18.10.2016, 7873 Zeichen
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Die Ölpreise gehen mit kräftigen Zugewinnen in die Woche: Der Preis für die US-Sorte WTI erhöht sich am Montag um 1,3 Prozent auf 51 US-Dollar je Barrel. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 1 Prozent auf knapp über 52 US-Dollar. Wie die Rohstoffanalysten der Commerzbank argumentieren, ist der Preisanstieg bei Öl in Höhe von 20 Prozent seit Ende September stark spekulativ getrieben. Der CFTC-Statistik zufolge kletterten die spekulativen Netto-Long-Positionen bei WTI in der Woche zum 11. Oktober um weitere 31.500 auf 254.400 Kontrakte – dritter kräftiger Wochenanstieg in Folge. Sie haben damit wieder das Niveau vom Mai 2015 erreicht. Bei Brent ergibt sich ein ähnliches Bild: In der vorherigen Berichtswoche lagen die spekulativen Netto-Long-Positionen nur 40.000 Kontrakte unter dem im Frühjahr erreichten Rekordniveau. Sollte allerdings die jüngste OPEC-Ankündigung von Produktionskürzungen ins Leere laufen, könnten die bereits mehrmals enttäuschten Anleger sich rasch von ihren Long-Positionen trennen. Ein rascher Preisverfall würde dann zunächst auch das Bohren nach Schieferöl in den USA wieder unattraktiver machen. Wie der Branchendienstleister Baker Hughes berichtet, waren die Bohraktivitäten in der Woche zum 15. Mal in den vergangenen 16 Wochen gestiegen. |
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Angesichts des etwas schwächeren US-Dollars legt der Goldpreis am Montag minimal zu. Die Notierung pendelt oberhalb der Marke von 1.250 US-Dollar je Feinunze. Die sich an den Goldpreiseinbruch von Anfang Oktober anschließende, seit zehn Tagen anhaltende Konsolidierung geht damit weiter. Für viele Investoren kam der Sturz von 1.340 US-Dollar auf 1.240 US-Dollar überraschend. Hintergrund war eine außerordentlich hohe Zahl von Futures-Verkäufen, wie jüngste Daten der US-Terminmarktaufsicht verdeutlichen: In den fünf Handelstagen bis einschließlich Dienstag, 4. Oktober stießen Marktteilnehmer 55.000 Kontrakte ihrer Netto-Long-Positionen ab – was einem Äquivalent von 171 Tonnen Gold entspricht. „Der stärkste Rückgang seit Mitte Mai dieses Jahres", rechnet Thorsten Proettel vor, Investmentanalyst bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Der Abverkauf ging jedoch noch weiter: In der Woche zum 11. Oktober wurden die Netto-Long-Positionen um weitere 26 Prozent reduziert. Nach Angaben der Rohstoffanalysten der Commerzbank handelt es sich damit insgesamt um den stärksten Positionsabbau innerhalb von zwei Wochen seit Beginn der Datenreihe vor 10 Jahren. Noch immer bestehen mehr als 150.000 Netto-Long-Kontrakte; im Vergleich zum bisherigen Jahreshöchststand von 273.000 Kontrakten (nach dem Brexit-Referendum) ist jedoch ein deutlicher Abbau zu bemerken. Chartanalysten zufolge könnte der Goldpreis in den kommenden Wochen bis auf 1.200 US-Dollar je Feinunze nach unten gehen, um von dort wieder zu steigen. Ein Effekt des niedrigeren Preises ist schon jetzt zu sehen: die physische Nachfrage nimmt zu. Besonders auffällig: Die Gold-ETFs verbuchen trotz des Preisrückgangs keine nennenswerten Verkäufe. Im Gegenteil: Seit Monatsbeginn wurden die Bestände um 19 Tonnen aufgebaut, mehr als im gesamten letzten Monat.Mit dem Rückfall bei Gold dürften möglicherweise schon im Dezember steigende US-Zinsen bereits eingepreist sein. Sollten die Inflationsraten in den USA im kommenden Jahr aufgrund der verbesserten Konjunkturentwicklung merklich zulegen, könnte das Schutzbedürfnis der Anleger gegenüber Preisteuerungen höhere Zinsen kompensieren – und Gold weiter steigen.
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Eine spannende Woche für die Industriemetallpreise beginnt: Wichtige Konjunkturdaten aus China stehen an, darunter das BIP für das dritte Quartal. Sollte der Indikator wie bereits von Premierminister Li Keqiang angedeutet positiv ausfallen, könnten die Metallpreise Auftrieb bekommen. Anleger haben sich bereits positioniert: Wie die CFTC-Statistik zeigt, sind die spekulativen Marktteilnehmer Kupfer gegenüber merklich optimistischer eingestellt. Die Netto-Long-Positionen an der Comex in New York wurden jüngst weiter ausgeweitet. Mit mehr als 13.000 Kontrakten bewegen sie sich jetzt auf dem höchsten Stand seit Anfang August. Dies hat dem Kupferpreis jedoch kaum Auftrieb gegeben: Kupfer pendelt um die Marke von 4.700 US-Dollar je Tonne. Wie die Rohstoffanalysten der Commerzbank berichten, hat China laut Daten der Zollbehörde im September „nur" 340.000 Tonnen Kupfer importiert – 25 Prozent weniger im Vorjahresvergleich und zugleich der niedrigste Wert seit Februar 2015. „Die Dynamik der Kupferimporte hat seit Jahresbeginn deutlich nachgelassen. Im letzten Quartal wurden im Durchschnitt nur noch 350.000 Tonnen Kupfer pro Monat importiert, während es in den beiden Quartalen zuvor noch durchschnittlich knapp 480.000. bzw. gut 430.000 Tonnen waren." Wie die Rohstoffexperten weiter ausführen, sind die geringeren Importe von Kupferraffinade im Wesentlichen auf eine höhere inländische Kupferproduktion zurückzuführen. Auch die übrigen Metallpreise präsentieren sich zu Wochenbeginn kaum verändert. Aluminium wird für 1.660 US-Dollar je Tonne gehandelt und für Nickel werden rund 10.400 US-Dollar je Tonne aufgerufen. |
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| *) Stand: 18.10.2016 | |||||||||||||
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