26.07.2017, 3064 Zeichen
Der frühe Vogel fängt den Wurm (bzw. kann mich mal am Wochenende) – jedenfalls schön, dass Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) heute früh um 7:30h und damit vor Handelsstart die Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht hat.
Da die Absatzzahlen bereits vorab veröffentlicht worden waren, hielt ich gute Zahlen für wahrscheinlich. Denn bei Mercedes Benz waren die Verkäufe im ersten Halbjahr um satte 13,7% auf gut 1,1 Mio. Fahrzeuge gestiegen – was ein neuer Rekordwert war. Was blieb also unter dem Strich hängen? Hier die Eckdaten der neuen Quartalszahlen:
Q2-Zahlen Daimler
- Der Umsatz stieg von 38,616 Mrd. Euro auf 41,158 Mrd. Euro – ein Zuwachs von 7%
- Das Ebit (= Ergebnis vor Steuern und Zinsen) kletterte von 3,258 Mrd. Euro auf 3,746 Mrd. Euro – ein Plus von 15%.
- Die Zahl der Beschäftigten stieg um 3% auf 290.867 (entspricht der Bevölkerungszahl mancher Landeshauptstadt)
- Der Gewinn pro Aktie blieb mit 2,28 Euro indes kaum verändert (Vorjahreswert: 2,27 Euro)
Quelle: Daimler Zwischenbericht Q2 2017
https://www.daimler.com/dokumente/investoren/berichte/zwischenberichte/q2/daimler-ir-zwischenbericht-q2-2017.pdf
Daimler: Absatz, Umsatz, Ebit mit deutlichem Anstieg – Gewinn pro Aktie nicht
Also wie erwartet ein ordentlicher Anstieg beim Umsatz (wenn auch nicht ganz so hoch, wie das Wachstum bei den Absatzzahlen hätte vermuten lassen). Das heißt, es wurden wohl in erster Linie nicht ganz so hochpreisige Fahrzeuge zusätzlich verkauft. Aber solange die Marge stimmt, ist das doch auch gut.
Wieso also stieg das Ergebnis pro Aktie nicht analog zum Anstieg des Ebit? Hierfür machte Daimler u.a. „Aufwendungen für Kundendienstmaßnahmen bei Mercedes-Benz Trucks“ (siehe Quartalszahlen S. 9) verantwortlich.
Doch schauen wir auf die Halbjahreszahlen, d.h. Q1 und Q2 addiert, dann sieht das Bild direkt viel besser aus: Im ersten Halbjahr stieg nämlich den Zahlen zufolge der Gewinn pro Aktie bei Daimler von 3,54 Euro auf 4,81 Euro – ein Zuwachs von 36%. Das ist natürlich beeindruckend. Wermutstropfen allerdings, dass wie gesagt ein Großteil dieses Anstiegs dem ersten Quartal zu verdanken ist und nicht dem zweiten (in welchem der Gewinn pro Aktie mehr oder weniger stagnierte).
Meine Kurz-Einschätzung: Insgesamt gute Eckdaten, finde ich. Allerdings habe ich den kompletten Quartalsbericht von ca. 55 Seiten in der Kürze der Zeit noch nicht analysieren können.
Ein Beitrag von Michael Vaupel
Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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BörseGeschichte Podcast: Ernst Vejdovszky vor 10 Jahren zum ATX-25er
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