der Börse mal bei 75 Dollar und sackte zwischenzeitlich bis auf rund 14 Dollar ab. Ich war eigentlich zuversichtlich, weil neue Features wie Periscope oder Vine kamen, doch der ersehnte Push blieb aus.

Twitter-Chart: finanztreff.de

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Inzwischen hat sich der Twitter-Kurs zeitweise wieder auf mehr als 21 Dollar berappelt, aber auch dann wieder zurückgefallen. Erst jetzt gab es neuen Schwung, aufgrund von Übernahmegerüchten. Gut, ganz frisch sind diese auch nicht, schon immer gab es die Vermutung, dass vielleicht Google bei Twitter zugreifen könnte, weil Google in Sachen Content schwach und Twitter stark ist, win-win sozusagen. Auch Ex-Microsoft Steve Ballmer und der saudische Prinz Alwaleed bin Talal al Saud wurden schon als Aufkäufer genannt. Doch jetzt hat Aufsichtsrat Evan Williams hinsichtlich der Unabhängigkeit orakelt:

„Wir sind jetzt in einer starken Position und als Aufsichtsratsmitglieder müssen wir die richtigen Optionen prüfen.“

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Ein Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.


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Microsoft
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Twitter
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