15.11.2016, 2973 Zeichen
Auch gestern wieder ein Börsentag mit grünen Vorzeichen, der DAX pendelt um 10.700 Punkte. Wobei, eigentlich notiert das Frankfurter Aktienbarometer ja schon bei 48.700 Zählern – zumindest, wenn man seit DAX-Start 1987 immer den schlechtesten Börsentag des Jahres vermieden hat. Ja, richtig gelesen: Man musste bloß einmal pro Jahr im richtigen Moment verkaufen, einen Tag später wieder einsteigen und schon konnte man in den vergangenen knapp 29 Jahren nicht bloß 970% Plus machen wie der Index, sondern konnte satte 4.770% Gewinn einstreichen.
Zugegeben, einen kleinen Haken hat die Sache: Leider weiß man immer erst am 31. Dezember, welcher Tag der schlechteste war. Für die fabulöse Versiebenundvierzigfachung bräuchte man also Doc Brown und seine Zeitmaschine. Zu schade deshalb, dass der zerstreute Wissenschaftler aus Robert Zemeckis genialer Science Fiction-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ noch nie auf dem Parkett gesichtet wurde. Aber egal, in adventlichen Rot/Grün-Tönen blinkende Börsensoftware oder schlicht ein mit gesundem Selbstbewusstsein gesegnetes Bauchgefühl tut’s auch, um sich auf die Suche nach dem idealen Zeitpunkt für Verkauf und Wiedereinstieg zu machen.
Das Schlechte vermeiden, das Beste verpassen
So, wie vergangene Woche, als der eine oder andere schon den Wahlsieg von Donald Trump witterte und Montag oder Dienstag noch schnell seine Aktien auf den Markt geworfen hat – um diese dann später günstiger zurückzukaufen. Doch die Börse ist ja sooo gemein: Der von allen Experten prognostizierte Trump-Crash überdauerte nicht einmal die New Yorker Vorbörse, der Mittwoch nach der Wahl war einer der besten Börsentage des Jahres und alle, die nicht investiert waren (oder sind), hinken auf einmal ganz schön hinterher.
Wer versucht, das Schlechte zu vermeiden, läuft Gefahr, das Beste zu verpassen. Auch das lässt sich anhand der DAX-Historie nachvollziehen: Fehlt jedes Jahr nur der schlechteste Börsentag, stehen für die letzten 30 Jahre nur noch kümmerliche 165% Zuwachs zu Buche. Ein dergestalt kastrierter DAX notiert dann bloß noch bei 2.660 Punkten.
Timing ist zu riskant – und zu stressig
Keine Frage, der richtige Ein- und Ausstieg, das so genannte Market Timing, kann einen immensen Einfluss auf das Anlageergebnis haben. Doch über das, was langfristig unterm Strich übrig bleibt, entscheiden nur wenige Tage. Das Risiko danebenzuliegen, ist immens – genau wie der Stress, sich täglich auf die Launen der Börsianer einzulassen. Wir mögen’s da lieber entspannt: Einmal im Jahr anhand der Dividendenqualität das Portfolio überprüfen und systematisch umschichten, dazwischen vielleicht bei besonders gut gelaufenen Titeln ein paar Gewinne mitnehmen und das Geld in zurückgebliebene Aktien stecken (antizyklisches Rebalancing), Verwerfungen wie nach dem Brexit für ohnehin geplante Aufstockungen nutzen… und ansonsten cool bleiben und Dividenden kassieren!
Der Beitrag Die Timing-Falle: DAX 48.700 – oder 2.660 erschien zuerst auf DividendenAdel.
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