29.11.2017, 2604 Zeichen
In keinem Euro-Land tragen die Menschen so viel Schein- und Münzgeld herum, wie hierzulande. Mit durchschnittlich 103 Euro ist es mehr als dreimal so viel als in Portugal. Ist Bargeld irgendwie in unserer DNA enthalten?
Bargeld lacht. Die neue Studie „The use of cash by households in the euro area“ der EZB gibt Klarheit über die Bargeld-Vorlieben der Euro-Mitglieder. Während wir Deutsche mit 103 Euro nur mit etwas mehr als die Luxemburger (102 Euro) im Geldbeutel herumlaufen, sind unsere französischen Nachbarn deutlich bescheidener.
In Frankreich läuft man lediglich mit 32 Euro in bar herum. Lediglich unsere südlichen Nachbarn aus Österreich kommen mit 89 Euro noch auf Platz 3 und damit in den Bereich der Bargeldfans. Zypern und Griechenland dürften mit Blick auf die wirtschaftliche Lage ebenfalls eher auf Bargeld, denn auf Plastikgeld setzen. Anders sind deren Plätze 4 und 5 nicht zu erklären. Ansonsten ist das Bild eindeutig. Bargeld ist in der Eurozone out.
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Plastikgeld ist einfach. Die Gründe für diese Entwicklung dürften sehr ähnlich sein: Die meisten Menschen der Euro-Länder hängen nicht so sehr an ihrem Geld wie wir Deutschen. Hinzu kommt:
In Ländern wie Frankreich fand Einkaufen schon lange bargeldlos statt – was früher mit Schecks passierte, wird heute mit Karte angewickelt. Bargeld wird also nicht benötigt. Deutschland ist also ein Sonderfall. International steigt das Volumen der bargeldlosen Zahlungen Monat für Monat an.
FAZIT. Wir Deutschen sind beim Bezahlen nach wie vor ein europäischer Sonderfall. Nicht nur, dass wir so viel Bargeld mit uns herumtragen, wie kein anderer. Mit dem „elektronischen Lastschriftverfahren“ haben wir noch ein zweites Spezialmodell in Europa. Ob es eine historisch begründete Vorliebe für haptisches Geld ist, oder noch andere Gründe hat, wie etwa Technik-skepsis, mögen wir nicht mit Sicherheit sagen.
Auffällig ist es schon. Vielleicht sollten wir uns beim Bezahlen einfach etwas lockerer machen und von unseren Nachbarn lernen. Einkäufe mit Bargeld zu bezahlen ist nicht mehr zeitgemäß. Elektronisch geht das doch genauso gut. Aktien kaufen wir schließlich auch nicht mehr als Tafelgeschäft bei der Bank im Ort, sondern online beim Broker.
In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage
Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt
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