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Geschichten mit Mehrwert: Ob 21st Austria, Gewinn-Messe oder Börse Social Magazine

 Es geht ums Geld. Alles, was Rang und Namen hat in der Wirtschafts- und Finanzwelt, versammelt sich alljährlich auf der Gewinn-Messe. Anlageformen, Investmentchancen, Performancevergleiche, neue Trends bei Veranlagungen, Ausblicke und sich verändernde Großwetterlagen – das alles wird von Experten, Managern, Publizisten und Politikern in diesen zwei Tagen präsentiert, analysiert und diskutiert. Die Gewinn-Messe ist natürlich auch ein Schaulaufen von Unternehmen, die mit ihren Kapitelgebern, sprich Investoren, den Kontakt pflegen bzw. auch zu einem Investment ermuntern wollen. Es sind Großkampftage für Investor Relations-Manager, die einen perfekten Auftritt organisieren – vom Informationsmaterial, Präsentationen, Messestand bis zu Statements und Diskussionsbeiträgen des Managements. 

Es ist gut und wichtig, dass wir eine derartige Veranstaltung in Österreich haben, die dem Kapitalmarkt und seinen Playern eine breite und publikumswirksame Bühne bietet. In Österreich fehlt es an Finanzbildung, was dazu führt, dass nur wenige Kleinanleger in Aktien investieren. Völlig zu Recht betont Christoph Boschan, Chef der Wiener Börse: „Bildung ist der beste Anlegerschutz. Sie ist die Grundlage für einen mündigen Umgang mit dem eigenen Geld und der eigenen Vorsorge.“ Doch von dieser „financial literacy“ (Finanzmarktwissen) sind wir hierzulande noch weit entfernt: Nur acht Prozent der Österreicher schätzen ihre eigenen Kenntnisse diesbezüglich als sehr gut ein. Investor Relations-Manager müssen – zumindest in Österreich – sehr viel Basisarbeit leisten, sofern sie sich wie bei der Gewinn-Messe an ein Retail-Publikum wenden.

 Der große Bogen

Über Geld spricht man – gern und ausführlich, zumindest in den USA. Erfolgsgeschichten erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit; finanzieller Erfolg ist erstrebenswert und wirkt als Vorbild, dem es nachzueifern gilt. Dementsprechend pragmatisch orientiert ist eine beliebte Fragestellung in den USA und auch in Großbritannien, wenn es darum geht, beispielsweise den Standort Österreich zu präsentieren, wie dies im Rahmen der Initiative 21st Austria stattfand: „Why should I care?“ Angesichts einer Fülle von möglichen Investments und Anlagemöglichkeiten, zahlreichen Regionen und Standorten, die um die Aufmerksamkeit von Kapitalgebern buhlen, wollen Investoren und Analysten in den USA sehr genau wissen, warum sie sich das überhaupt anhören sollen. Genauer nach ihrer Erwartungshaltung befragt, sind es folgende drei Punkte, die sie sich von einer Präsentation erhoffen:

› Surprise me! Will heißen, erzähle mir etwas Unerwartetes, etwas, das ich so noch nicht gewusst habe. 

› Give me ideas! Auch Analysten oder Fondsmanager brauchen Anregungen und sind dankbar für Ideen, mit denen sie selbst wieder arbeiten können.

› Explain, explain, explain! Speziell für Amerikaner sind Vorgänge und politische Entwicklungen in der EU oft schwer einschätzbar, da sie mit den Strukturen wenig vertraut sind. Hintergrundinformationen und Erklärung von Zusammenhängen sind wertvolle Ware.

Österreich mit seinen Nischen-Weltmeistern, den Hidden Champions, ist durchaus imstande, diese Erwartungen positiv zu erfüllen. Sowohl auf Unternehmensebene als auch im Rahmen der Standortinitiative 21st Austria gelingt es, einen Überraschungseffekt damit zu erzielen, welche herausragenden Produkte und Dienstleistungen die heimischen Betriebe anbieten. Auch an Kreativität mangelt es nicht, sodass österreichische Manager durchaus als Ideengeber fungieren können. Ebenso wenig an profundem Wissen über Europa und/oder den ost- bzw. südost-europäischen Markt – hier können wohl nur wenige andere Länder mit Österreich konkurrieren.

Ob es dieser große Bogen zum Standort ist oder die Präsentation für den Privatanleger – alle diese Geschichten haben einen Mehrwert, denn sie tragen generell zu einem besseren Verständnis des Kapitalmarkts und des Wirtschaftsstandortes Österreich bei. ϑ 

Zur Autorin

Verena Nowotny ist Gesellschafterin bei Gaisberg Consulting. Mit mehr als 20 Jahren internationaler Erfahrung unterstützt sie Unternehmen und Institutionen vor allem in den Bereichen Strategieentwicklung, Krisenkommunikation und Public Affairs. Sie war über zehn Jahre als Sprecherin für die österreichische Bundesregierung tätig, u.a. als außenpolitische Sprecherin von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und als Sprecherin der nicht-ständigen Mitgliedschaft Österreichs im UN-Sicherheitsrat in New York.

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Aus dem Börse Social Magazine #09
(September 2017)





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