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Inbox: 2016 war ein gutes Jahr für die Zertifikatebranche in Österreich


07.12.2016

Zugemailt von / gefunden bei: ZFA (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

2016 war ein gutes Jahr für die Zertifikatebranche in Österreich. Zu Beginn des Jahres trat die am europäischen Zertifikatemarkt sehr starke Vontobel-Gruppe dem ZFA bei und verstärkte die österreichischen Emittenten bei der Verbandstätigkeit. Diese war naturgemäß auch im Jahr 2016 in der tagtäglichen Arbeit von Stellungnahmen zu den Regulierungsvorschlägen der europäischen Behörden und Institutionen geprägt. Auf Verbandsebene profitieren wir von der engen Kooperation mit dem Deutschen Derivate Verband, ohne die eine effiziente Vorgehensweise nicht möglich wäre. In der Sache begrüßen wir die Verschiebung des Inkrafttretens der PRIPs-Verordnung um ein Jahr, weil dies ein Zeichen ist, dass der politische Hausverstand letztlich doch wirkt. Wir haben uns immer für Regulierung ausgesprochen, jedoch Rahmenbedingungen mit Augenmaß gefordert.

Der Markt in Österreich hat sich hinsichtlich des Gesamtvolumens von rund 10,3 Milliarden Euro gleichmäßig entwickelt, mit einer leichten Steigerung des Open Interest. Untersucht man jedoch die einzelnen Kategorien, entdeckt man einen erfreulichen Trend, der nicht nur mit dem Zinsumfeld zusammenhängt, sondern auch ein reiferes Anlegerverhalten beweist. Während Zinsprodukte seit Jänner 2016 von rund 3 Milliarden Euro um mehr als 10 Prozent auf ein Volumen von rund 2,6 Milliarden Euro schrumpften, konnten die Anlageprodukte im Jahresverlauf von rund 3,6 Milliarden Euro auf 4 Milliarden Euro an Volumen gewinnen. Die großen Gewinner des Jahres waren die Aktienanleihen, deren Open Interest um rund 60 Prozent anstieg, gefolgt von den Bonus-Zertifikaten, die um mehr als 15 Prozent gewinnen konnten. Interessant ist auch, dass trotz niedriger Zinsen die Nachfrage nach Garantieprodukten mit leicht steigender Tendenz bestehen blieb. Insgesamt lässt diese Entwicklung auf eine erfreuliche Weiterentwicklung des österreichischen Marktes schließen.

Der Höhepunkt des Zertifikatejahres war für uns alle die Wahl von Heike Arbter zur Präsidentin des europäischen Dachverbands EUSIPA. Wir werten dies auch als Anerkennung der Verbandsarbeit, die das ZFA in den vergangenen Jahren hier und im Rahmen der EUSIPA auf europäischer Ebene geleistet hat. In dieser Meinung wurden wir auch durch eine Stellungnahme der FMA bekräftigt, die unsere Leistungen bezüglich Markttransparenz und Produktkategorisierung ausdrücklich würdigte. Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Mitarbeitern der Arbeitskreise bedanken, die Hervorragendes geleistet haben. Insbesondere die Erarbeitung der juristischen Stellungnahmen und Positionspapiere sowie die Erstellung von zwei bedeutenden Ausbildungskonzepten waren wichtige Meilensteine unserer Jahresarbeit. Herzlichen Dank!

Die inhaltliche Auseinandersetzung im Rahmen unseres Kongresses war besonders intensiv und bereichernd. Beeindruckend war die Diskussion zwischen Marktteilnehmern und dem Vertreter der Finanzmarktaufsicht, die die Problematik der Regulierung in der ganzen Tragweite beleuchtete. Zu unserer großen Erleichterung gab es seitens der Behörde ein klares Bekenntnis zu Marktgängigkeit und Selbstverantwortung der Anleger. Wir werden der Verantwortung der Emittenten und der Vertriebsorganisationen durch Augenmerk auf Transparenz, Information und Ausbildung aller Beteiligten gerecht werden.

Eine nicht unwesentliche Stärkung erfuhr das Zertifikate Forum Austria im November durch den neuen Wiener Börse-Chef Christoph Boschan, der dem Beirat des ZFA beitrat. Boschan hatte als Vorstand der Börse Stuttgart wesentlichen Anteil an der Entwicklung der EUWAX.

Die große Herausforderung für 2017 wird für alle Häuser sein, nicht nur die Informationen, sondern auch Beratung und Vertrieb der Zertifikate an die Bedingungen der Digitalisierung anzupassen. Wir sehen dies als Aufgabe für die kommenden Jahre, die hohe Lernbereitschaft von uns erfordert. Wir werden uns dieser Aufgabe mit großer Umsicht und mit Respekt vor den vielen Möglichkeiten der digitalen Welt annähern.

Wir wünsche allen Leserinnen und Lesern unseres Newsletters und allen Mitwirkenden im Zertifikatemarkt geruhsame Feiertage und danach einen guten Start in das neue Jahr!

Mit herzlichen Grüßen

Heike Arbter                  Markus Kaller                  Frank Weingarts                  Heiko Geiger
 
Vorstand des Zertifikate Forum Austria

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(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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    Der Markt in Österreich hat sich hinsichtlich des Gesamtvolumens von rund 10,3 Milliarden Euro gleichmäßig entwickelt, mit einer leichten Steigerung des Open Interest. Untersucht man jedoch die einzelnen Kategorien, entdeckt man einen erfreulichen Trend, der nicht nur mit dem Zinsumfeld zusammenhängt, sondern auch ein reiferes Anlegerverhalten beweist. Während Zinsprodukte seit Jänner 2016 von rund 3 Milliarden Euro um mehr als 10 Prozent auf ein Volumen von rund 2,6 Milliarden Euro schrumpften, konnten die Anlageprodukte im Jahresverlauf von rund 3,6 Milliarden Euro auf 4 Milliarden Euro an Volumen gewinnen. Die großen Gewinner des Jahres waren die Aktienanleihen, deren Open Interest um rund 60 Prozent anstieg, gefolgt von den Bonus-Zertifikaten, die um mehr als 15 Prozent gewinnen konnten. Interessant ist auch, dass trotz niedriger Zinsen die Nachfrage nach Garantieprodukten mit leicht steigender Tendenz bestehen blieb. Insgesamt lässt diese Entwicklung auf eine erfreuliche Weiterentwicklung des österreichischen Marktes schließen.

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