17.02.2017, 3903 Zeichen
Zu Beginn eines jeden Börsenjahres sind Prognosen und Jahresausblicke stets interessant, insbesondere im Hinblick auf aussichtsreiche Anlageprodukte. So schwierig stichhaltige Analysen sind, weisen doch bestimmte Entwicklungen in Weltwirtschaft und Politik, voraussichtliche Entscheidungen der Zentralbanken und andere Faktoren in eine bestimmte Richtung. Davon ausgehend zeichnen sich Trends ab, die bei der Wahl von Fonds von Bedeutung sein können.
Börsenjahr 2017: globale Entwicklungen und mögliche Auswirkungen auf die Märkte
Die Finanzmarktentwicklungen sind stark beeinflusst von der Schnittmenge politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen, besonders in der Eurozone. Eine große Rolle spielen Anlegererwartungen im Hinblick auf die Stabilität der EU. Sofern sich die Ängste der Anlegergemeinde nicht verdichten, gehen Analysten weiterhin von Wachstum auf den Märkten aus. Nach den für die EU problematischen Referenden in Großbritannien und Italien, richtet sich der Fokus im aktuellen Jahr 2017 auf die Wahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Die Frage lautet, ob europafreundlich oder europaskeptisch gewählt wird. Wichtig für eine stabile EU und damit stabile Marktentwicklungen wäre zudem die Einigung der Mitglieder auf eine gemeinsame Linie in der Flüchtlingspolitik. Zudem spielen die Auswirkungen des Brexit eine Rolle. Hier gilt es, im Auge zu behalten, ob dieser eine Rezession nach sich zieht und die finanzielle Stabilität des europäischen Wirtschaftsraums bedroht.
Wachstumsimpulse aus den USA
Die Wahl des neuen US-Präsidenten hat das Potential weiterer Wachstumsimpulse für die globalen Finanzmärkte, sofern folgende Konstellation gegeben ist: das angekündigte Investitionsprogramm in Höhe von einer Billion US-Dollar stellt kein politisches oder finanzielles Problem für die bereits hoch verschuldete USA dar und stößt das Wachstum der Weltwirtschaft an. Weitere Voraussetzungen finden sich darin, dass Schutzzölle und Protektionismus sich in Grenzen halten und die US-Konjunktur aufblüht. Die US-Notenbank Fed wird durch schrittweise Erhöhung der Zinsen ein geringes Inflationsniveau aufrechterhalten, ohne dass das steigende Zinsniveau eine zu große Belastung für die öffentlichen Haushalte darstellt. Sollten sich diese Szenarien positiv entwickeln, so ist von einem guten Börsenjahr auszugehen.
Trends und Analystenmeinungen
Ausgehend von ähnlichen Erwartungen sind die Aussichten auf die Entwicklung von verschiedenen Fonds-Arten. Die Scope Analysis GmbH, die zur Berliner Ratingagentur Scope gehört, legt die Ergebnisse einer umfassenden Befragung von 57 Fondsgesellschaften offen.
Besonders Aktienfonds werden von über 80 Prozent der befragten Fondsgesellschaften hinsichtlich Absatzpotential für 2017 als gut bis sehr gut eingeschätzt. Grund ist das Potential des US-Aktienmarkts und die erwartete positive Wirkung der Konjunkturmaßnahmen. Anleger finden auf MoneYou eine einfache, transparente und günstige Möglichkeit, einer langfristig lukrativen Aktien-Fondsanlage. Sollten sich die oben genannten Szenarien bewahrheiten, so bieten die Aktienmärkte in Nordamerika mit das größte Absatzpotential. Auch die von Scope befragten Anbieter bewerteten dieses Potential für 2017 als mindestens gut. Hier zeichnet sich eine Trendverschiebung von Europa und Japan in Richtung Nordamerika und den Rest von Asien ab.
Geringes bis negatives Entwicklungspotential ist bei Rentenfonds zu erwarten, denen geringe Renditen bescheinigt werden und bezüglich derer sogar von Kursverlusten ausgegangen wird. Ähnlich problematisch sind Garantie- und Wertsicherungsfonds, die weiterhin von der Niedrigzinspolitik der EZB betroffen sind, die kaum Risikobudgets zulässt und damit Fondsmanagern keinen Handlungsspielraum gibt. Innerhalb von Rentenfonds wird der Kategorie inflationsgeschützter Fonds das größte Potential beigemessen (60 Prozent bewerteten sie als gut bis sehr gut).
Börsepeople im Podcast S23/03: Barbara Riedl-Wiesinger
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