15.03.2017, 4665 Zeichen
Die Aktie der Deutschen Post konnte seit dem Frühjahr 2016 einen steilen Kursanstieg hinlegen. Es stellt sich nun die Frage, wie viel Kurspotenzial übriggeblieben ist. Zumal es das DAX -Unternehmen in Zukunft mit ganz neuen Konkurrenten zu tun haben dürfte.
Bei der Vorlage der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 am 8. März konnte die Deutsche Post einen Rekordgewinn vermelden. Der Überschuss stieg auf 2,6 Mrd. Euro, nach 1,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Ein Grund für den deutlichen Anstieg war eine infolge einmaliger Sonderfaktoren gesunkene Steuerquote. Der operative Gewinn kletterte sogar um 45 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro. Mit einem EBIT von 1,1 Mrd. Euro im Schlussquartal verzeichnete die Deutsche Post außerdem das operativ beste Quartalsergebnis seiner Geschichte. Dies waren jedoch nicht die einzig guten Nachrichten, die der ehemalige Staatsmonopolist parat hatte.
Die Anteilseigner durften sich über einen satten Dividendenanstieg freuen. Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aktionären auf der Hauptversammlung am 28. April 2017 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 1,05 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,85 Euro) auszuschütten. Berechnet auf den Jahresschlusskurs der Deutsche-Post-Aktie ergibt sich daraus eine attraktive Nettodividendenrendite von 3,4 Prozent, vor allem im Hinblick auf das derzeitige Niedrigzinsumfeld. Allerdings erlitt die Deutsche-Post-Aktie in der Folge teilweise deutliche Kursverluste.
Einige enttäuschte Anleger dürften sich angesichts des wenig optimistischen Ausblicks geärgert haben. Für 2017 stellt das Management einen EBIT-Anstieg um etwas mehr als 7 Prozent auf 3,75 Mrd. Euro in Aussicht. Allerdings hat sich der DAX-Konzern bis 2020 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des operativen Gewinns um 8 Prozent vorgenommen. Für Enttäuschung sorgte auch der Rückgang beim Free Cashflow auf 444 Mio. Euro (2015: 1,7 Mrd. Euro). Als Erklärung hatte das Management die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1 Mrd. Euro parat. Ohne Berücksichtigung dieses Effekts lag der Free Cashflow bei 1,4 Mrd. Euro. Damit habe der Konzern das Ziel erreicht, mindestens die im Jahr 2016 gezahlte Dividende in Höhe von 1,03 Mrd. Euro abzudecken, hieß dazu von Unternehmensseite. Auch aus einem anderen Grund sollten die kurzfristigen Kursverluste der Deutsche-Post-Aktie möglicherweise nicht überbewertet werden. Nach einem steilen Kursanstieg und dem Erreichen eines neuen Allzeithochs dürften einige Anleger die Zahlenbekanntgabe zu Gewinnmitnahmen genutzt haben.
Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch, dass die Luft für den DAX-Wert angesichts der erreichten Kurshöhen dünner wird und die positiven Wachstumsaussichten bereits eingepreist sein könnten. Dabei will die Deutsche Post insbesondere im Bereich Paketzustellung wachsen. Dieser Bereich boomt dank des Online-Handels. Genau in diesem Bereich könnte sich jedoch ein neues Problem auftun. Amazon versucht sich offenbar immer mehr von klassischen Paketzustellern unabhängig zu machen. Dabei könnte der E-Commerce-Riese aus den USA mit eigenen Frachtflugzeugen, Verteilerzentren, Lieferfahrzeugen und irgendwann möglicherweise mit Drohnen der Deutschen Post, UPS oder FedEx Aufträge streitig machen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Deutsche-Post-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE Unlimited Call der Deutschen Bank (WKN DL8M8Z) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 8,17 und die Knock-Out-Schwelle bei 27,3005 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE Unlimited Put der Deutschen Bank (WKN DL7DWL; aktueller Hebel 6,85; Knock-Out-Schwelle bei 35,3825 Euro) auf fallende Kurse der Deutsche-Post-Aktie setzen.
Stand: 14.03.2017
© Deutsche Bank AG 2017Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Straße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Börsepeople im Podcast S23/05: Tatjana Aubram
Amazon
Uhrzeit: 21:01:58
Veränderung zu letztem SK: 1.87%
Letzter SK: 199.34 ( 0.13%)
DAX Letzter SK: 199.34 ( 1.20%)
Deutsche Bank
Uhrzeit: 21:01:50
Veränderung zu letztem SK: -1.22%
Letzter SK: 33.40 ( 4.02%)
Deutsche Post
Uhrzeit: 21:01:53
Veränderung zu letztem SK: -1.43%
Letzter SK: 46.75 ( 1.63%)
United Parcel Service
Uhrzeit: 21:01:48
Veränderung zu letztem SK: -1.85%
Letzter SK: 92.89 ( 0.76%)
Bildnachweis
Aktien auf dem Radar:EuroTeleSites AG, RHI Magnesita, Flughafen Wien, Austriacard Holdings AG, Addiko Bank, Zumtobel, FACC, Pierer Mobility, Andritz, CA Immo, Lenzing, Mayr-Melnhof, OMV, UBM, SBO, Wiener Privatbank, Frequentis, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Amag, EVN, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Verbund.
Random Partner
AT&S
Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) ist europäischer Marktführer und weltweit einer der führenden Hersteller von Leiterplatten und IC-Substraten. Mit 9.526 Mitarbeitern entwickelt und produziert AT&S an sechs Produktionsstandorten in Österreich, Indien, China und Korea und ist mit einem Vertriebsnetzwerk in Europa, Asien und Nordamerika präsent. (Stand 06/17)
>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Weekend-Bilanz, Post wird in Austria 30 Private IR au...
» Börsegeschichte 23.1.: Bank Austria (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Tatjana Aubram, Roland Sinkovits Bell (audio cd.at)
» News zu Kapsch TrafficCom, höheres Kursziel für Bawag, Paul Severin im E...
» Kleine Korrektur nach dem All-time-High gestern (Christian Drastil)
» Wiener Börse zu Mittag etwas leichter: Austriacard, FACC, Flughafen Wien...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Tatjana Aubram, cyan, Novomatic, Bionte...
» Börsepeople im Podcast S23/05: Tatjana Aubram
» ATX-Trends: RBI, AT&S, Bawag ...
» Österreich-Depots: Deutliche Gegenbewegung nach oben (Depot Kommentar)
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: FACC als Tagessieger
- Wiener Börse: ATX gibt am Freitag 0,46 Prozent ab
- Wie Wiener Privatbank, Addiko Bank, FACC, Kapsch ...
- Wie SBO, Porr, DO&CO, VIG, OMV und Verbund für Ge...
- Barclays hebt Kursziel für RBI-Aktie an
- ATX charttechnisch: Ausgeprägter Aufwärtstrend
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1075: ATX leichter; Telekom, VIG und Uniqa gesucht, Verbund x Nordex, Strafe für CA Immo hat ev. zu viel Signalwirkung
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Robert Frank
Os Americanos (first Brazilian edition)
2017
Instituto Moreira Salles
Joselito Verschaeve
As Long as the Sun Lasts
2025
Void
Michael Rathmayr
Remedy
2025
Nearest Truth
